Mein erstes Selbstexperiment: Minimalismus durch Verschenken

Sehr Ihr diese leere Pappkiste hier? Sie wird ab dem 1. April mein täglicher Begleiter sein und das ist kein Aprilscherz! Ich habe vor, mein erstes Selbstexperiment zu wagen. Einen Monat lang werde ich mich jeden Tag von 10 Dingen aus meinem Besitz trennen. Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich sehr auf diese Zeit des Loslassens und Ballast-Abwerfens.

Meinem Mann habe ich vorsichtshalber gesagt, es seien 5 Gegenstände jeden Tag. Ihm brach schon bei der Idee an sich der kalte Schweiß aus. Ich musste ihm hoch und heilig versprechen, nur meinen persönlichen Besitz und maximal unnötige Dinge von G weg zu geben. Es ist definitiv eine große Herausforderung, wenn der Partner / die Partnerin nicht ganz so mitzieht, was den Gedanken von einem minimalistischeren Leben anbelangt. Aber da übe ich mich in Geduld und Toleranz, bis der Tag kommt, dass der Übersee-Container bestückt werden soll. Dann wird auch mein armer Gatte sich von so manchen lieb gewonnen Gegenständen trennen müssen, fürchte ich.

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Aber zurück zum Experiment: Wie gesagt, möchte ich 10 Sachen pro Tag aus meiner Wohnung / Dachboden / Keller entfernen. Im Idealfall werde ich diese Dinge dann hier oder hier abgeben können. Die Sache mit den Ebay Kleinanzeigen fühlt sich zwar nicht völlig verkehrt an, aber ich möchte auch wirklich einen guten Teil meines Besitzes an Menschen verschenken, die es einfach nötiger brauchen als ich selbst.

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Was nicht mehr funktionstüchtig oder zu herunter gekommen ist, kommt dann wohl leider in die Mülltonne. Schließlich möchte ich nicht, dass häßliche Staubfänger oder unnützer bis kaputter Klimmbimm ein anderes Wohnzimmer zumüllt als mein eigenes.
Um mein Experiment gleich noch ein wenig nachhaltiger zu gestalten, nehme ich mir außerdem vor, in diesem Monat auf sämtlichen Konsum zu verzichten. Das heißt im Klartext, ich werde außer wirklich lebensnotwendigen Einkäufen (das bedeutet im Prinzip nur Essen), nichts Neues anschaffen. Somit sollte meine Konsumbilanz am Ende des Monats bei Minus Dreihundertzehn Gegenständen liegen. So der Plan.

Mal sehen, wie sich dieses Loswerden anfühlen wird. Meine momentane Prognose ist, dass es erleichternd und ganz wunderbar werden wird. Das Nichts-Neues-Kaufen ist da schon ein wenig beunruhigender. Aber erstens bin ich ja schon länger auf dem Weg des reduzierten Konsumierens und zweitens habe ich diese Woche hier viel Inspiration und vor allem Motivation gefunden, mich selbst etwas ernster zu nehmen und meine Ziele auch wirklich umzusetzen.

Ich werde Euch hier gerne auf dem Laufenden halten. Und was steht bei Euch zur Zeit an? Gibt es interessante Herausforderungen und/oder Veränderungen, die Euch bevor stehen?

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