Schlüsselpannen beim Gemeinschaftstreffen

Das zweite Gemeinschafts-Arbeitstreffen in diesem Jahr fand am Wochenende vor Ostern statt, also mitten im April – und genau so war das Wetter: kalt-nass mit Sonnenstrahlen und Schneeflocken zwischendurch. Unser Treffen war gekennzeichnet von intensiver Begegnung, konstruktivem Austausch, leckerem Essen und so manchen Schlüsselpannen.

Im Gegensatz zu unserem ersten Kennenlerntreffen im März war die Runde diesmal etwas zusammen geschrumpft. 13 Erwachsene waren angemeldet und unser Kleiner war neben einem Säugling leider das einzige Kind. Dementsprechend fiel es ihm diesmal auch schwerer, sich kontinuierlich alleine zu beschäftigen, aber er gab sich alle Mühe. Beim nächsten Mal wird das voraussichtlich auch wieder anders sein.

Die Gruppengröße empfand ich aber nicht als zu klein, sondern als recht angenehm. Und bis auf 2 neue Gesichter konnte die Vertrautheit untereinander bereits weiter wachsen, was für mich wirklich schön zu erleben war.

Am Morgen beim Aufbruch von Zuhause gab es ein wenig Durcheinander, so dass der Raumschlüssel blöderweise in der falschen Tasche landete. Dies bemerkten wir aber erst, als wir vor der Tür der Begegnungsstätte standen. T fuhr dann nochmal zurück, den Schlüssel zu holen. Glücklicherweise liegt hier bei uns ja alles dicht beineinander und 10 Minuten später konnten wir dann auch ins Haus.

Der Morgen verlief sehr ruhig und entspannt, die Teilnehmer*innen trudelten größtenteils erst kurz vor 10 Uhr bzw. einige auch mit etwas Verspätung ein. Das kleine Schneegestöber hatte sicher seinen Anteil daran. Da die Damentoilette fälschlicherweise abgeschlossen worden war und unser Schlüssel dort nicht passte, mussten wir diesmal alle die eine Herrentoilette benutzen. Aber wenigstens hatten wir ein Klo zur Verfügung, das war dann doch die Hauptsache!

Wir übten uns an diesem Tag in neuen Formen der Gruppenkommunikation und widmeten uns einigen spannenden Themen, wie z.B. gemeinsame Entscheidungsfindung oder Möglichkeiten der Kommunikation zwischen den realen Treffen.

Ich war positiv überrascht davon, dass wir einstimmig das Einrichten einer Website und eines Diskussionsforums beschlossen haben und der notwendige finanzielle Beitrag hierfür von allen gerne geleistet wurde. Dies macht unsere Gruppe für mich langsam etwas greifbarer, unser Vorankommen nimmt konkretere Formen an. Und das motiviert mich wiederum sehr, auch dran zu bleiben und zum Beispiel die Website für unser Projekt zu gestalten. (T übernimmt es, sich in die Welt des Forumwebmasters einzuarbeiten.)

Einen provisorischen Arbeitstitel haben wir dem Projekt jetzt auch verliehen, um die Homepage und das Forum aufbauen zu können. Und selbst wenn der sich beizeiten noch einmal ändern wird, fühlt es sich einfach super an, wenn aus dem losen Zusammenschluss einiger Interessent*innen nun Stück für Stück doch eine richtige Gruppe erwächst, samt Namen, Website und verbindlichen Verabredungen.

Das Aufräumen verlief nach dem Motto „Viele Hände machen ein schnelles Ende“ und stärkte das Gemeinschaftsgefühl noch mal im gemeinsamen Tun. Leider passte ich wieder nicht auf, wo der Schlüssel geblieben war. Und als T bereits einen Schwung Sachen zu Hause abgeliefert hatte, fehlte der uns schon wieder zum Abschließen. Definitiv kein guter Schlüsseltag für uns, aber alles andere verlief doch sehr zu unserer Zufriedenheit.

Ich freue mich schon riesig auf das nächste Treffen im Mai, besonders aber auf unser geplantes Gemeinschaftswochenende im Juni. Über Fronleichnam wollen wir nämlich 4 Tage im Grünen miteinander verbringen, was eine super Gelegenheit bietet, sich noch mal anders kennen zu lernen und zu begegnen als bei den reinen, doch sehr kopflastigen Arbeitstreffen.

Wobei – unsere Gruppe wurde nun schon um Gitarre und Gesang sowie gruppenfördernde Bewegungsspiele erweitert. Da stoße ich teilweise ganz schön an meine eigenen Grenzen, mich auf Dinge einzulassen, deren Sinn und Zweck sich mir nicht sofort erschließt. Aber auf lange Sicht, sind es bestimmt diese vielen kleinen Puzzleteile, die ein jede*r einzelne mit einbringt, die uns zu einer lebendigen, vielfältigen Gemeinschaft werden lassen.

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