Ausflug im Naturzoo in Rheine

Ich muss ehrlich zugeben, ein Zoofreund war ich jenseits meiner eigenen Kinderzeit noch nie. Mir tun die eingesperrten Tiere einfach nur leid. Meine Ambivalenz stieg verständlicherweise, als der eigene Sohn begann, gesteigertes Interesse an all den Tieren zu entwickeln.

Mein heutiger Post soll weder das Konzept Zoo verteidigen, noch will ich alle moralischen Konflikte und tierethischen Bedenken wiederholen, die andere auch schon oft genug (?) ausgeführt haben.

Diesmal beschränke ich mich einfach darauf, meine Eindrücke unseres Besuches im Naturzoo in Rheine zu teilen.
Die vielen verschiedenen Affen mitsamt reichlich zuckersüßem Affennachwuchs in ihren weitläufigen Gehegelandschaften und die über 300 freilebenden Störche in ihrem Reservat wirkten auf mich sehr frei, zufrieden und ansatzweise artgerecht „beherbergt“.

Der Rest der Insassen (Tiger, Bär, Zebra, Uhu und Co) erschienen mir dagegen ein mehr oder weniger typisches Dasein für Zootiere zu fristen, wenn auch die gesamte Anlage sowie die einzelnen Gehege schon den Eindruck vermitteln, das „beste“ und die größtmögliche Bewegungsfreiheit für die Tiere heraus zu holen.

Sehr gut gefiel mir der Streichelzoo, in dem bewusst keine Futterautomaten angebracht waren, um Kinder und Tiere in Ruhe Kontakt aufnehmen zu lassen. Ohne Gedränge, Futterneid und Rangordnungsgehabe. Unser Lütte war wirklich sehr angetan von den jungen, zutraulichen Zicklein, die ihre Rückzugsorte kaum nutzten, sondern ganz selbstverständlich um die Zoobesucher_*innen herum trippelten.

Also, wenn schon Tierpark, sei es den Kindern oder auch den Großeltern zuliebe, dann gerne wieder in den Naturzoo Rheine. Für den riesigen angeschlossenen Spielplatz hatten wir leider am Ende keine Zeit mehr, aber er sah echt toll aus und wäre wahrscheinlich einen eigenen Besuch wert!

Links:
10 Fakten über Zoos
Peta: Hintergrundwissen Zoo

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