Durch ein längeres Gespräch mit einem anderen Gast des Lebensgartens, sind wir kurz vor knapp noch auf das „Los geht´s“ aufmerksam geworden. Super spontan sagte unser beider Bauchgefühl „JA!“ und so meldeten wir uns last minute noch zu dem Event vom 20.-24.7. in Zierenberg an.

Wie wir quasi zeitgleich erfuhren, wollte ein junger Kerl, der zur Zeit ein Praktikum im Lebensgarten absolvierte, ebenfalls aufs Los geht´s. Der hatte noch keine Pläne für die Fahrt gemacht und so konnten wir unser WoMo direkt als Mitfahrgelegenheit anbieten. Durch den starken Sturm und Regen in der Reisenacht teilten wir dann auch noch unseren Schlafraum mit dem neu gefundenen Gefährten. Und zum Glück hatten wir alle sofort große Sympathie füreinander, so dass bereits dieser Beginn des neuen Abschnitts unserer Reise eine glückliche Fügung darstellte.

Da wir mit die ersten Übernachtungsgäste waren, konnte T auch sofort anpacken und beim Aufbau der Seminarzelte mithelfen. Außerdem konnten wir dadurch einen super Stellplatz ergattern, was bei der Länge vom WoMo und unseren Vorerfahrungen mit Sandboden auch gut für unsere (vor allem T´s) Nerven war.

Die Vollverpflegung war einfach super lecker, viel regional-saisonales Gemüse wurde abwechslungsreich zubereitet. Wir entschieden, dass G mich als Sicherheitshafen erstmal behalten sollte und somit konnte T komplett an den Vormittagsrunden seiner Bezugsgruppe teilnehmen.

Ich fand mich in einem interessanten Workshop am Nachmittag wieder und verbrachte sonst die meiste Zeit mit G in der Nähe des Kinderzeltes. Die Betreuung für die Kleinen war super gut organisiert und es gab ein herrliches Rahmenprogramm für groß und klein. Unter anderem sah ich die beste, unglaublichste Feuershow, die ich je erlebt habe!

Unser persönliches Fazit nach dem Treffen war -außer dass wir uns ein wenig planlos fühlten – dass wir ein paar Dinge für uns erkannt hatten:

Eine kleine Gemeinschaft, insbesondere eine, die sich gerade erst in Gründung begibt, kommt für uns erstmal nicht in Frage.

Zwei Familien haben wir kennen gelernt, mit denen wir gerne in Kontakt bleiben wollen, da auf allen Seiten Sympathie bestand und das gemeinsame Hinziehen in ein Projekt, das für alle passen würde eine interessante Option wäre, auf einen Schlag mehr Kinder an einen Ort zu bringen.

Eine größere Kommune, die wir gerne besucht hätten, konnten wir nach einem persönlichen Gespräch mit einem der Bewohner von dort direkt von der Liste streichen. Denn unsere Situation und die Art, wie wir gerade in Kontakt treten können, passt nicht zu deren Regeln und Prozedere.

Außerdem bekamen wir noch eine Adresse für ein Projekt in Spanien genannt – eine Spur, die wir wahrscheinlich wirklich verfolgen werden.

Trotzdem habe ich gemerkt, dass so ein großes Event mir zur Zeit einfach zu unruhig ist und ich die vielen Informationen gar nicht richtig verarbeiten kann. Für den Jungen ist es ebenfalls ein Unsicherheitsfaktor. Von daher freue ich mich darauf, bald wieder einzelne Gemeinschaften aufzusuchen und mit mehr Ruhe und Langsamkeit zu reisen, zu erfahren und zu lernen.

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