Wurm-Update #2 (Fliegen-Update)

Ohjeeeohjeeeohjeeee. Fragt mich mal bitte, wie oft ich in der vergangenen Woche bereut habe, mir einen Wurmkomposter angeschafft zu haben! Äh, wieviele Tage hat die Woche nochmal? Sieben… Und wieviele Stunden der Tag….24…..Hmhmhmh… Fünf im Sinn… Also die Antwort lautet: Ich habe es mindestens 100 Mal bereut, das läuft dann so ungefähr auf stündliches Bereuen während der Wachphasen hinaus.

CALL ME…
…THE WANNABE-VEGAN…

Die Sache mit den Fruchtfliegen hat nun wirklich ein nahezu unerträglich lästiges Maß erreicht, muss ich leider gestehen. Am Anfang hatte ich ja noch die Hoffnung, dass das Bedecken mit Zeitungspapier bzw. dann im Verlauf mit dicken Hanfmatten ausreichen würde, die Population gering zu halten. Der Plan ging leider nicht auf.

Irgendwann hatten wir dann so an die 100 Fliegen am Tag in der Küche und da diese eine Verbindung zum Wohnzimmer hat, auch da. Dann auch im Rest der Wohnung. Es ging mir echt tierisch auf den Keks, das könnt ihr mir glauben.

T machte den Vorschlag, sie durch Auskühlen in ihrer Fortpflanzung zu stoppen und da die Kompostwürmer bis zu 5°C halbwegs gut überleben können, stellten wir den Komposter eine Woche lang auf den Balkon raus.

…BUTCHER…
…OF FLIES

Draußen ging die Temperatur nachts dann auch tatsächlich so auf 5-7°C runter und wir begannen zu hoffen, dass die Methode Erfolg zeichnen würde. Leider lagen wir falsch damit. Unser Balkon wurde zum Fliegenparadies, denn wir ließen die Tiere draußen ja in Ruhe, wo wir sie in der Küche mit verschiedenen Variationen auszumerzen versuchten.

Es schwirrten am Ende mindesten 500 kleine Viecher da draußen herum, wohl eher mehr. So ging es also auch nicht weiter. Bei jedem Balkonöffnen kam ein Stoß herein, vom Biomüll einspeisen will ich gar nicht anfangen. Örks hoch 10.

Dann stand die Kiste erstmal wieder in der Küche. Wir schlugen uns tapfer mit Zeitungspapierdecke, Spülifalle, Elektroschläger, Staubsauger und Mückenlampe durch, aber ein Ende war nicht absehbar. Im Kasten wimmelte es von tausenden kleiner Fliegeneier und Larven und meine Verzweiflung wuchs und wuchs.

„Was haben wir diesmal schon wieder falsch gemacht?“ fragten wir uns. Anscheinend ist so eine Wurmbox doch nicht ganz so simpel und selbsterklärend zu betreiben, wie ich dachte! Also versuchten wir es mit einer etwas gründlicheren Pflege-Einheit für unseren Kompost.

Wir trugen das ganze Teil also wieder auf den Balkon raus und wälzten die gesamte Masse mal ganz gründlich durch. Dabei sahen wir, wie herrlich viel gute Wurmerde schon entstanden war und wie agil die vielen Würmlis unterwegs waren. So schöpften wir noch mal neue Hoffnung für das Projekt.

Die frischeren Abfälle gruben wir gut unter, die fertig verdaute Erde legten wir als Schutzschicht oben drauf, dazu nochmal eine extra Schicht Zeitungspapier und ließen die Kiste dann noch einen Tag draußen stehen. Nun bin ich sehr gespannt, ob wir damit das Fliegenproblem langsam in den Griff bekommen.

Links:

Wurmkiste

Unerwünschte Fruchtfliegen loswerden

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