Vegan und lecker

Parallel zu meinen ersten konkreten Schritten in ein minimalistischeres Leben fand ich vor wenigen Wochen nach langem Ringen mit mir selbst die innere Stärke, mich endlich zur veganen Ernährung zu bekennen. Es fiel und fällt mir immer noch nicht ganz so leicht, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten, aber ich arbeite quasi täglich an der Erweiterung unserer Rezepteliste.

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Eine große Überraschung hat mir mein Vater bereitet: Nachdem ich ihm ein wenig Lektüre da gelassen hatte, hat auch er seine vegetarische Ernährung etwas mehr hinterfragt als in den Jahren zuvor und versucht jetzt, in dem ihm möglichen Rahmen auch auf einen Teil der tierischen Lebensmittel zu verzichten. Ich denke, dass wir da demnächst mal ein paar für gut befundene Rezepte austauschen sollten ;o)

Viele Leute sprechen mich darauf an, wie wir es denn nun mit unserem Kind halten würden. Und momentan sind T und ich beide der Meinung, dass wir ihm vegetarische Speisen außerhalb unseres Zuhauses nicht verbieten wollen. Erstens befürchten wir, eine zu starke soziale Isolation für ihn zu schüren (die Gesellschaft um uns herum ist ja leider (noch?) nicht breitflächig für einen veganen Lebensstil gerüstet) und zweitens glaube ich, je strenger Eltern mit ihren Kindern umgehen, umso eher müssen die dann irgendwann „über die Strenge schlagen“. Eines Tages wird G seine eigenen Entscheidungen treffen müssen, doch bis es soweit ist, versuchen wir einen lebbaren Kompromiss zwischen unseren ethischen Ideal-Vorstellungen und den Bedürfnissen unseren Sprösslings auszuloten.

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Konkret heißt das, bei uns zu Hause gibt es keine tierischen Produkte mehr, sobald alle „alten“ Bestände aufgebraucht sind und im Kinderladen sowie bei Freunden und Familie, darf er grundsätzlich auch vegetarisches Essen zu sich nehmen. Allein den Aasverzehr Fleisch- und Fischverzehr lehnen wir auch weiterhin für unser Kind ab, bis er in ein Alter kommt (14 Jahre), in dem die kognitive Reife erlangen und versuchsweise anfangen wird, seine eigenen Rückschlüsse zu ziehen und sein Handeln daraus abzuleiten.

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Ich selbst taste mich nun an alle möglichen neuen Rezeptideen heran, übe mich fleißig im Herstellen eigener Brotaufstriche und „Käseersatz“ verschiedenster Art.

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Für die Naschkatzen unter uns (G und ich zählen auf jeden Fall in diese Kategorie) habe ich auch schon allerlei köstliche Backwaren und Schokoriegel gebacken.

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Ein Leben in Wohlbefinden kann ich mir ohne Süßigkeiten einfach nicht vorstellen. Erstaunlicherweise finde ich es in diesem Bereich fast einfacher, wirkliche Alternativen zu meinen früheren Lieblingsnaschereien zu finden als im Bereich herzhafter Frühstückszutaten.

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Meine Wochenendreise verlief auch einigermaßen entspannt. Ich hatte recht viele Sachen vorbereitet und mitgenommen, so dass ich mit den wenigen Beilagen und der Salatbar gut zurecht kam, ohne die Angst zu haben, verhungern zu müssen.

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An die Einnahme meiner Vitamin-B12-Kapseln habe ich mich mittlerweile auch schon fast gewöhnt. Zwar ist die künstliche Supplementierung nicht meine erste Wahl in Sachen Ernährung, aber in diesem Falle fühle ich mich damit doch sicherer. Ein Kompromiss, den ich zugunsten eines guten Gewissens gerne eingehen will.

Und was begegnet einem in seinem Alltag, sobald man sich mit einem neuen Thema auseinandersetzt oder identifiziert? Sowas:

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Links:
Vegan und Lecker
Eat this!
Simply vegan

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