Gerade sind wir dabei, uns aus unserem alten Leben nach und nach frei zu strampeln, aber die Realität unseres bisher gelebten Alltags ist natürlich noch sehr präsent: Alles ist jederzeit verfügbar. In der gewünschten Farbe, Menge, Ausfertigung, Preisklasse. Was es im Laden nebenan nicht zu kaufen gibt, ist nur einen Mausklick von der Expresslieferung noch am selben Abend an Deine Wohnungstür entfernt.

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Gerade mal eine gute Woche hat es gedauert, bis wir mit unserem WoMo das erste Mal stecken geblieben sind. Der Campingplatz war uns eigentlich schon vertraut, doch als wir abends nach einer Familienfeier bei guten Freunden aus Potsdam zurückkehrten, fuhr T über die einzig sandige Stelle auf der ganzen Wiese.

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Nu isses auch schon rum, unser Abschiedspicknick. Noch eine mickrige Woche, dann räumen wir unsere Wohnung endlich leer, ziehen ins Wohnmobil und nutzen die Tage bis zur Wohnungsübergabe, um unseren Reise-Krams gescheit in unserem neuen „Zuhause“ zu verstauen und zu organisieren.

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Wollt Ihr wissen, wie es uns gerade so geht? Geburtshilflich gesprochen würde ich sagen, wir befinden uns volle Granate in der Übergangsphase. Kurz zusammen gefasst ist das die Phase in der Geburt, in der alles nur noch Scheiße ist, unüberwindbare Verzweiflung sich breit macht und das Ziel unrealistisch weit weg erscheint. („Ich geh nach Hause! Macht das hier ohne mich fertig!“) Jede Hebamme weiß dann: Bald ist es wirklich geschafft!

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Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt bleibt dumm. In meinem Kopf schwirren Tausende von Fragen und leider noch so wenig antworten. Die gute Nachricht ist, dass es mir damit nicht alleine so geht. Wer sich ernsthaft auf die Suche nach alternativen Gesellschaftsformen macht, stößt sehr schnell auf einen Zeitgeist rund um Nachhaltigkeit, Konsumverweigerung, Geldfreies Leben, Veganismus und vieles andere mehr…

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Ein ganzes Jahr ist nun vergangen, seit wir uns -nach einem knappen Jahr des Herantastens- endgültig zum Veganismus bekannt haben. Somit gehören wir also zu dem geschätzten 1 % in Deutschland, die versuchen, komplett auf tierische Produkte zu verzichten – den Tieren, den Menschen und dem Planeten Erde zuliebe. Mein Resumee des letzten Jahres gibt es heute und die Antwort auf die Frage, wie wir nun unsere Ernährung weiter verändern möchten, um endlich von industriell gefertigter Ware und dem ganzen Plastik wegzukommen.

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Hier herrschen weiterhin bewegte Zeiten vor. Die Wohnung haben wir jetzt zum 30.06. gekündigt und beginnen mit den Vorbereitungen für unsere Orientierungsreise. Inzwischen spreche ich nicht mehr so gerne davon, dass wir aus dem System aussteigen wollen. Vielmehr sind wir Teil der Bewegung, die neue Formen des menschlichen Gemeinschaftslebens schafft, um das alte (kranke) System überflüssig zu machen.

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