Eine neue Parzelle

Pünktlich am 1. Mai bekamen wir herrlichstes Frühlings-Sonnenwetter. Da machte die Saisoneröffnung im Bauerngarten umso mehr Freude. Da T noch im Endspurt für seine Facharztprüfung steckt, habe ich dieses Jahr alleine mit G unsere Parzelle in Empfang genommen.

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Es herrschte schon vor dem Start ein reges Treiben auf den Kreisfeldern. Viele Bauergärtner_*innen kamen nicht zum ersten Mal, sondern konnten direkt loslegen mit der Parzellenpflege.

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Auch ich war besser vorbereitet und sammelte während G´s Mittagsschlaf schon mal Stecken für unsere Rankenpflanzen zusammen.

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Die Parzelle selbst liegt in diesem Jahr an der gegenüberliegenden Seite. Wir haben einen schönen Schattenplatz in der Nähe und auch zur Wasserstelle ist es von hier aus nicht ganz so weit.

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Das Namensschild malten wir gemeinsam mit den mitgebrachten Wachsmalern. Nur beim Anbringen habe ich mich ein wenig vertan. Man denke sich den Schriftzug um 180 Grad gedreht, dann kann man es auch erkennen, finde ich!

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Eine Woche nach der Eröffnung fanden sich schon erste Bekannte in meinen Saatreihen. Hier ein Maissprößling gerade nach dem Durchbrechen. Aber auch Rote Bete, Erbsen, Kartoffeln und Radieschen kamen bereits ans Tageslicht und gesellten sich zu den Jungpflanzen von Lauch, Salat, Spinat und einigem mehr.

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Da ich mit der Bohnenausbeute des vergangenen Jahres nicht wirklich etwas anfangen konnte, setze ich in diesem Jahr auf doppelte Zuckerschoten. Die waren eines meiner Highlights in 2015 und ich kann weder vom Ernten noch vom Essen genug von den knackigen Schoten kriegen.

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Insgesamt merke ich, dass ich beim Hacken und Jäten viel entspannter und deutlich weniger perfektionistisch vorgehe als beim ersten Mal.

Da ich die Radieschen fälschlicherweise zuerst für Pastinaken hielt und sie ein wenig spärlich vorfand, sähte ich noch ein paar Pastinaken daneben. Ich fürchte, die Sache mit dem Vereinzeln hat wieder ein hohes Scheiterpotenzial.

Mein Plan für den Sommer ist es, nach T´s Prüfung regelmäßig jeden Freitag Nachmittag mit G zum Acker zu fahren. So bekommt der Freitag einen festen Inhalt, G kann die Gartenpflege gut miterleben und wenn T pünktlich Feierabend machen kann, holt er uns mit dem Fahrrad am Acker ab und wir radeln zusammen nach Hause und in unser Wochenende.

Was ich mit Kind nicht schaffen sollte, werde ich dann wie jetzt auch am Montagmorgen nachholen. Die Woche mit einer kleinen Radtour und einem Stündchen auf dem Feld zu starten, hat sich großartig angefühlt. Das möchte ich für meine eigene Balance gern so beibehalten. Außerdem nimmt es den Stress raus, freitags mit Knirps alles schaffen zu müssen.
Die frische Luft, das Arbeiten für den eigenen Ertrag, die gemeinsame Zeit mit G in der Natur – ich sehe der Saison voller Freude entgegen. Vielleicht wird dies unser letzter Sommer in Berlin, also werden wir versuchen, das Beste daraus zu machen.

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Ich verabschiede mich nun über Pfingsten in einen spontanen Kurzurlaub mit zwei Müttern aus meinem Kinderladenumfeld. So hat T noch einmal 5 ganze Tage sturmfrei, bevor er nächste Woche Donnerstag dann zur großen Prüfung muss.
Und G und ich tanken noch mal ausgiebig Mama-Sohn-Zeit zwischen all den Aufregungen der letzten Tage und Wochen. Das tut uns sicher auch gut.

Genießt auch Ihr das lange Wochenende, wenn Ihr frei habt und drückt uns die Daumen für viel Sonne, damit mein auf die Schnelle aus einem Kissenbezug und einer alten Gardine genähter Sommerhut für G auch zum Einsatz kommt ;o)

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