Unverhoffter Hebammensegen

„The best things in life are free.“ Wie wahr dieses Sprichwort ist, habe ich gerade wieder selbst erleben dürfen. Noch vor wenigen Wochen haderte ich mit meinen Aussichten auf die bevorstehende Geburt, doch heute kann ich mich statt dessen voll und ganz entspannen. Ich kann nun das Kindlein entscheiden lassen, welchen Weg es nehmen „will“ und wieder darauf vertrauen, dass alles so geschehen wird, wie es soll…

Was ist passiert?

Zunächst hatte ich mich erst einmal ausführlich darüber schlau gemacht, welche strukturellen Begebenheiten mich in den möglichen Entbindungskliniken erwarten würden. Nach einigen Telefonaten hatte ich für mich die Gewissheit, welche beiden Kliniken hier im Umkreis mein wichtigstes Kriterium am besten erfüllen, nämlich eine durchdachte Unterbringungsmöglichkeit für die Mutter im Falle einer notwendigen Behandlung des Neugeborenen in der Kinderklinik.

Trotzdem blieb der bittere Wermutstropfen bestehen, überhaupt zur Geburt ins Krankenhaus zu müssen und mich dem Glücksspiel auszusetzen, wer mich dort wie betreuen würde. Ich phantasierte hier so im Stillen in Dauerschleife vor mich hin, wie ich es wohl schaffen könnte, so spät wie nur irgend abschätzbar loszufahren, um so kurz wie möglich im Kreißsaal zu verbringen.

Ein Teil von mir plante außerdem schon recht generalstabsmäßig die „ungeplante Hausgeburt“. Ein Paradox in sich, nicht wahr?

Und dann kam der Tag, der alles verändern und mich mit einem Mal von meinen Sorgen und Grübeleien befreien sollte. Es war der Tag meiner osteopathischen Behandlung und es stellte sich heraus, dass nicht nur die Therapie selber ein wahrer Segen für mich und mein Iliosakralgelenk war, sondern vor allem der Geheimtipp, den ich am Ende noch von der Kollegin erhielt.

An diesem herrlichen Frühsommertag fuhr ich nämlich mit der Telefonnummer einer Hausgeburtshebamme in der Tasche heim, welche anscheinend nur noch einige wenige Geburten begleitet und damit auch in keiner Liste mehr geführt wird.

Ich wollte meine Hoffnungen natürlich nicht zu hoch schrauben, war ich doch mitten in der 27. Schwangerschaftswoche und damit eigentlich viel zu spät dran. Aber Zuhause angekommen, griff ich dennoch sofort zum Hörer und sprach dieser Hebamme auf ihren Anrufbeantworter. Wenig später meldete sie sich auch schon zurück und nach einem kurzen, aber sehr netten Gespräch war klar: Sie kann mich wirklich noch annehmen und sie kommt in der Woche drauf gleich zum Kennenlernen bei uns vorbei.

Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und bis sie dann leibhaftig vor meiner Tür stand, wagte ich dem Ganzen auch noch nicht so richtig zu trauen.

Aber ich sollte nicht enttäuscht werden.

Der Hausbesuch verlief durch und durch positiv. Die Chemie stimmte auch einwandfrei. Und nun ist es besprochen und ausgemacht: Ich habe doch noch eine Hausgeburtshebamme gefunden und kann wahrhaftig hier bei uns daheim in Ruhe gebären, so wie ich es mir die ganze Zeit gewünscht habe. Eine Vertretung hat die Hebamme sogar auch noch. In der heutigen Zeit ist das bei unserer geburtshilflichen Versorgungslage in Deutschland so gut wie sechs Richtige plus Zusatzzahl!

Nun freue ich mich von ganzem Herzen auf alles, was da vor uns liegt und flüstere dem Popcörnchen in meinem Bauch täglich gut zu. Es wäre einfach traumhaft schön, wenn sich dieses Kindelein zur rechten Zeit auf den Weg ans Licht der Welt machte und wir eine entspannte Geburt mit unserer eigenen Hebamme erleben dürften.

Jetzt heißt es für mich nochmal neu schauen und mit Bedacht sortieren, wen wir am besten zu diesem großen Ereignis einladen werden, damit auch der große Bruder währenddessen gut versorgt ist und die Ankunft des neuen Familienmitgliedes ein wahrhaft frohes Fest werden kann.

Danke, liebes Universum! Egal, was nun auch geschieht, ich werde es sicherlich gut annehmen und mit dem Strom schwimmen können.

3 Kommentare bei „Unverhoffter Hebammensegen“

  1. Oh super, das freut mich sehr! Ich wünsche Dir eine schöne und komplikationslose Geburt mit für Dich stimmigen Personen um Dich!
    Ganz liebe Grüße!

  2. Ach cool, das freut mich riesig für dich!! Dann drücke ich die Daumen, dass alles gut laufen wird 🙂

  3. Ich danke euch! Bis jetzt schaut alles gut aus!

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