Aussteigertour: Klappe, die Zweite!

Ein etwas holpriger Start war es schon, muss ich zugeben. Motor und Getriebe sind nach ewigen Reparaturarbeiten und diversen unerwarteten Problemen endlich wieder heil. Leider gab es bei der Übernahme ein paar weitere unerwünschte Überraschungen.

Dass unsere ausfahrbare Treppenstufe einen mitgekriegt hatte, war halb so schlimm, immerhin ließ die sich noch benutzen.

Viel schlimmer war dagegen die unerfreuliche Tatsache, dass die Verbindung vom Motor zur Versorgungsbatterie nicht mehr funktionierte. Die Sromanlage aufzubauen und anzuschließen war für T und seinen Vater wirklich eine Heidenarbeit und Mordstüftelei gewesen. Und nun war diese wichtige Funktion einfach nicht mehr intakt.  Das bedeutet im Klartext, dass sich die Batterie für den ganzen Wohnbereich nur noch durch die Solarzelle auflädt, und nicht mehr beim Fahren selbst über den Motor.
T und die Werkstattcrew versuchten über anderthalb Stunden lang, die Ursache zu finden, aber vergeblich. Ich versuchte das aufgedrehte Kind bei Laune zu halten.

Mir ging währenddessen durch den Kopf, dass es vielleicht doch nicht so eine gute Idee gewesen war, erst zum Mittagsschlaf loszumachen. So wurde es nämlich schnell später Nachmittag und unsere Pläne für den Einzug und die Inbetriebnahme des WoMo’s schmolzen vor meinem inneren Auge dahin. Mit der Option von weiteren Störungen hatten wir naiverweise (?) gar nicht mehr gerechnet.

Ein wenig frustriert fuhren wir dann aber irgendwann doch vom Werkstattgelände herunter und nahmen schon Kurs auf die Autobahn,  als T bemerkte, dass mit dem Außenspiegel irgendwas nicht stimmte.

Tatsächlich war das gute Stück gebrochen und T hatte es beim Versuch, es besser einzustellen, plötzlich direkt in der Hand.

Na heißa, ein Glück hatte er das noch VOR der Auffahrt auf die Autobahn mitgekriegt und konnte postwendend umkehren.

Ich sah uns schon -es war mittlerweile halb sechs – auf dem Hof übernachten,  ehrlich gesagt. Aber dazu kam es dann doch nicht.
Der kaputte Spiegel konnte provisorisch repariert und erstmal wieder dran geschraubt werden. Ein neuer wird uns zeitnah nachgeschickt. Immerhin, wir konnten los und noch ein bisschen Strecke machen.

Da wir aber durch diese Verzögerungen nicht mehr rechtzeitig auf einem Campingplatz in der Nähe unseres ersten Zielortes ankommen konnten,  standen wir in unserer ersten Nacht im Wohnmobil auf einem einfachen Stellplatz.

Das Vertrauen in unser Zuhause ist zwar noch nicht ganz wieder hergestellt, aber an sich sind wir schon sehr erleichtert, dass wir es endlich wieder haben und das Aussteigerleben 2.0 jetzt beginnen kann.

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