Stulpen mit Dinokrallen für die Faschingsparty

Ach herrjeh, jetzt ist die Faschingswoche schon in vollem Gange und ich habe es immer noch nicht geschafft, die Anleitung für unsere Krallenstulpen zu verbloggen! Also, auch wenn es für dieses Jahr sicher schon zu spät ist, vielleicht könnt ihr sie ja zu Halloween oder bei einem anderen Kostümfest gebrauchen?

Das Schnittmuster für unser Dinosaurierkostüm hatte ich glücklicherweise noch zur Hand, es handelt sich im Grunde um eine Variation unseres Drachenkostüms. Ohren durfte ich diesmal keine dran machen, es sollte ja so realistisch wie möglich sein. Beim Nähen lief diesmal auch alles ziemlich glatt. Es machte mir auch super Spaß, so etwas Schönes zu kreieren, muss ich zugeben.

Was jedoch noch zum Dinoglück fehlte, war eine (möglichst einfache und) praktische Lösung für die Krallenfrage. Zwei Krallen pro Klaue sollten es sein, schließlich handelt es sich ja um einen Tyrannosaurus Rex (mit ein paar Extra-Zacken dank Mutters Überredungskunst).

So richtig fündig wurde ich im world wide web aber nicht und so entschied ich mich, diese Stulpen mit Daumenloch entsprechend abzuwandeln, damit sie zum Kostüm passten. Das Video ist super gut gemacht und sollte auch Anfänger*innen keinerlei Probleme bereiten, denke ich.

Das Schnittmuster habe ich in Originalgröße ausgedruckt, da ich einen nicht dehnbaren Stoff verwendet habe. Bei Bündchen- oder Stretchstoff müsste man für Kinderhände vielleich ein wenig verkleinern!



Folgende Materialien habe ich verwendet:


  • 2 verschiedene Stoffreste (Außenstoff und Futterstoff vom Kostüm)
  • Schwarzen Filz
  • Passendes Nähgarn, Schere, etc. pp




Die Krallen habe ich folgendermaßen aus 2 Teilen Filz gemacht: Ein Teil ist nur die Kralle (Dreieck) und der zweite Teil hat unten noch eine Verlängerung von 2 x 2 cm dran, womit sie dann in die Stulpe eingenäht wird. Beide Dreiecke habe ich von Hand – so nah am Rand wie möglich – zusammengenäht. Die Öffnung zum Fingereinschieben ist nach dem Nähen ca. 1,5 cm breit.

Die Krallen habe ich an der rechten Seite des Außenstoffs fest geheftet, damit nichts mehr verrutscht. Wichtig ist, dass ihr die Krallen spiegelverkehrt an der zweiten Stulpe anbringt, damit eine rechte und eine linke Stulpe entsteht. Rechte Seiten zusammen legt ihr dann die ausgeschnittenen Stoffteile für innen und außen aufeinander und steckt sie ebenfalls gut fest.

Nun werden mit einem mittelengen, eher elastischerem Stich die beiden Seitennähte geschlossen. Danach wird der „Schlauch“ zusammengefaltet, wobei nun Innenstoff auf Innenstoff und Außenstoff auf Außenstoff mit der rechten Seite zusammen landet.

Die Markierungen für die Daumenlöcher und die Wendeöffnung (im Futter) liegen nun alle schön aufeinander. Das Zusammennähen der Runde, mit Aussparen der 3 Öffnungen gelang kinderleicht. Etwas knifflig wurde es beim Bearbeiten des Daumenloches. Aber mit ein wenig Fummeln klappte das auch gut genug, um am Ende als „sauber“ durchzugehen.

Nach dem Wenden wird die Wendeöffnung noch von Hand geschlossen, am besten mit dem Matratzenstich. Besonders schön muss es aber nicht werden, denn die Naht sieht man hinterher ja nicht mehr!


Und hier sehr ihr das Endergebnis der Aktion, die alles in allem bloß eine gute Stunde gedauert hat! Mein Lütter war an diesem Tag nur noch als Dinosaurier zu sehen – und zu hören ! Uaaaaahhhhhhh!

Jetzt kann der Dino losgelassen werden!

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