Lebensgarten Steyerberg Teil 2

So, nun folgt noch kurz der zweite Teil des Berichts unserer Erfahrungen im Lebensgarten. Hier wollte ich eigentlich nur mal schildern, welche Hilfe wir anbieten konnten, und wie sich das auf unser Ankommen als Schnuppergäste ausgewirkt hat.

Genialerweise haben wir gleich am ersten Tag unseres Aufenthaltes erfahren, dass zur Zeit ein größeres Bauprojekt im Gange ist: Auf dem Gelände des Anbaubetriebs wird ein Erdgewächshaus errichtet und T bot gerne direkt seine Hilfe hierbei an.

So kam es dann also, dass T ab Tag 1 voll involviert war in dem Projekt und das ging auch über die erste Woche noch hinaus. Erst zum Ende unserer Zeit gab es an der Baustelle Verzögerungen und T begann dann noch im Gemüseanbau mitzuhelfen.

Da die Arbeit dort nicht ganz so schwere körperliche Arbeit war, tauschten wir auch nochmal die Rollen, so dass T mit G die Gegend etwas erkunden konnte.

Neben dieser „Hauptarbeit“ fanden sich aber auch noch kleine Nischen im Privaten (am Haus, beim Räumen o.ä.), wo wir Leuten aus der Gemeinschaft gegenseitig Hilfe anbieten konnten. Es fiel uns erstaunlich leicht, immer jemanden zu finden, der uns bereitwillig half unsere eigenen Bedürfnisse (Wasser, Wäsche waschen etc.) zu erfüllen.

So fühlte sich der gesamte Aufenthalt sehr rund und stimmig für uns an, da wir in einem gegenseitigen Wechselspiel aus Hilfe anbieten und Hilfe Annehmen waren. Ich hoffe, diese Erfahrung lässt sich in Zukunft wiederholen, wenn wir wieder auf neue Menschen in neuen Konstellationen treffen.

Dass wir uns nicht als Kunden fühlen wollen, habe ich ja schon erwähnt – und im Lebensgarten Steyerberg fühlten wir uns tatsächlich super schnell willkommen, angenommen und integriert. Ein guter Auftakt für unsere Orientierungstour.

Von hier aus fuhren wir dann als nächstes in die Gegend um Kassel, da wir uns für ein Treffen von Kommuneninteressierten angemeldet hatten. Davon berichte ich dann morgen.

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