Gemüse verstecken: Rote-Bete-Schoko-Muffins mit Cashewcreme

Viele Eltern kennen und verfluchen sie: die Gemüse-Verweigerungs-Phase ihres Nachwuchses. Wir haben hier zwar mittlerweile den allerschlimmsten Verweigerungszenit überschritten, würde ich sagen – dennoch kann es nie schaden, ein paar Rezepte im Ärmel zu haben, mit denen man selbst den schwierigsten Fällen ein paar wertvolle Nährstoffe untermogeln kann, oder etwa nicht?

Eins dieser Lieblingsrezepte, die ich nun (mit eigener Küche, normalem Stromanschluss, Mixer) endlich wieder zubereiten kann, sind die Rote-Bete-Schoko-Muffins von eat-this. Zum vollständigen Originalrezept kommt ihr über diesen Link.

Ich habe ein paar kleine Veränderungen vorgenommen, da ich bestimmte Zutaten nicht immer im Hause habe. Aber nichtsdestotrotz handelt es sich bei diesen Muffins um einen meiner „gesunden“ Nasch-Favoriten. Seit ich nur noch Backförmchen aus Silikon verwende, entsteht auch nicht mehr so viel Verpackungsmüll bei dieser Art Snack!

Folgende Zutaten braucht man für ein Muffinblech (12 Muffins):
  • 150-200 g gekochte Rote Bete
  • 30 ml neutrales Pflanzenöl (Raps, Sonnenblume, Distel o.ä.) oder alternativ 2-3 EL Margarine
  • ½ TL Apfelessig
  • 50-80 g Zartbitterschokolade
  • 120 g Dinkel- oder Weizenmehl, gerne Vollkorn
  • 60 g Rohrzucker
  • 1-2  EL Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Pflanzenmilch (Soja, Reis, Hafer, Mandel, Dinkel o.ä.)
Für die Cashew-Joghurt-Creme:
  • 150g Cashewkerne, über Nacht eingeweicht
  • 1 EL Kokosöl, im Topf angewärmt
  • 3-4 EL Sojajoghurt
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 2 EL Agavendicksaft (oder andere Süße)
  • 2 EL Chiasamen

Die Cashewcreme ist hier daheim immer besonders gefragt. Wir reißen uns quasi darum, wer den Mixer auskratzen darf. Besonders mit etwas Joghurt vermischt verwöhnt die Konsistenz eure Zunge und das Zeug macht auf eine angenehm leichte Weise sehr satt und sehr zufrieden. Das untergemischte Kokosöl führt im gekühlten Zustand dazu, dass die Paste fest genug wird, um bequem auf die fertigen Törchten gestrichen und mit der Hand verspeist zu werden.

Als ich damals mit der veganen Ernährung angefangen habe, hätte ich übrigens nie gedacht, wie vielseitig diese kleinen, krummen Kernchen einsetzbar sind und was für köstliche Variationen man daraus zaubern kann. Vegan essen heißt so oft nicht Verzicht, sondern Genuss! Ich habe allerdings eine Weile gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Umso dankbarer bin ich über all die Anregungen, die sich im Internet finden lassen und das ist auch mit ein Grund, warum ich euch hier heute dieses Rezept vorstellen wollte.

Die ausgebackenen Muffins schmecken wirklich nur ganz hauchzart nach Rote Bete. Mein Kind schmeckt das Gemüse nicht wirklich raus – jedenfalls werden diese Küchlein von ihm genauso weggefuttert, wie Schokomuffins ohne Gesundheitsgeheimzutat.

Die zitronige Creme harmoniert perfekt mit der leicht-erdigen Note der Muffins und die Gesamtkomposition ist für meinen Geschmack einfach der absolute Hit! Der Gemüseanteil macht den Teig super saftig, das kenne ich ja schon vom Brot backen. Aber auch bei dieser Art Backwerk sind frische Zutaten im Teig ein definitves Plus.

Da habt ihr jetzt so ein richtig feines (zumindest teil-saisonal-regionales) Herbst-Soul-Food mit extra Gesundheitsfaktor! Yummy!

3 Kommentare bei „Gemüse verstecken: Rote-Bete-Schoko-Muffins mit Cashewcreme“

  1. Ich kenne bei meinen Kindern Gemüseverweigerung nur bei gekochtem Gemüse. Rohkost geht eigentlich immer! Natürlich nicht alles, aber genug. Beim Lebensmittel verstecken bin ich immer etwas skeptisch, da ich mir sicher bin, dass bei gesundem Nahrungsangebot, Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel oft einen Grund haben.

  2. Liebe Anne,
    Hab Dank für deinen Kommentar. Da hattest du ja wirklich Glück, dass bei euch das gesunde Angebot allein ausgereicht hat und ihr keine echte Verweigerungsphase erleben musstet. Das war bei uns anders und mit unserer vegetarisch-fastveganen Ernährung habe ich lieber öfter was püriert oder als Puffer „getarnt“ oder wie hier im Backwerk „versteckt“ als eine zu einseitige Ernährung zu riskieren. Da sichtbare Gemüsestücke hier über zwei Jahre lang komplett abgelehnt wurden, die Soßenform dagegen so gut wie immer für lecker befunden und gegessen wurde, glaube ich auch nicht so recht an ein Signal des Körpers gegen jegliches Gemüse an sich.
    Gott sei Dank wird hier mittlerweile auch viel mehr probiert und tatsächlich gegessen, also kann ich mich auch wieder mehr entspannen 😀
    Viele liebe Grüße, Jitka

  3. Dankeschön, freut uns sehr 🤗

    Lieber Gruß,
    Nadine

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