Frühling, Fiebertage und erste Klopfzeichen

Huhu, es gibt mal wieder ein kleines Bauch-Update von mir! Ich befinde mich mitten im 4. Monat und nun ist mein „Zustand“ nicht mehr zu übersehen. Genau wie beim ersten Mal zeigt sich mein Bauch auch dieses mal schon sehr früh und die ersten Klamotten wandern in die Irgendwann-wieder-Kiste ganz unten im Schrank.

Nachdem meine Shoppingtour auf den Kinderflohmärkten von vollem Erfolg gekrönt war, habe ich jetzt schon fast die gesamte Baby-Erstausstattung aus 2. Hand daheim. Mit dabei waren zum Beispiel eine sehr gut erhaltene Baby-Autoschale für schlappe 10 Euro und eine Babytrage für gerade mal 20 Euro. Und natürlich fand ich neben den üblichen Bodies und Schlafsäckchen auch ein wenig passende Umstandsmode für mich selbst.

So habe ich neben ganz wenigen Neuanschaffungen in Sachen Schwangerschaftsklamotten einen großen Anteil der Ausstattung gebraucht kaufen können, was Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen erfreuen dürfte. Wie man auf die Idee kommen kann, sämtliche Babywäsche neu zu kaufen, leuchtet mir unter diesen Umständen wirklich nicht ein.

Wie gesagt, wächst mein Bäuchlein nun auch schon sichtbar und Anfang der Woche habe ich dann auch tatsächlich die allerersten zarten Kindsbewegungen wahrgenommen. Dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich schön, ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und eigentlich später damit gerechnet. Aber beim ersten Kind war es bei mir in der 17./18. Woche soweit. Da passt es durchaus, dass sie dieses Mal schon gute 2 Wochen früher spürbar geworden sind.

In den nächsten Tagen habe ich meine zweite Hebammenvorsorge, bei der wir dann sicher auch die Herztöne ableiten werden. Ich genieße die Schwangerschaft sehr und meine Übelkeit sowie Müdigkeit haben sich inzwischen komplett verflüchtigt.

Froh bin ich auch darüber, dass G inzwischen merklich besser verdaut hat, dass er ein Geschwisterchen bekommen wird. Tagsüber kommt es manchmal von ihm, manchmal auch von mir zur Sprache. Die Fragen und Ideen seinerseits sind nicht mehr so schrecklich negativ und abends wünschen wir uns jetzt immer gegenseitig und zuletzt auch Pipoka eine gute Nacht. Alles in allem scheint er sich doch langsam mit der Situation zu arrangieren.

Leider hatte der Junge in den letzten Wochen doch mal wieder mit grippalen Infekten zu kämpfen. So war er an einigen Tagen nicht im Kindergarten. Die zusätzliche Mama-Exklusivzeit tut uns beiden aber gerade auch ganz gut, glaube ich.

Ein bisschen Probleme hatte ich bei meinen wechselnden Essgelüsten damit, meine vegane Diät beizubehalten. Ich hatte wochenlang wahnsinnig Lust auf Naturjoghurt und körnigen Frischkäse. Und ich habe dem nachgegeben, da ich gerade am Anfang durch die Übelkeit nicht alles uneingeschränkt essen wollte. Jetzt werde ich aber schauen, dass ich meine Eiweißquellen auch wieder mehr im pflanzlichen Bereich finde. Allerdings ist mein Verdauungssystem etwas empfindlich, seit meine Gebärmutter angefangen hat, sich Platz im Unterbauch zu schaffen. Deswegen bin ich mit Hülsenfrüchten noch etwas sparsam unterwegs. Na, mal sehen, wie ich da die Waage für mich finden werde. Meine Eisen-Parameter und auch sonstigen Bluwerte sind jedenfalls alle tiptop!

Da ich im Mai unbedingt einen gründlichen Ultraschall durchführen lassen möchte, habe ich mir jetzt für Mitte April einen Termin bei meiner Frauenärztin geben lassen. Ohne Überweisungsschein kostet die Feindiagnostik nämlich ca. 200 Euro. Wenn ich diese Ausgabe vermeiden kann, wäre ich natürlich nicht undankbar. Ich möchte ja so wenig wie möglich Untersuchungen in Anspruch nehmen, aber das Organscreening ist für mich für die Wahl der Geburtsklinik wirklich wichtig.

Ich bin gespannt, aus welchem Holz meine Ärztin geschnitzt ist. Ob es sich um eine gute Frauenärztin handelt, merkt frau ja meist erst in der Zeit der Schwangerschaft. Wird sie meine Entscheidung zur Hebammenvorsorge anstandslos akzeptieren oder versuchen, Druck zu machen? Wird sie meinem Wunsch nach einer Überweisung zum Ultraschallspezialisten nachkommen oder sich dagegen stellen? Diese Gedanken stressen mich schon ein wenig, gebe ich zu. Ich bin leider nicht besonders gut darin, für mich und meine eigenen Interessen einzustehen, wenn ich auch nur leichten Gegenwind bekomme.

Ich werde froh sein, wenn dieser Termin hinter mir und nicht mehr vor mir liegt, so viel ist sicher. Hoffentlich erwartet mich ein positives Erlebnis bei der Ärztin, das wäre doch wirklich schön, oder?

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