Nun ist es offiziell: ich bin Mitte Dreißig

Am vergangenen Wochenende bin ich mal wieder spürbar gealtert. Nachdem ich mein Alter auf Nachfrage einige Jahre lang mit Anfang Dreißig und später mit Anfang /Mitte Dreißig deklariert habe, kann ich auf das Anfang jetzt getrost verzichten.

Am Vortag hatten wir zunächst mal wieder etwas Gruppenzeit miteinander verbracht. Ein Gespräch über die aktuellen Gedanken und Gefühle fand am Vormittag statt,  währenddessen mein Junge sich vorbildlich selbst beschäftigte und Rücksicht auf uns nahm. Eine Frage der Vorbereitung?
Diese Art von emotionalem Plenum wird immer dann einberufen und ist obligatorisch, sobald eines der Gruppenmitglieder Bedarf dafür anmeldet. Manchmal handelt es sich um konkrete Schwierigkeiten oder Konflikte, diesmal ging es mehr um einen allgemeinen Austausch und Stimmungsbild.

Danach machten wir einen Spaziergang in die anliegende Hügellandschaft. Das Wetter hat super mitgespielt und die Kinder waren entspannt. So auf die kleine Stadt hinunter zu schauen, war zur Abwechslung auch mal ganz schön. Als Picknick gab es selbst gemachte Rosinenbrötchen und geschenkte Mandarinen – lecker!

Abends war ich ziemlich müde und ging früh ins Bett. Mein Liebster blieb noch erstaunlich lange mit den anderen in der Küche auf. Als er gegen 23:30 Uhr endlich zum mir ins Bett kam, war ich schon tief im Traumland versunken…

Was dann folgte, erfüllte mich mit Frohlocken und Glück. Ich habe nämlich einen unglaublich schönen, liebevoll vorbereiteten Geburtstag an einem sonnigen Herbsttag in Spanien verlebt. Und das ging so…

Der Morgen begann mit einem herrlich hergerichteten Geburtstagstisch. 35 Kerzen brannten für mich und in der Mitte des Tisches prangte eine dekadente Pfannkuchentorte. Ich war total gerührt und wollte am liebsten gar nichts verändern.

Nach dem Essen durfte ich meine vielen Geschenke auspacken. Auch hier wollte ich eigentlich am liebsten nichts aufmachen, weil allein der Anblick des Geschenketisches so unglaublich wertvoll für mich war. Zu wissen, wie viel Mühe und Gedanken sich um mich gemacht wurde. Das war schon sehr besonders.

Neben ganz herzigen Kleinigkeiten wie neuer Strickwolle oder einem Dankbarkeitsstein mit draufgeklebtem Schneckenhaus warteten auf mich zwei wunderschöne, neue Jumpsuits (hätte ich mir selbst so schnell niemals gegönnt, aber habe mich natürlich riesig darüber gefreut).

Und dann auch noch eine wahnsinnig tolle Kiste mit 24 Adventspäckchen darin. Mein erster Adventskalender seit Jahr(zehnt?)en!!!

Den Tag verbrachten wir dann größtenteils im Garten, arbeiteten entspannt zusammen oder nebeneinander her und tankten nochmal eine ordentliche Portion Sonnenschein. Ich knackte buchstäblich meinen eigenen Mandelrekord.

Ich fühle mich so reich beschenkt,  sowohl im materiellen als auch im zwischenmenschlichen Sinne. In Gemeinschaft zu feiern ist genau das,  was ich jedem für seinen Geburtstag wünschen würde.

Da macht das Älterwerden definitiv Spaß. Danke euch allen, die daran mitgewirkt haben!

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