Baby-Edition: Schlafumgebung

Hier folgt Teil 2 meiner virtuellen Führung durch unsere Wohnung. Wir haben wenige Monate nach der Geburt unseres Kindes eine 3,5-Zimmer Wohnung gesucht und glücklicherweise auch recht schnell gefunden. Das halbe Zimmer dient als G´s Schlafraum, wird aber aufgrund seiner Gemütlichkeit auch zum Spielen, Toben und Kuscheln genutzt.

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Noch bevor ich auf den Ansatz von Montessori gestoßen bin, war für mich persönlich klar, dass ich kein Gitterbett für G haben möchte, aus dem er nicht selbständig heraus kommen kann, wenn ihm danach ist. Das Bodenbett entspricht also genau meinen Vorstellungen von einer passenden Schlafumgebung. Der Spiegel über dem Bett wurde im ersten Jahr sehr häufig zum Selbsterkunden genutzt. Allerdings hat G inzwischen sein Interesse daran größtenteils verloren.

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Das Zimmer soll einladend, aber so schlicht und übersichtlich wie möglich gestaltet sein, damit der Geist am Abend auch leicht zur Ruhe finden kann. Dieser Raum hat in den vergangenen zwei Jahren, die wir nun schon hier wohnen, am allerwenigsten Veränderung erfahren. Die Bücher für die Gute-Nacht-Geschichte stehen auf einer schmalen Bücherleiste an der Wand. So kann G die Vorderseite genau sehen und sich daran orientieren, wenn er sich ein Buch aussucht.

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Schon seit über einem Jahr verbringt unser Kleiner normalerweise seinen Mittagsschlaf und den ersten Abschnitt seines Nachtschlafes in seinem eigenen Zimmer (von Krankheitsphasen mal abgesehen).
Durch die große Matratze ist die Einschlafbegleitung auch für uns sehr bequem und es ist nicht schlimm, wenn ich mal todmüde neben meinem kleinen Schatz mit einschlummere. Wenn wir dann später ins Bett gehen, wacht G regelmäßig noch einmal kurz auf und ich persönlich fand es bislang immer viel zu anstrengend, abzuwarten, bis er in seinem Bett wieder tief und fest eingeschlafen ist. Deshalb gibt es für den größten Teil der Nachtruhe ein großes Familienbett.

Ich bin mir ganz sicher, dass Bedürfnisse, die man befriedigt, sich irgendwann von selbst erledigen. Und so wie G´s Bedürfnis nach Getragenwerden und das nach Gestilltwerden von ganz allein verschwanden, wird bestimmt auch der Tag kommen, an dem es mit dem gemeinsamen Schlafen im großen Bett vorbei sein wird. Unsere Kinder sind nur so kurze Zeit so klein und brauchen uns derartig intensiv. In wenigen Jahren wird der Ruf nach Unabhängigkeit mein Kind in großen Schritten von mir weg tragen. Und dann verbringe ich den Rest unseres gemeinsamen Lebens damit, mich nach seiner Nähe und Aufmerksamkeit zu sehnen. Also genieße ich dieses kleine, pulsierende Leben an meiner Seite, solange er mich so nah bei sich braucht, um friedlich, sicher und geborgen durch das Dunkel der Nacht zu kommen.

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