Water only: Ich kapituliere

Ich mag nicht mehr. Nach siebeneinhalb Wochen No-Poo, vier Roggenmehlkuren, einigen Essigspülungen und einer unendlich großen Anzahl von Bürstenstrichen durch das fettige Haar gebe ich auf.

Meine Kopfhaut hat sich überhaupt kein winziges bisschen verändert (vom latenten Dauerjuckreiz mal abgesehen).

Nichts von Anpassung der Talgproduktion zu spüren. Das Haar fühlt sich blöd an, sieht unerfreulich aus und die Pflege geht mir auf den Keks. Besonders weil überhaupt kein Effekt zu bemerken ist.

Einen Versuch war es wert. Aber ich breche hiermit das Selbstexperiment ab und freue mich über die Maßen darauf, morgen früh zur Shampooflasche zu greifen.

Seufz.

Hier das Selbstexperiment im Überblick

3 Kommentare bei „Water only: Ich kapituliere“

  1. Hast du schon mal Festes Shampoo ausprobiert? Da gibt es verschiedenes manches nachhaltiger als anderes. Ich finde die waschwirkung von festem Shampoo oder Seife ist auf jedem Fall mit Shampoo vergleichbar aber es entsteht kein Plastikmüll, weil die meisten Haarseifen in Pappe verpackt sind.
    LG
    Julia

    1. Liebe Julia,
      danke für deinen Kommentar! Ich habe anderthalb Jahre meine Haare nur mit selbstgemachter Haarseife gewaschen (die gute gekaufte fand ich auf Dauer zu teuer), ggf. mit Essigspülungen nachbehandelt. Auf Reisen wollte ich nun mal ganz ohne alles auskommen, aber irgendwie ging mir nach acht Wochen die Motivation aus. Ich werde sicher wieder auf die bewährte Methode zurück greifen, wenn wir irgendwann „angekommen sind“.
      Alles Gute, Jitka

  2. 7,5 Wochen – Respekt. Ich habe nach 14 Tagen aufgegeben, nachdem meine Finger nach dem Durchfahren durchs Haar gräulich-schwarz waren. Dasselbe ist mir mal bei einem schwarzen Hund passiert, der nur draußen lebte. Nun waren meine Haare dieser schwarze Hund: dreckig, talgig, ekelig. Dabei habe ich Sie täglich mit Wasser gewaschen und viel gebürstet. Naja wie ein Straßenköter (side fact: Ich mag Hunde, habe selbst einen, aber meiner ist sauber.) herumzulaufen wollte ich dann doch nicht, also geht’s für mich zurück zur Seife. Dabei wusste ich es von Anfang besser, sagt die Wissenschaft doch, dass der Talg nicht nur mit Wasser gelöst werden kann und die Talgproduktion z.T. genetisch bedingt ist. Manchmal lässt man sich einfach von den Medien blenden. 🙂

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