Lektion eins: Hacken und Jäten

Heute waren wir seit Beginn der Saison schon das zweite Mal auf unserem Ackerstück.
Beim ersten Mal bin ich alleine hin gefahren und habe es so abgepasst, dass G seinen Mittagsschlaf im Kinderwagen gemacht hat und ich in dieser Stunde ganz in Ruhe arbeiten konnte.
Zuallererst musste ich mir anhand des Anbauplanes noch mal einen Überblick verschaffen.

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Die Reihen, in denen bereits Pflanzen gesät oder gepflanzt wurden, habe ich mit kleinen Holzpfälen markiert. Idealerweise helfen mir diese Markierungen, die empfindlichen Saatreihen nicht zu zerstören, wenn ich mit meinem Übereifer loslege, die Erde umzugraben.

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Ich war positiv schockiert darüber, wie viel Freude mir die Gartenarbeit von Anfang an gemacht hat.
Ich gebe zu, meinem Gesicht sieht man das auf dem Bild nicht so an, aber wenn ich mich besonders doll auf etwas konzentriere, sehe ich oft so verkniffen aus. Das hat nichts mit meiner inneren Stimmungslage zu tun!

Ich glaube, ich bin den Anweisungen der Profis ziemlich gut nachgekommen: Die Hacke sollte immer von der Saatreihe weg bewegt werden. Je sicherer man im Umgang wird und je genauer man weiß, wo die Samen / Jungpflanzen sich befinden, umso näher kann man heran. Der erfahrene Bauer schafft wohl bis zu 2 cm an die Reihe heran zu gehen. Bei mir waren es eher 5 cm, aber immerhin. Die leeren Beete habe ich genüßlich durchgehackt und durchgejätet. Das ist wie ein kleines Workout und Aggressionsabbau in einem. Tatsächlich habe ich nach der ersten Arbeitsrunde auf dem Feld einen sanften Muskelkater verspürt, vor allem in den Flanken und Oberschenkeln.
Unsere Parzelle sieht dank meines Elans am äußeren Ende nun leider etwas wild und ausgefranst aus, aber ich hoffe, das pendelt sich noch etwas ein, wenn die Blumen dort richtig gut gewachsen sind.

Beim Jäten ist es wichtig, die Un- oder Beikräuter durch kräftiges Schütteln von der Erde zu befreien und sie so nackig oben auf die lockere Erde drauf zu legen, dass die Wurzeln keine Chance mehr haben, an Nährstoffe und Wasser heran zu kommen. Die Quecken sind die bislang größte Herausforderung für mich. Die sitzen nämlich verdammt fest im Boden und wenn man sie nicht samt ihrer dicken Querwurzel entfernt, vermehren sie sich und wachsen weiter munter drauf los. So klauen sie leider den armen Gemüsepflänzchen die ganze Nahrung. Ich habe sie relativ schnell erkennen gelernt und eine Technik aus vorsichtigem Erde-Anhacken, gefolgt von dem noch vorsichtigerem Mit-der-Hand-Herausdrehen entwickelt. Damit kam ich dem größten Teil der Schmarotzer bei und bin guten Mutes, dass es auch so weiter geht.

Drückt mir die Daumen, dass ich mehr Nutzen als Schaden anrichte!
Habt ihr noch ein paar Tipps und Tricks auf Lager? Dann immer her damit! Ich bin für jede Unterstützung dankbar.

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