Baby-Edition: Muddi will kochen

Kürzlich schrieb ich darüber, wie ich unser Kleinkind in die Küchenarbeit einbeziehe. Allerdings war das im ersten Lebensjahr noch nicht möglich, da musste ich mir dann andere Dinge einfallen lassen, um in Ruhe kochen zu können. Hier kommt also meine Top-Fünf-Liste der Beschäftigungen für Babies in der Küche.

1. Schränke ausräumen

Wenn man ein kleines Explorationsmonster in seinem Haushalt beherbergt, ist es absolut ratsam, die unteren Schrankfächer einigermaßen kindersicher zu bestücken. Unser Vorteil war, dass wir etwa 6 Monate nach der Geburt in eine neue Wohnung umzogen -sprich: sämtliche Gegenstände unseres Haushalts einen neuen Platz bekamen- so dass wir beim Einräumen der Regale und Schränke den neuen Mitbewohner direkt mit einplanen konnten. Eine bereits geordnete Wohnung von unten nach oben durchzuarbeiten, um den Kindern möglichst viel Entdeckungsfreiraum zu verschaffen, ist wahrscheinlich kaum weniger aufwendig als so ein Umzug, vermute ich mal.

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In der Folge gab es kaum einen Schrank, an den G nicht selbst hätte dran gehen dürfen. Eine gute Voraussetzung für einen recht entspannten Alltag mit dem Baby. Vor allem das Fach mit den Schüsseln und Deckeln sowie unsere Spülmaschine waren eine ganze Weile lang spannend genug, um mir genug „Freizeit“ zu verschaffen, die ich zum Zubereiten brauchte.

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2. Schublade inspizieren

Wenn der untere Schrank nicht mehr interessant genug war, kam G kurzerhand eine Etage höher an die Schublade. Dafür haben wir dann eine ungefährliche Schublade gehabt und eine andere mit den ganzen Messern drin, an die er nicht ran kam.

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Zwei entscheidende Vorteile dieser Variante: Das Kind ist noch etwas näher dran an der Bezugsperson und kann außerdem Experimente mit der Schwerkraft machen *hihi* (Anmerkung: es versteht sich von selbst, dass in dieser Schublade nichts Zerbrechliches drin sein sollte, denn die Verlockung, den Inhalt auf den Boden runter fallen zu lassen, ist einfach unwiderstehlich).

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3. Körbchen untersuchen

Minimal aufwendiger ist das Vorbereiten eines Entdeckungs-Körbchens.

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Es muss nicht immer zum Küchenthema passen, aber ein paar neue Gegenstände, die das Kind noch nicht kennt oder nicht so oft in den Händen hat, können die Aufmerksamkeit eine ganze Weile in Anspruch nehmen.

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4. Sinneserfahrungen machen

Sowieso, oder? Sinneserfahrungen sind ja quasi genauso wichtig für Kinder wie die Luft zum Atmen selbst. Die Küche eignet sich außerdem meist aufgrund des abwischbaren Bodens für etwas ausuferndere Projekte. Da kann es dann auch mal etwas chaotischer zugehen, vorausgesetzt es passt ins Tagesprogramm.

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Wenn man jedenfalls die Zeit und Energie hat, eine schöne Spielanregung vorzubereiten und hinterher auch wieder aufzuräumen, ist ein entspanntes Kochen dazwischen beinahe garantiert.

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5. Snacken ;o)

Bei so kleinen Kindern stehen ja meist noch etwas öftere Zwischenmahlzeiten an. Wenn es mit der Kochzeit zusammen fällt, kann der Nachwuchs ja schon mal eine Kleinikgeit zu sich nehmen.

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Je sinnlicher die Erfahrung, desto länger ist das Kind dann auch beschäftigt. Auch hier gilt natürlich: Vor- und Nachbereitungszeit muss man dann schon in Kauf nehmen. Ein nicht supervidiertes Snacken führt ja in dem Alter doch desöfteren mal zu einem größeren Sauber-Mach-Aufwand, als wenn man direkt dabei sitzt und die gröbsten Kleckereien schon nebenbei beseitigt.

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Ja, diese kleinen Dinge haben mir im ersten Lebensjahr sehr geholfen, in Ruhe zu kochen und das Kind dabei entspannt -weil beschäftigt- nebenher laufen lassen zu können. Falls Ihr auch noch Tipps habt, wie man sich diese kleinen Freiräume organisiert, freue ich mich über Eure Anregungen!

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