Veganes Highlight: La Casa Viva in Tavernes

Nach erneut knapp vier Wochen Camperleben haben wir vor wenigen Tagen ausnahmsweise einen echten Knaller auf unserem zur Zeit doch recht überschaubaren Speiseplan erleben dürfen. Vegane Gaumenfreuden in einem tollen Ambiente – das haben wir fürwahr nicht alle Tage!

Nachdem das Wetter endlich wieder deutlich sonniger und damit wärmer geworden war, haben wir unsere Fahrräder herunter genommen und nach ausgiebigem Putzen machten wir eine kleine Tour in die 6 km entfernte Stadt Tavernes.

Zwar führten die Wege großteils an den viel befahrenen Hauptstraßen entlang, aber das tat meiner Hochstimmung eigentlich keinen Abbruch. Der kräftige Gegenwind war da schon etwas schwieriger zu ignorieren. So fühlte sich die einigermaßen ebene Strecke wie ein kontinuierliches Bergauf an.

Aber am Ende schafften wir es doch ans Ziel und wurden nicht enttäuscht.

La Casa Viva heißt das stilvolle, mit Herzblut geführte vegan-vegetarische Restaurant. Ein echter Hingucker in der von uns bisher eher als Trist empfundenen spanischen Gastronomielandschaft.


Da unser Junge mittlerweile auch ein Alter erreicht hat, in dem man tatsächlich mal in Ruhe gemeinsam essen gehen kann, war das Ganze auch wirklich eine genussvolle und entspannte Angelegenheit.

Normalerweise gibt mir auswärts essen überhaupt keinen echten Mehrwert. Erstens gibt es in so vielen Lokalen bloß Verlegenheits-Alternativen für Vegetarier_*innen, von Veganer_*innen ganz zu schweigen. Und zweitens weiß ich gerne, welche Zutaten verwendet werden und koche daher am liebsten selbst. Aber ein komplett frisch zubereitetes, veganes Menü ist dann schon eine Ausnahme.

Wir genossen also jeder einen Hauptgang und bestellten uns drei Desserts zum Ums-Eck-Essen, wie der Schwabe sagt. Außerdem teilten wir uns noch einen frischen Salat und T gönnte sich ein vom Gastwirt selbst gebrautes Biobier.

Obwohl die Spinatlasagne, die wir für G bestellt hatten, keine Nudeln enthielt (wir haben uns vom Wort irre führen lassen, denn die Karte war rein spanisch und wir wollten die deutsch sprechende Köchin nicht zu sehr in Anspruch nehmen, da sich der Laden zur Mittagszeit sehr schnell füllte), aß der Bub eine recht gute Portion vom Spinat. Und die Limo und der Nachtisch waren schließlich auch magenfüllend.

Mein Burger war auch richtig lecker und die feinen Dessertvarianten machten angenehm satt, ohne zu schwer im Bauch zu liegen.

Mein Fazit: bei allem Minimalismus und Verzicht – so ein Besuch in einem veganen Biorestaurant ab und zu ist doch etwas ganz Besonderes und kann die Lebensfreude anfeuern. Das hätten wir hier im spanischen Kleinstädtchen nicht erwartet. Was für ein herrlicher Ausflug nach Veganien!

Schreibe einen Kommentar

*