Die unendliche Geschichte: Das Getriebe

Am Wochenende hatte ich wirklich meinen ersten richtigen Tiefpunkt. Da haben wir zwei Monate auf die Reparatur unseres Mobilheimes gewartet, über die Hälfte des Anschaffungspreises in Ersatzteile und Mechanikerkosten investiert und dann funktioniert das Getriebe doch nicht, wie es soll!

So standen wir zwangsweise zwei Nächte lang auf einem furchtbar dreckigen und hässlichen Parkplatz, konnten dafür aber gleich am Montag Morgen in einer nahe gelegenen Werkstatt erste Hilfe für den Wagen finden.

Ursache für unser aktuelles Getriebeproblem ist offensichtlich der nicht fachgerechte Einbau. Es fehlte an Getriebeöl und höchstwahrscheinlich haben die gefahrenen 1000 Kilometer ohne Öl das Getriebe erneut gekillt.

Jetzt hocken wir zum Glück auf einem recht angenehm großen Campingplatz im Süden Frankreichs und warten auf den Kostenvoranschlag der nächsten Werkstatt. Dort wurde uns geraten, das Getriebe komplett auszutauschen. Wir hätten zumindest die Möglichkeit, hier auf dem Campingplatz einen kleinen Bungalow zu mieten. So könnten wir eine erneute Wartezeit ganz gut überbrücken.

Was aus unserer Verabredung mit der spanischen Gemeinschaft bei Barcelona wird, steht gerade wieder komplett in den Sternen. Ich bin langsam echt ratlos. Es scheint uns irgendwie nicht bestimmt, die Art von Gemeinschaftsleben zu erfahren, nach der wir auf der Suche sind.

Was ist nur los, frage ich mich? Soll es vielleicht einfach nicht sein? Sind wir die ganze Zeit auf dem falschen Weg? Aber was wäre nur die Alternative?

Oder sollen wir am Ende einfach nur vor Überschwemmungen (in Österreich ) und politischen Unruhen (in Katalonien) verschont bleiben!?

Wer kann das sagen? Wir versuchen mit dem Strom zu schwimmen und sind unfassbar dankbar dafür, dass wir zur Zeit noch die finanziellen Mittel haben, weiter zu machen. Andernfalls wüssten wir wohl gerade überhaupt nicht mehr vor oder zurück.

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