Zu einer Zeit, in der wir noch vom Auswandern nach Neuseeland träumten und ich überlegte, welche Spielsachen mit in den Flieger und für die ersten Wochen mit ans andere Ende der Welt sollten – ja, genau zu dieser Zeit entstand die Idee, ein Spielbuch (im englischsprachigen Raum oft als Quiet Book bezeichnet) für G zu nähen. Unsere Pläne haben sich mittlerweile in eine andere Richtung entwickelt, das Spielbuch ist dennoch kurz vor unserer Abreise fertig geworden.

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Noch vor knapp zwei Jahren hätte ich diese Frage mit einem klaren „Nein“ beantwortet: Nein, Essen ist ganz sicher KEIN Erziehungsfeld. Was ich damit meinte war, dass ich mein Kind zu nichts zwingen würde, was mit dem Thema Nahrungsaufnahme zu tun hat. Ich würde es nicht dazu zwingen, etwas zu essen, was es nicht mag. Und ich würde ihm keine Vorgaben machen, was feste Zeiten oder Regeln bei Tisch anging.

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Um uns herum steigt das äußere Chaos: Umzugskisten in verschiedensten Füllungszuständen, Flohmarktkram in großen und kleinen Haufen, ein Sack Kleiderspenden, Kinderspielzeug, heimatlose Kleinteile nach Verkauf von Schränken und Kommoden – Aber der Jahreslauf macht davor nicht Halt! Nein, Ostern lauerte auf uns in einer dunklen Ecke dieses Jahr und kroch mir langsam und ungemütlich den Rücken herauf…

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Eigentlich sollte letzten Dienstag die Faschingsfeier im Kinderladen statt finden. Die Kinder wurden schon seit Anfang Januar auf das diesjährige Motto eingestimmt: Märchenwelt. Es wurden viele Märchenbücher gelesen, nach und nach wurden die Räume immer weiter umdekoriert und natürlich sollte das eigentliche Faschingsfest Ende Februar nicht fehlen.

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Die Antwort auf diese Frage fällt mir leicht: 30 bis 40 Minuten pro Woche. Und zwar ritualisiert an einen bestimmten Tag (Mittwoch) und eine bestimmte Zeit gebunden (früher NACH dem Abendessen, ab sofort VOR dem Abendessen).
Warum? Weil ich mir hundertprozentig sicher bin, dass der Verzicht auf Fernsehen keine negativen Auswirkungen auf mein Kind hat. Für den Gebrauch dieses Mediums kann ich das nicht aus voller Überzeugung behaupten.

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Nun ist es offiziell: Ich habe unseren Kindergartenplatz gekündigt. Und noch fühlt es sich ein bisschen unwirklich und beängstigend und aufregend an, das Ganze. Nach Aufbruch und Neuanfang und Umstellung. Jetzt heißt es wieder ganz neu einpendeln als Familie. Zum Glück haben wir eine gute Grundstruktur im Tagesablauf, die wir nun unserer neuen Situation anpassen können.

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Es lässt sich nicht mehr leugnen: unser Kind wächst zu einer eigenständigen Person heran mit eigenen Ideen, Vorstellungen und Wünschen. Dies zu beobachten ist unglaublich beglückend und an manchen Tagen auch unglaublich anstrengend. Vor allem dann, wenn die Vorstellungen zur idealen Raumgestaltung sehr stark voneinander abweichen.

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