Advent, Advent

Ich liebe die Adventszeit. Mit einem kleinen, neugierigen Weltentdecker im Haus machen all die kleinen und großen Heimlichkeiten und Zaubereien noch viel mehr Spaß! Die Elfen sind schon seit einer Woche fleißig am Werke und auch der Nikolaus hat uns besucht.

Die Elfen habe ich ja letztes Jahr schon willkommen geheißen und genauso wie 2015 begleiten sie auch in 2016 unser Kind durch die Vorweihnachtszeit. Allerdings ist mein Kind ein derartiges Naschkätzchen, dass ich diesmal Süßigkeiten in den Kalender einbauen musste. Alles andere fände ich wirklich grausam!

Also habe ich kurzerhand drei kleine Säckchen genäht, und so bekommen mein Mann, mein Sohn und ich jetzt jeden Tag einen süßen Gruß geschenkt. Ich hatte letzte Woche einen Artikel zu unserem Morgenritual verfasst, aber das hat sich mit Ankunft der Elfen schlagartig verändert. Vielleicht veröffentliche ich ihn bei Gelegenheit doch noch nachträglich, aber zur Zeit sind wir meist eher um 5 Uhr 30 wach und lange hält G es nicht im Bett mit Kuscheln aus. Das süße Säckchen muss geplündert werden, ohne Rücksicht auf (elterliche Schlaf-)Verluste…

Ideen zum befüllen eines veganen Adventskalenders gibt es sicher viele. Mein Kind wäre allerdings eher enttäuscht, wenn ich nur Rosinen und Datteln anbieten würde. Also habe ich auch eine Handvoll gekaufter Süßigkeiten bereit gelegt, zum Beispiel Traubenzuckerbonbons, Fruchtgelee und Fruchtgummis oder Marzipankugeln. Es gibt sogar veganes Marshmallow, juchee!

Eine interessante Seite habe ich beim Recherchieren gefunden: Aus Versehen vegan. Kann ich nur empfehlen, wenn es einem mal nach Industriezucker und Fertigleckereien gelüstet.

Ansonsten gibt es auch mal die eine oder andere Überraschung in Form einer CD oder eines kleinen Spielzeugs. Aber das halte ich tatsächlich eher im kleinen Rahmen. Lieber setze ich auf elfenhafte Anregungen zum gemeinsamen Zeitvertreib, wie Backen, Vögel füttern, Fotoalben anschauen, Weihnachtsbasteleien und dergleichen mehr.

Für mich persönlich wächst die innere Spannung nicht unbedingt wegen des bevorstehenden Weihnachtsfestes, sondern vielmehr weil sich dieses Jahr dem Ende neigt. T´s Arbeitsvertrag läuft Ende Dezember aus und dann stürzen wir uns ins kalte Wasser der Erwerbslosigkeit und schaffen es hoffentlich, mit voller Kraft voraus an unserem Auswanderertraum zu schrauben und zu drehen. Aber first things first, wie der Engländer so schön sagt.

Erstmal den Advent bewusst erleben, die leuchtenden Kinderaugen genießen, die Gemütlichkeit mit einem perfekten Kakaogetränk auf dem Sofa zelebrieren, kleine Süßigkeiten für Freunde und Nachbarn zubereiten, kurz: all die schönen Dinge tun, die am Jahresende getan werden wollen.

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