Fernweh und Alltagssorgen

Ein kleiner Statusbericht: Nach mehreren Tagen lustigen Virentauschens kommen wir langsam gesundheitlich wieder etwas auf die Beine. Dafür ist die Personalsituation im Kinderladen weiterhin sehr angespannt. Und das ausgerechnet so kurz vor T´s IELTS. Aber irgendwas is´ ja immer, ne?

Zwischendurch verspürte ich wieder mal so ein Alles-gleichzeitig-und-am-besten-sofort-Gefühl. Und das gepaart mit einer heftigen Erkältung und einer unsicheren Betreuungssituation im Kinderladen hat mich ein wenig aus der Balance geworfen. Nach zwei beinahe schlaflosen Nächten habe ich es dann aber doch geschafft, mein Gedankenkarussell wieder etwas langsamer werden zu lassen. Wie so oft schon hat es mir geholfen, die anstehenden Aufgaben zeitlich etwas mehr zu sortieren. Was ist JETZT GERADE zu erledigen und was nach dem IELTS bzw. erst nach dem IELTS Ergebnis?

Außerdem habe ich mich an das Wochenbett-Mantra von damals erinnert:
MUSS das gemacht werden?
Muss das JETZT gemacht werden?
Muss ICH das machen?

Für den Februar habe ich (neben dem normalen Haushaltskram) nun glücklicherweise nur zwei „Aufgaben“ auf der großen Auswanderungs-To-Do-Liste:

  • Ebay Kleinanzeigen, so viel ich halt schaffe
  • Das Filz-Spielebuch für die große Reise fertig nähen (dazu ganz bald mehr!!!)

Eigentlich zwei durch und durch angenehme Tätigkeiten, mit denen ich in G´s Abwesenheit auch wirklich gut voran kommen kann.

Unser Junge spürt die Veränderungen auch sehr deutlich. Seine Fragen drehen sich oft um den Umzug und was damit so alles zusammenhängt. Der Besuch auf dem Flughafen war vielleicht auch deswegen für ihn ganz besonders aufregend und spannend.

Der englische Musikkurs gefällt G ganz wunderbar und Zuhause hört er sich auch gerne die CD an. Tatsächlich versucht er schon das eine oder andere Lied mitzusingen. Was auch immer er mit der englischen Sprache da nun beginnt zu verbinden – es scheint durchaus positiv zu sein.

T dreht mittlerweile ganz schön am Rad. Nur noch knapp drei Wochen, dann werden wir sehen, ob das Pauken den gewünschten Erfolg bringt. Auf dem Blog einer ausgewanderten Ärztin in Neuseeland lasen wir kürzlich, dass sie den IELTS ganze 13 Mal (in Worten dreizehn Mal!) antreten musste, bis sie die nötigen Punkte beisammen hatte. Ich hoffe und bete, dass T mehr Glück hat und seine Vorbereitungszeit sich auszahlt.

So dümpeln wir also etwas auf Sparflamme durch den Februar und werden erst nach der Prüfung die nächsten großen Schritte angehen. Aber das ist schon in Ordnung so, schließlich brauchen wir alle drei die Zeit, um in dieses Abenteuer hinein zu wachsen.

Eine herrliche Seite möchte ich aber unbedingt noch mit Euch teilen, denn sie hat uns in den letzten Tagen viel Spaß und auch Stoff zum Nachdenken geliefert: Lifeswap
Viel Vergnügen!

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