Erinnert ihr euch noch an meinen Post über die sensiblen Phasen? Das nächste Thema, dass G bereits seit über einem halben Jahr intensiv bearbeitet, sind Ballons und Bälle in jeder Form. Ich sage schon, die Luftballons sind sein 6. Sinn, um die Welt zu entdecken. Mit zunehmendem Umweltbewusstsein wächst auch mein Zwiespalt in Bezug auf die kurzlebigen Gummidinger. Aber meinem Kind sein allerwichtigstes Arbeits-, Lern- und Spielzeug vorenthalten? Das kann ich irgendwie auch nicht.

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Es begann alles so harmlos: Ein paar Luftballons zum 1. Geburtstag, um G eine Freude zu machen – denn schon damals war der Kleine von allem fasziniert, was nach Ball oder Ballon aussah.

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Zu dieser Zeit war es noch völlig in Ordnung, dass es manchmal Ballons gab und manchmal waren sie nicht da. Die Welt war sowieso noch überwältigend genug. Und außerdem ging es ja erstmal um die Scheiben und Kreisel, die es zu beherrschen galt.

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Doch mit fortschreitendem zweiten Lebensjahr verlagerte sich dann das Interesse mehr und mehr. Die Oma schaffte es tatsächlich, fest verknotete Ballons mithilfe eines Stöckchens wieder aufzudröseln. Ab diesem Moment versuchte auch G täglich, dies zu schaffen. Viele Momente der Enttäuschung und Frustration mit eingeschlossen.

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Ich weiß nicht mehr, wie viele Ballons ich wie oft aufgepustet, geschweige denn wie oft ich unsere verschiedenen Bälle mit der Luftpumpe gefüllt habe. Nach und nach versuchte G alles dies auch selbst zu schaffen. Und er wurde durchaus auch immer geschickter.

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Mittlerweile kann er große und kleine Bälle mit dem richtigen Schlauch bestücken, die Pumpen bedienen, wenn ihm auch manchmal die Geduld fehlt, bis zu Ende aufzupumpen. Aber dafür gibt es ja Mama, Papa oder sonst ein Familienmitglied, dass sich für diese Aufgabe einspannen lässt. Seine Gebärden-Verbal-Sprache ist einfach zu niedlich: „Ma-Ma“ -Zeigen auf den Ball- Zeigen auf den Mund- „fff fff fff“. (= „Mama, puste den Ball auf!“)

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Seit seinem zweiten Geburtstag kann er die Ballons endlich selber aufpusten. Das ist ein absoluter Fortschritt. Zwar quietscht es zur Zeit ständig, wenn er mit dem Luft-Ablassen herum experimentiert und so mancher feuchter Luftstrom traf mich schon im Gesicht (Sooo lustig, wenn die Mama quiekt; sie freut sich ja immer so, wenn sie angepustet wird!), aber das ist mir tausendmal lieber als das ständige Pusten und Pumpen…

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So ist es denn. Der Ballon ist zum Markenzeichen unseres Sohnes geworden. Wusstet ihr, dass man diesen auch in Gläser, Becher, und durch Ringe hindurch aufblasen kann? Oder dass eine Handvoll Luftballons in der Badewanne den Whirlpool quasi ersetzen? Ganz zu schweigen davon, dass man die kleinen Dinger auch mit Joghurt füttern und ihnen die Milchflasche zum Trinken anbieten kann. Ähem. Ich hoffe, ihr hattet Vergnügen bei diesem kleinen Ausflug in die Welt meines Zweijährigen!

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