Spanischer Herbst

Kühl, kühler, am kühlsten. Nachdem wir dachten, dass der Sommer hier ewig andauern würde, kommt der Herbst nun doch mit enormer Kraft um die Ecke. Zwar scheint die Sonne tagsüber oft noch kräftig, aber insgesamt ist es wirklich abgekühlt und häufig sehr windig hier.

Hin und wieder sind wir hier stundenweise immer mal ohne Strom, da die Sicherungen keinen besonders hohen Stromverbrauch aushalten. Und wenn das am späten Nachmittag der Fall ist, brauchen wir dann eine alternative Lichtquelle. G freut sich, wenn er so die Möglichkeit bekommt, viele Kerzen anzuzünden. Feuer und Zündelei faszinieren ihn sehr.

Ebenfalls hoch im Kurs steht bei ihm weiterhin alles, was mit Backen und Teigkneten zu tun hat. Schön, dass das fleißige Brotbacken hier in verschiedensten Varianten vonstatten geht.

Gut, dass die Truppe vor kurzem den Feuerholzvorrat aufgefüllt hat. Da sich der Lagerort oben auf der Dachterrasse befindet, kamen der Flaschenzug und vereinte Manneskraft zum Einsatz.

Am Ende war das Holzlager rappelvoll und die Männer erschöpft und hungrig.

Ich durfte meiner Lieblings-Gemeinschaftsaufgabe nachkommen und alle bekochen.

Den Holzofen haben wir inzwischen auch seit einer guten Woche in Betrieb. Nachts wird es doch empfindlich kalt im Haus.

Ohne die wohlige Wärme neben dem Bett würden wir sicher nicht so gut nächtigen. Und wieder: G ist immer dabei, wenn irgendwo Feuer im Spiel ist!

Nur diesem kleinen Krokus hat irgendwie keiner Bescheid gesagt, dass der Herbst nun endgültig Einzug hält. Er reckt im Garten sein violettes Köpfchen noch tapfer in die wärmende Sonne.

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