Kartoffeln keimen lassen, Salat pikieren und das Biodüngerexperiment

Der März ist da, mit ihm auch schon viele Sonnenstrahlen, die wir genießen und aufsaugen. Das Leben findet wieder viel mehr draußen statt! Auch unser schickes Lastenrad durfte schon einige Male aus dem Stall heraus. Was hier Ende Februar und Anfang März mit der Gemüseanzucht los war, lest ihr hier…

Ich glaube inzwischen, dass ich die Salatkeimlinge etwas zu früh pikiert habe. Man soll anscheinend warten, bis die ersten echten Blätter nach den Keimblättern da sind, das habe ich aus lauter Übereifer nicht abgewartet.

Auch erschienen mir die Eierkartons nicht groß genug für die Pflänzchen, welche unten im Keller in unserer Jungpflanzenstation schon gut am Wachsen waren. Also habe ich sie mitsamt der Erde nochmal umgetopft, immer zwei zusammen in so etwas größere Pflanzabteile. Ich hoffe, das reicht nun bis zum Ausbringen ins Freiland in 4 Wochen.

Dann sind sie wieder in den Kellerraum gewandert, wo mittlerweile kein Platz mehr ist bei all den Töpfen und Schalen. Hier wachsen und gedeihen Porree, Erdbeeren, Paprika, Physalis, Salat und Kohlrabi Seite an Seite. Bei der Physalis sind bisher nur 2 Samen aufgegangen, weshalb ich nochmal eine zweite Runde, diesmal mit kochendem Wasser (Geheimtipp!), zur Keimung eingeladen habe. Mal schauen, ob die das wirklich besser anregt und ob sie dann noch rechtzeitig gedeihen, um dieses Jahr Früchte zu tragen. Anfang März ist für sie eigentlich fast schon zu spät. Sie werden bei uns ja im Gewächshaus stehen, deshalb dachte ich, ich gebe ihnen noch diese Chance, vielleicht schaffen sie es ja doch.

Und nun sind auch noch die Kartoffeln für den „Acker“ eingezogen und dürfen mit etwas feuchter Erde und Lichtbestrahlung vorkeimen, bevor sie im April dann eingepflanzt werden können.

Gestern waren wir dann bei unserem „Experiment“, wo ich die Beete inspiziert habe, welche ich benutzen darf.

Auch sammelte ich dort Becherweise Schafsköttel ein. Mit denen starte ich mein Biodüngerexperiment. Ohne Urin sind diese Ausscheidungen ja nicht so „scharf“ und brauchen hoffentlich keine langwierige Kompostierung, um als Dünger genutzt werden zu können.

Ich habe die drei Eimer jetzt mal zum Einweichen auf dem Balkon stehen und hoffe, dass sich die Köttel in den nächsten Wochen zu einer Jauche auflösen, die ich dann verdünnt für die Starkzehrer unter meinen Gemüseschätzchen nutzen kann.

Nächste Woche werde ich dort wahrscheinlich schon mal mit der Beetvorbereitung beginnen und mir ein paar Gedanken machen, wie ich den Platz nutzen möchte. Die anderen Standorte sind da momentan noch nicht dran, beim Standort „Permakultur“ fehlt ja noch der gesamte Aufbau und beim „Klassiker“ kümmert sich jemand anders um Kompost und Mist, der jetzt vorab in die Erde gebracht wird.

Ich kann jetzt schon sagen, das Projekt Selbstversorgung nimmt gut Fahrt auf und ist wahrer Balsam für meine strapazierten Nerven. Denn die Welt da draußen nimmt ja an Absurdität, Irrationalität und Bedrohlichkeit derzeit eher noch weiter zu als ab. Ich fürchte, das wird sich auch so schnell nicht mehr ändern. Da brauche ich einen guten Anker, sinnvoll an unserer Unabhängigkeit und Souveränität zu arbeiten und eine alternative Versorgungsperspektive für meine kleinen Lieblingsmenschen zu erschaffen.

Was steht im März bei euch an?

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