Unser Jahreszeitentisch ist zurück!

Meine Sinnkrise ist zwar mitnichten völlig überwunden, jedoch haben eine heftige Erkältung und eine sich anbahnende Blasenentzündung mein Leben wieder etwas auf´s Wesentliche reduziert. So schleppe ich mich also gerade ein wenig durch meine Tage. Als dann gestern auch noch die Info kam, dass unsere bestellten Möbel noch einen Monat später ankommen werden (wenn T schon voll arbeitet und wir mitten in der Eingewöhnung stecken), da war ich kurzzeitig mit meinen Nerven dann doch etwas am Ende, muss ich gestehen. Ich brauchte eine kleine Aufheiterung.

Da habe ich das Säcklein mit den Utensilien für unseren Jahreszeitentisch heraus geholt. Eigentlich wollte ich erst zum Ende des Umzugs, also wenn die Regale aufgebaut und die Kisten gewichen sind, diese Ecke einrichten. Aber irgendwie war mir heute so danach, einfach etwas durch und durch Hübsches zu sehen und anzufassen, dass ich nicht mehr länger warten wollte.

So ist der Platz bestenfalls eine Übergangslösung und das Arrangement wirkt dort auch noch zu überladen und gedrängt, finde ich. Aber sowohl die alten Filzlieblinge, als auch die neu gegönnten Holzteile für den immerwährenden Kalender entfalteten bei meinem Kleinen und mir sofort ihre anziehende und wohltuende Wirkung.

So liebevoll gestaltete Dinge, aus Naturmaterialien gefertigt, laden ganz einfach dazu ein, in die Hand genommen, arrangiert und bespielt zu werden.

Die Holzmännlein verkörpern die Monate des Jahreskreises, während die dazu passenden Ringe für die Wochentage stehen. Auf den Würfeln lässt sich der Tag des Monats ablesen und mit den kleinen Holzperlen zusätzlich begreifen, wie der Monat voll wird und die Wochentage sich abwechseln.

Wie auch schon bei unserem ehemaligen System hat jeder Wochentag eine bestimmte Farbe zugeordnet und sorgt so durch Wiederholung für das langsame Begreifen und sinnliche Verstehen der Zeitbegriffe.

Ich muss gestehen: Ich liebe unseren neuen, alten Jahreszeitentisch und hoffe, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft einen guten Platz für ihn finden werden. So können wir ab jetzt jeden Morgen mit diesem schönen Ritual beginnen: Die Würfel umstellen – eine weitere Perle im Kreis auflegen – den Tagesring am Monatsfigürchen austauschen.

Jetzt überlege ich noch, welcher schöne Spruch oder welches Lied zu dem Ganzen am besten passt. Ich probier es wohl erstmal mit „Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder…“ und erweitere es dann vielleicht um Zuckowskis „Jahresuhr“?

Mal schauen, ob uns das so liegt – oder habt ihr noch einen schönen Tipp für mich?

 

Es war eine Mutter, die hatte vier Kinder,
den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter.
Der Frühling bringt Blumen, der Sommer den Klee,
der Herbst, der bringt Trauben, der Winter den Schnee.
Und wie sie sich schwingen im Jahresreihn,
so tanzen und singen wir fröhlich darein.

 

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