Ich hoffe, dies ist nicht nur ein Thema für Hebammen, die mit ihrem Frau-Sein, den entsprechenden Körperausscheidungen und dem Umgang mit wieder verwendbaren Hygieneartikeln häufig ziemlich aufgeschlossen umgehen. Wer auch immer jetzt denkt, man kann´s auch übertreiben, der darf geflissentlich auf meinen nächsten Post warten, in dem geht es dann nämlich um gesellschaftsfähigere DIY-Projekte *grins*

Wer aber tatsächlich, genau wie ich, darüber ins Grübeln geraten ist, wieviel Müll frau nun eigenlich real vermeiden kann, wenn sie von den Einmal-Plastik-Dingern auf Stoffbinden oder auch Slipeinlagen umsteigt (letztere verwende ich gern, auch wenn ich ein *Aufsaugzäpfchen* drin hab, um auf Nummer Sicher zu gehen), dem kann ich das folgende Nähprojekt nur wärmstens ans Herz legen.

binden01

Als erstes braucht man eine Schablone, ich habe meine mit Lineal und Zirkel selbst gemacht, alles in allem bin ich mit der Form auch zufrieden, hier sind für Euch drei meiner verschiedenen Bindengrößen als PDF eingestellt:

Slipeinlage ( 8cm x 20 cm)
Mittelgroße Binde mit Inlay (10 cm x 20cm)
Große Binde mit Inlay (10 cm x 28cm)

binden02

Als Stoff eignet sich weicher Baumwollstoff jeglicher Art. Die Einlagen habe ich aus Moltonstoff zugeschnitten, für die größeren (Nacht-)Binden habe ich als Unterseite allerdings einen PUL (Polyester) verwendet, um ein Durchbluten zu verhindern. Bei den Slipeinlagen kann man auch den Molton selbst als Oberstoff verwenden, aber da meiner weiß ist, wollte ich ihn nicht für die eigentlichen Binden nehmen.

Man braucht also für eine Slipeinlage:
eine Oberseite
eine Unterseite

Und für eine richtige Monatsbinde
eine Oberseite
eine (PUL) Unterseite
und 5-6 Einlagen aus Molton, Flanell o.ä.

binden03

Zuallererst schneidet Ihr alle benötigten Stoffteile aus, dann beginnt Ihr das Nähen, indem Ihr die Einlagen mit einfachem Geradstich zusammen näht. Lasst einen gut 1 cm breiten Rand, damit hier gleich die nächste Naht noch drauf passt.
Diese zusammen gefügten Einlagen werden nun mit der Oberseite der Binde verbunden, indem Ihr sie einfach auf die linke Stoffseite des Oberteils näht. Ich kann nur raten, bei allen Schritten vorher sorgfältig abzustecken, damit auch nichts verrutscht.

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Als nächstes legt Ihr dieses Paket (rechte Stoffseite unten) auf die rechte Stoffseite eures Unterteils und näht sauber mit ca 0,5cm Nahtzugabe beide Außenstoffe aneinander.
Wichtig: Lasst ein ca 3-4 cm breites Loch an einer Flügelseite offen, hier wird gleich die ganze Arbeit hindurch gewendet.

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Vor dem Wenden könnt Ihr die Saumzugabe noch etwas zurecht stutzen, dann wird die Binde hinterher etwas glatter an den Rändern. Danach fasst ihr in die Öffnung und zieht – den gegenüberliegenden Flügel zuerst- die gesamte Binde durch die Öffnung.

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Nachdem Ihr die Binde gewendet habt, steckt das offene Loch ab, hier wird dann gleich im nächsten Schritt mit drüber genäht.

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Der letzte Nähschritt ist das Absteppen, hierbei wählt Ihr einen größeren Zickzackstich (ich brauchte mindestens 4 mm, vor allem bei den größeren Binden) und näht einmal komplett um den Außenrand herum. Schon fertig!

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Für die Befestigung der Flügel, solltet Ihr an einer Unterhose testen, wie eng Ihr sie zuknöpfen möchtet (fester ist besser, damit hier nachher nichts verrutscht).
Dann könnt Ihr Euch Eure Druckknöpfe schnappen und den letzten Schritt in Sachen DIY-Stoffbinde angehen.

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Ich muss sagen, ich bin wahnsinnig zufrieden mit dem Ergebnis, der Tragekomfort ist tausendmal besser als mit den ollen Plastikdingern. Nie wieder Always ultra, sag ich da nur!
Pflegehinweise für Stoffbinden habe ich hier gefunden, da können sich auch all diejenigen mit Stoffbinden versorgen, die selbst nicht nähen wollen oder können.

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Für unterwegs habe ich lange nach einer passenden Anleitung für eine Bindentasche (Wetbag) gesucht. Fündig bin ich tatsächlich dann hier geworden und habe die Maße in der Länge den größten fertigen Binden angepasst. Die Anleitung selbst war aber wirklich spitzenklasse. Sogar den Reißverschluss habe ich beim ersten Mal problemlos hingekriegt. Auch hier habe ich übrigens PUL-Stoff für das Innenfach verwendet, dadurch kann ich unterwegs die Binde wechseln, kurz abspülen und alles trocken nach Hause transportieren.

