Die Vision – Die Menschen und die innere Haltung

Gemeinschaft – das sind die Menschen, die da sind. Es gibt sicherlich irgendwann den „festen Kern“, dazu weitere Interessierte und Personen in Annäherung. Darüber hinaus aber auch noch Gäste, Helfende, Reisende, Arbeitende, Besuchende im weitesten Sinne. Was ist nun wichtig, wenn diese vielen Leute mit ihren unterschiedlichen Merkmalen zusammen treffen?

Diese Gruppengröße schwebt mir für meine Traumgemeinschaft vor:

  • Gründungsgruppe: ca. 10-15 Erwachsene plus Kinder
  • Endgültige Anzahl Bewohner_*innen: 25 – 40 Erwachsene plus Kinder

Vom frühestmöglichen Zeitpunkt an wünsche ich mir Platz für

  • mind. 2 Gasthelfer_*innen

in Form von Gästezimmern und gerne auch eine Wiese zum Zelten / Parken mit der Möglichkeit, Wasseranschluss und sanitäre Anlagen im Gemeinschaftsbereich zu nutzen.
Mir ist es wichtig, das Kennenlernen und Anteilnehmen so niedrigschwellig wie möglich zu halten und keinen Gewinn damit zu erwirtschaften.

Inklusion aller Menschen in allen Lebenslagen

Die einzelnen Menschen unterscheiden sich in ihrer gesamten Persönlichkeit und in so vielen anderen Punkten, wie z.B.

  • Alter
  • Herkunft und Kultur
  • Geschlecht
  • Biographie und eigene Erziehung
  • Bildungsstand und Qualifikationen
  • Religion und spirituelle Ausrichtung
  • Ernährung
  • Partnerschaftsmodell und Familienstruktur
  • Fähigkeiten und Beeinträchtigungen
  • Materielle und persönliche Ressourcen
  • Leistungsfähigkeit
  • Prioritäten und Anspruch

Wir sind unterschiedlich und bejahen die Vielfalt. Diese diversity sehen wir als Bereicherung. Wir begegnen Unterschieden mit Gleichwürdigkeit, heißen sie willkommen und gehen offen mit ihnen um.

In der Gruppe sind Personen aller Altersstufen und in allen Lebensphasen vorhanden. Ganz selbstverständlich gehören Menschen mit Behinderung bzw. Familien mit behinderten Kindern dazu und haben ihren Platz in der Mitte der Gemeinschaft. Auch unsere Nähe zum Projekt variiert von festem Mitglied bis hin zum Tagesgast. Wir begegnen uns in Gleichwürdigkeit, mit Offenheit, lernen voneinander und unterstützen uns gegenseitig.

Was für Ideen / Eigenschaften könnten uns verbinden beim Aufbau unseres eigenen Utopias?

  • Die Schieflage des globalen Kapitalismus erkennen und ein Gegengewicht setzen wollen, aktiv und eigenverantwortlich
  • Nicht damit zufrieden sein, im Hamsterrad dieses Systems zu rennen und nur zu konsumieren und sich abzulenken
  • Der Willen, mit anzupacken und etwas auf die Beine zu stellen
  • Der Willen, alte Gewohnheiten abzulegen und neue, nachhaltigere Formen von Reichtum und Zufriedenheit kennen zu lernen
  • Über das eigene „Ich-will-für-mich“ hinausblicken können auf ein „Was-brauchst-du“ , „Was-braucht-die Gruppe“ und „Was-braucht-die-Welt“
  • Etwas einbringen wollen in eine Gruppe, entsprechend der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen
  • Mit anderen Menschen in verbindende Kommunikation treten wollen, sich aktiv darum bemühen, dass dies gelingt
  • Nicht bei jeder kleinen Mißstimmung davonlaufen, sondern sich auch Konflikten stellen können, um konstruktive Lösungen ringen
  • Das ausgeprägte Anliegen, gewaltfrei miteinander umzugehen, mit offenem Herzen und in gegenseitigem Respekt
  • Es wagen und erlauben, dass man auch seine Schwächen und Fehler zeigen kann
  • Über sich selbst hinauswachsen wollen, niemals aufhören wollen, zu lernen
  • Offenheit und Transparenz praktizieren wollen, grundsätzlich immer die Integration aller Anwesenden anstreben
  • Das Wissen, dass das Leben in einer selbst gewählten Gruppe nicht rosarot verklärt, sondern jeden Tag eine Herausforderung ist, die anstrengend ist und uns zur Weiterentwicklung zwingt

Ein Kommentar bei „Die Vision – Die Menschen und die innere Haltung“

  1. Das ist sehr spannend was du Schreiber und wünschenswert !

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