DIY: Schüsselabdeckungen aus Stoffresten nähen

Das Dinokostüm ist fertig genäht und was mir bleibt, ist bloß noch ein kleiner Stapel Stoffreste. Genau richtig für ein neues DIY-Projekt, das ich sowieso schon lange angehen wollte! Hereinspaziert zum nächsten Teil der kleinen Haushaltshelferlein für einen nachhaltigeren Alltag.

Aber zunächst ein kleiner Rückblick zu meinem bisherigen Bemühen, Frischhalte- und Alufolie für immer aus meiner Küche zu verbannen: Das begann nämlich vor genau 3 Jahren, da habe ich fieberhaft nach einer veganen Alternative zu den viel besungenen und hoch gelobten Bienenwachstüchern gesucht und diese auch vermeintlich gefunden. So richtig lagen mir die Wachstücher aus Carnaubawachs am Ende aber leider doch nicht. Ich fand sie einfach zu unhandlich und habe sie nur gaaaanz selten wirklich in Gebrauch gehabt. Was natürlich schade ist, weil ich dafür ja auch gute Rohstoffe verwendet habe. Aber ich will es nicht beschönigen.

Vegane Wachstücher mit Carnaubawachs

Das hatte zur Folge, dass ich zum Frischhalten von Speiseresten und anderen Lebensmitteln folgende Methoden verwendet habe:

  • Tuppa-Box (Nachteile: Essen lagert über einen längeren Zeitraum in Plastik, 2 Gefäße müssen hinterher gereinigt werden)
  • Schüssel mit Teller drauf ( Nachteil: manchmal einfach doch auch unhandlich, weil es gelegentlich schwierig ist, den Teller wieder heraus zu kriegen, außerdem wird ein Teller mehr schmutzig und eine Schmiererei war es auch nicht selten)
  • Schraubgläser ( Nachteil: Einfüllen und Leeren kann je nach Konsistenz wiederum eine Herausforderung sein, ebenfalls doppeltes Spülen nötig)

Ihr merkt schon, es geht, aber so richtig zufrieden war ich mit den Lösungen doch nicht. Es ist einfach genial praktisch, die noch nicht ganz leere Schüssel *schwups* mit einem Deckel zu versehen und ab in den Kühlschrank oder aufs Fensterbrett damit. Also reifte ein neuer Plan in mir heran und nun, mit den passenden Stoffresten, ging es endlich an die Umsetzung.

Benötigte Materialien für 1 Abdeckung:

  • 2 gleich große Stoffkreise, jeweils 6 cm größer im Durchmesser als der Schüsselrand
  • Gummilitze, Sicherheitsnadel
  • Nähgarn, Schere, Lineal
  • Bügeleisen, Nähmaschine

Als erstes zeichnet ihr nach Vorlage eurer Schüssel einen Kreis auf die eine Stofflage und ergänzt mithilfe des Lineals einen äußeren Kreis, der 6 cm größer ist als der innere.

Dann schneidet ihr dieses Stück aus und benutzt es als Schablone für die zweite Stofflage. Beide Kreise werden anschließend rechts auf rechts zusammen gelegt und festgesteckt.

Ihr näht nun die zwei Kreise zusammen mit einer Nahtzugabe von 0,5-1 cm und denkt daran eine Wendeöffnung von gut 5 cm frei zu lassen! Durch diese dreht ihr dann das Nähstück auf rechts und bügelt es einmal sorgfältig glatt. Wenn ihr viel Nahtzugabe habt, könnt ihr diese vor dem Wenden auch noch etwas zurecht stutzen.

Nun wird der zweite Kreis genäht, diesmal ohne offene Stelle – und zwar im Abstand von ca. 1,5 cm zum Rand. Dies ist der Tunnel für das Gummiband. Mithilfe der Sicherheitsnadel zieht ihr jetzt das Gummi in den Tunnelzug ein und verknotet es anschließend in der Öffnung.

Entweder schließt ihr das Loch rattattattattat eben schnell mit der Maschine oder ihr seid besonders fleißig und sorgsam und macht es manuell. Ich bin bei solchen Gebrauchsgegenständen definitiv der rattattattattat -Typ!

Schon geschafft! Ging doch wirklich schnell und einfach, oder nicht? Man kann die Schalen sogar stapeln. Jipiiih!


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