Kennt Ihr dieses Bild einer typischen Studenten-WG-Küche? Ich meine vor allem den unübersehbaren Stapel an ungewaschenem Geschirr, am besten eine ganze Handvoll Töpfe und Pfannen, in denen eine unappetitliche, braune Suppe vor sich hin steht und stinkt. Prokrastination vom Feinsten. Nach dem Motto: „Ich wasch es später ab, das muss erst noch ´ne Weile einweichen.“

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In letzter Zeit habe ich mir immer mal wieder Gedanken dazu gemacht, ob meine Lebensweise der letzten 4 Jahre als „Hausfrau und Mutter“ und die damit verbundene, selbst gewählte Rolle eigentlich der feministischen Bewegung komplett zuwider läuft.

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Halleluja, was bin ich froh, dass ich mit meinen Schwiegereltern endlich auf einen halbwegs entspannten gemeinsamen Nenner gekommen bin, was den Zuckerkonsum meines Kindes angeht. Mit daran beteiligt war sicher die Dokumentation „Die Zuckerlüge“ auf arte, die gerade zur rechten Zeit kam.

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Nun sind es tatsächlich schon etwas über drei Wochen, dass wir mit dem Wohnmobil liegen geblieben und bei meinen Schwiegereltern gestrandet sind. Drei Wochen, in denen zwar äußerlich nicht besonders viel passiert ist (von einem Kindergeburtstag vielleicht mal abgesehen), aber in meinem Inneren sind mehrere spannende Prozesse gleichzeitig am Laufen.

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Gerade sind wir dabei, uns aus unserem alten Leben nach und nach frei zu strampeln, aber die Realität unseres bisher gelebten Alltags ist natürlich noch sehr präsent: Alles ist jederzeit verfügbar. In der gewünschten Farbe, Menge, Ausfertigung, Preisklasse. Was es im Laden nebenan nicht zu kaufen gibt, ist nur einen Mausklick von der Expresslieferung noch am selben Abend an Deine Wohnungstür entfernt.

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Noch vor knapp zwei Jahren hätte ich diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet: Nein, Essen ist ganz sicher KEIN Erziehungsfeld. Was ich damit meinte war, dass ich mein Kind zu nichts zwingen würde, was mit dem Thema Nahrungsaufnahme zu tun hat. Ich würde es nicht dazu zwingen, etwas zu essen, was es nicht mag. Und ich würde ihm keine Vorgaben machen, was feste Zeiten oder Regeln bei Tisch anging.

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