Mein erstes Beet

„Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn die Saat aufgeht!“ Unglaublich, aber wahr: Ich habe mein erstes Gemüsebeet angelegt. Jippii. Zum Glück hatte ich meine Gartenhelferlein dabei.

Ratet doch mal, auf welchem Standort ich nun, also Mitte März, mit dem Gärtnern begonnen habe! Mein zuletzt entdecktes, frei von jeglicher Erwartung gebliebenes „Experiment“ war’s.

Am Vortag war die Sonne nämlich so schön heraus gekommen, da war mein Gartenfieber schnell geweckt. Ganz aufgeregt holte ich mir meine last minute Inspirationen, für die Saatgutauswahl.

Die Kinder fragten sich wahrscheinlich, warum ich so aufgeregt wie ein Huhn umher wuselte. Samen, Beschriftung, Vlies und Urgesteinsmehl packte ich ein. Im Gegensatz zu den anderen Orten fehlt mir hier ja jede Übersicht und Planung, da ist Spontaneität und Flexibilität gefragt.

Für den Fall, dass der Boden dafür passen könnte, gab ich den Möhrensamen den ultimativen Aufwachkick: Eine Minute in heißes Wasser (ca. 50°C) tunken, damit die ätherischen Öle sich lösen. So kann der Samen besser keimen. Danach in Heizungsnähe trocknen lassen und rein in die Gartentasche!

Kurz vor der Abfahrt entschied ich mich spontan, auch noch vier von meinen prächtigen Salatpflanzen mitzunehmen.

Die kamen dann natürlich gleich als erste in die Erde.

Für diese Schätzelein fand ich ein super Quartier: Das Frühbeet ist eigentlich ein kleines Hochbeet, auf welches einfach ein altes Fenster samt Rahmen oben drauf gelegt wird. Zunächst musste das Beetbett ordentlich von den winterlichen Beikräutern befreit werden. Salat ist ja eher anspruchslos, da musste ich mir über Düngung keine Gedanken machen.

So kam der Salat auch schon direkt ins Beet, nicht zu tief, wurde leicht angegossen und bekam sein schickes Fenster oben drauf.

Weiter ging es mit dem Umgraben und Auflockern der Stelle für meine Direktaussaaten. Der Boden erschien für Möhren nicht gut geeignet, zu schwer, zu brockig, zu fest in der Tiefe. Also entschied ich mich stattdessen für Anfängersorten wie Radieschen, Spinat, Dicke Bohne und den Knoblauch. Spinat und Knoblauch bekamen vor der Saat rasch noch einen Schwung Urgesteinsmehl in die Erde eingestreut.

Wieder gab es viel Hilfe von meinem Team…

Und als der Himmel sich kurz darauf tüchtig zuzog und wieder leichter Schnee fiel, da kam noch schnell das kuschelige Vlies darüber. Radieschen und Bohnen habe ich frei gelassen. Mal sehen, wie ihnen das bekommt.

Gute Reise, ihr kleinen Abenteurer! Wir sehen uns bald!

Achja und mein Highlight der Woche war die erste Stiege Eier von den Damen in der „Permakultur“, die haben nämlich fleißig angefangen zu legen. Ostern ist gerettet!

Und letztes Achja: Sind das nicht vielversprechende Kartoffelkeime? Ich würde sagen, Ja!

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