Baby-Edition: Muddi will duschen

Welches Elternteilchen kennt das nicht? Das alltägliche Duschen steht an und man weiß nicht so ganz genau, wie man den Knirps bei Laune halten soll, damit man in Ruhe duschen und am besten auch noch seine Haare waschen kann. Eine viertel Stunde Wohlbehagen im Badezimmer müssen bei mir morgens schon sein, sonst fühl ich mich nicht startklar für den Tag. Hier findet Ihr meine Tipps und Ideen, um die Mini-Wellnes-Auszeit auch mit Baby zu genießen.

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Wie in meinem Küchenpost schon erwähnt, legen wir großen Wert auf eine kindersichere Schrankaufteilung in allen Räumen. Die Türen und Schubladen, die der Kleine selbst erreichen kann, brauchten bisher keine Kindersicherungsverschlüsse – die ich im Übrigen bei Freunden selbst immer nicht aufkriege – sondern lediglich ein geduldiges Muttertier, das hinterher wieder das Chaos beseitigt.

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Das erste halbe Jahr verlief bei uns vergleichsweise entspannt, da unser Kleiner erst sehr spät mobil wurde. Soll heißen, in dieser Zeit legte ich ihn in seine Babywippe und konnte mich auch darauf verlassen, dass er nach dem Duschen immer noch an derselben Stelle aufzufinden war. Als er beweglicher wurde, wechselte ich dann von der Wippe zur Spieldecke bzw. Badvorleger. Da konnte er dann drehen und wenden üben, vor sich hin kullern und nirgends herunter oder heraus fallen.

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Mit fortschreitendem Alter und wachsendem Entdeckerdrang passte ich die Umgebung im Bad dann weiter seinem Entwicklungsstand an. Er bekam ein eigenes Bad-Regal, welches offen ist und jederzeit für ihn zugänglich. Neben Utensilien zum Hände waschen, fand er dann hier zum Beispiel ein wenig Badespielzeug, Seifenschaum und einen Spiegel vor. An unzähligen Tagen reichte ihm das völlig zum Auseinandernehmen aus. Vor allem die Sinneserfahrungen mit dem Schaumspender fand er und findet sie bis heute total interessant.

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Nachdem er geschickter mit den Händen wurde, gab es auch die ein oder andere Wundcreme-Orgie *seufz*. Das ließ ich dann aber lieber doch nicht zur Gewohnheit werden, wenn Ihr versteht, was ich meine. Fettcreme von Kind, Spiegel, Wanne und Fliesen abzuwischen macht auch der entspanntesten Mama (/Papa/*) irgendwann keinen Spaß mehr.

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Wie bei anderen Haushaltsverrichtungen auch, stellte ich G statt dessen lieber regelmäßig ein Entdeckungskörbchen hin. Das war in gefühlten 80 % der Fälle DIE Lösung schlechthin für eine problemlose Körperhygiene.

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Manchmal ließ ich ihn selber auch ein wenig planschen und mit Wasserutensilien spielen. Entweder konnte er sein Schränkchen „putzen“ (was sich inzwischen schon verselbständigt hat, wie Ihr hier sehen konntet) …

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… hin und wieder experimentierte er mit unterschiedlichen Objekten (Steine, Korken) oder machte Temperaturerfahrungen (heiß – kalt). Bei diesen Anregungen war ich meist fertig geduscht und angezogen, bevor er überhaupt zu Ende entdeckt hatte.

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Ihr seht, auch mit Kind sollte das tägliche Frischmachen eigentlich gut gelingen. Was ich nicht erwähnt habe: Das Singen unter der Dusche habe ich mir angewöhnt, seit ich mit Begleitung im Badezimmer bin. Denn so hörte er mich, auch wenn wir nicht in direktem Blickkontakt sein konnten. Außerdem sei gesagt, dass man durchaus auch in kleinen Badewannen ohne Duschvorhang duschen kann, wenn man es denn im Sitzen tut.

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So kann ein mobileres Krabbelkind sogar an den Rand heran krabbeln und in Kontakt treten, wenn das nötig ist. Und wenn es mal ein ganz arger Klebetag war (ich meine damit das Kind, das an einem klebt), dann kam der Lütte auch mal kurzerhand mit in die Wanne / Dusche. Vielleicht nicht das erholsamste aller Erlebnisse, aber immerhin waren wir beide danach sauber :o)

Ich hoffe, Ihr konntet ein klein wenig Inspiration mitnehmen. In diesem Sinne wünsche ich Euch von Herzen viele entspannte Duschmomente mit Kind.

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