Baby-Edition: Spiel- und Bewegungsraum im 1. Jahr

Vom Stöbern durch alte Bilderordner inspiriert starte ich heute mit meiner Baby-Edition hier bei bluebottles. Als erstes zeige ich Euch die Spielecke, die wir damals für G in unserer neuen Wohnung eingerichtet haben. G war zu diesem Zeitpunkt etwas über ein halbes Jahr alt und mir waren vor allem ein ungestörtes Bewegen und ausgesuchte, mit bedacht präsentierte Spielanregungen wichtig.

Ich weiß noch, wie ich mir eine Menge Ideen bei Anna von den Eltern vom Mars abgeschaut habe, denn sie traf meine Vorstellungen von einer kindgerechten Einrichtung in fast allen Punkten. Meine Überzeugung, dass ein Kind im ersten Jahr überhaupt kein eigenes Zimmer braucht, wurde abgelöst von der Idee, dass mein Kind sich möglicherweise noch mehr willkommen bei uns fühlen würde, wenn es einen eigenen Platz bekommt, der nur ihm gewidmet ist. Also recherchierte ich noch weiter und war begeistert von den vielen Anregungen, die das weite Web zu bieten hatte. Und da ich es so genossen habe, bei anderen Leuten in deren Spiel- und Kinderschlafzimmer schauen zu dürfen, lade ich Euch hiermit auch zu einem genaueren Blick in unsere vier Wände ein.

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Die Spielecke richteten wir so ein, dass sie sowohl von der (offenen) Küche, als auch vom Wohnzimmerbereich aus gut einsehbar war. Dadurch konnte ich mich im gesamten Wohnbereich aufhalten und G konnte mich immer sofort sehen. Dieser große ineinander über gehende Lebensraum stellt einen großen Zugewinn für unsere Lebensqualität dar und ich möchte ihn nicht mehr missen.

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Als Kind hatten mein Bruder und ich immer eine riesige Tobe-Ecke; meine Eltern hatten damals in einem Buch mit dem Titel „Kinderfreundliche Erziehung in der Stadtwohnung“ gelesen, dass Kinder sich viel bewegen und vor allem hüpfen müssen, wenn man sie „artgerecht“ aufwachsen lassen will. Etwas Ähnliches wollte ich für G auch bereit stellen und holte bei einer Freundin eine ausrangierte Matratze ab. Die alten Schaumstoffteile, die mein Mann und ich noch besaßen, bekamen einen neuen Überzug von der Oma genäht und am Ende entschied ich mich auch noch für die Anschaffung von drei Spielepolstern mit Kunstlederbezug. Diese sind abwischbar, strapazierfähig und werden seit knapp zwei Jahren fast jeden Tag benutzt. Sei es zum Krabbeln, Klettern, Hüpfen, Bauen, Balancieren, Herumtragen, Schieben, Sachen-runter-kullern-lassen oder, oder, oder…

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Auf der Matratze habe ich oft gestillt oder einfach entspannt neben dem kleinen Entdecker gelegen, wenn er auf Tour ging.

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In den ersten Monaten wählte ich die Spielzeuge ganz besonders sorgfältig aus, viele Naturmaterialien waren darunter, Holz, Kork, Stoff, Filz; aber auch Metall, Glas und natürlich auch der eine oder andere Plastikgegenstand wanderten durch G´s Hände. Ergänzt wurden diese „echten Spielsachen“ durch allerlei Gegenstände und Utensilien unseres täglichen Lebens.

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Die Regale mit den Spielsachen waren allesamt so gewählt, dass G sie auch schon als kleines Krabbelkind gut selbst erreichen konnte.

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Tatsächlich gab es an nahezu jeder für ihn erreichbaren Station etwas Aufregendes zu entdecken. So war er meistens gut zufrieden und beschäftigt und ich konnte nebenher die nötigen Verrichtungen im Haushalt erledigen.

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Und hier ein kleiner Eindruck, wie die Spielfläche VOR

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und NACH Gebrauch durch ihren Eigentümer auszusehen pflegte…

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