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Ein neues Lebensgefühl. Am meisten Plastik habe ich im vergangenen halben Jahr definitiv im Badezimmer vermieden. Das macht Lust auf mehr. Vielleicht konnte ich ja die eine oder andere inspirieren, in Sachen Monatshygiene neue Wege zu gehen. Möglicherweise gleicht das mein Karma in Sachen Wegwerf-Windeln ein wenig aus, haben wir doch die meiste Zeit über Windeln aus Maisstärke verwendet… *husthust* Aber hey, falls wir uns tatsächlich nochmal fortpflanzen sollten, bin ich ja inzwischen glücklicherweise zur Nachhaltigkeit konvertiert und dann gibt´s keine Ausreden mehr.

52 Thoughts on “Nachhaltige Monatshygiene: Slipeinlagen und Binden selbst nähen

  1. Heidi on 7. März 2016 at 21:34 said:

    Vielen Dank, eine tolle Idee und super Anleitung. Das ist mein nächstes Projekt, das ich nähen will. Ich habe genug Pul Reste 🙂

    • Liebe Heidi, es freut mich, wenn die Anleitung was für Dich ist. Nach einigen Monaten Gebrauch sehen die Binden bei mir immer noch total super aus. Wenn ich irgendwann eine neue Charge herstellen sollte, werde ich wahrscheinlich einfach die unterste Einlagenschicht aus PUL machen und beide Außenteile aus Baumwolle. Das müsste aus meiner Sicht auch dicht genug sein und lässt sich dann vieleicht sogar noch etwas einfacher nähen. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nähprojekt. VLG Jitka

  2. Toll erklärt und bebildert.

    Die sind auch noch auf meinem Plan und ich werde es jetzt bald mal angehen.

    LG von Karin

  3. Anja on 2. Juni 2016 at 7:11 said:

    Vielen Dank für die tolle Anleitung.
    Da ich die Klebestreifen von Binden und Slipeinlahen nicht vertrage, sind DIY Einlagen die Rettung.
    Ich musste leider meine U-Hosen weh werfen.
    Schluss damit! Jerzt wird genäht!

    Für unterwegs kann Frau die beiden Enden nach innen klappen und das 📦 Päckchen mit dem Druckknopf schließen.

    VG Anja

  4. Ingrid Obermaier on 3. Juni 2016 at 12:48 said:

    …wie kann man denn die Klebestreifen nicht vertragen – die hat man doch nicht auf der Haut.
    Und die Wäsche, Waschmittel, Wasser – sowas wie ein Monatswindeleimer? Himmel hilf…..

    • Hallo Ingrid,
      danke für deinen Kommentar. Bitte korrigiere mich gern, falls ich falsch liege (geschriebenes Wort führt doch manchmal zu Missverständnissen),
      aber deine Worte wirkten auf mich ein wenig respektlos der Vorschreiberin gegenüber und auch ich fühle irgendwie abgewertet durch das „Himmel Hilf“ am Ende.

      Falls du ehrlich daran interessiert bist, wie die Pflege der wieder verwendbaren Binden funktioniert, erläutere ich es mit Freuden. Anderenfalls möchte ich dich höflich bitten, hier in meinem virtuellen Wohnzimmer den Spruch zu beherzigen „Wenn man nichts Freundliches sagen kann, sollte man vielleicht einfach mal gar nichts sagen.“

      Das Thema Beschwerden durch Plastikbinden kenne ich übrigens aus knapp zehn Jahren Hebammenarbeit sehr genau: Vielen Frauen sind Nebenwirkungen dieser Art Hygieneartikel bekannt. Das beginnt bei Schwitzen, Juckreiz, Rötung, Pilzbildung, kann aber im Einzelfall auch eine handfeste Allergie auslösen.
      Du glaubst ja nicht, was für unterschiedliche Erscheinungsformen und Ausprägungen Allergien annehmen können. Und nur weil es bei dir nicht auftritt, heißt das doch im Umkehrschluss nicht, dass jemand anderes es nicht so erlebt hat? In den Kinderladen meines Sohnes ging zum Beispiel bis vor kurzem ein Kind, dass hochgradige, allergisch bedingte Atemnot bekam, wenn im Raum jemand war, der zuvor etwas erdnuss-haltiges gegessen hatte.

      In diesem Sinne wünsche ich dir noch einen sonnigen Tag und hoffe, deine zukünftigen Kommentare tragen zu einem liebevollen, respektvollen und konstruktiven Miteinander hier auf bluebottles bei.
      Herzlich
      Jitka

  5. Bridie on 9. Juni 2016 at 14:12 said:

    Super Anleitung, habe sie beim ersten Mal lesen verstanden. Ich muss täglich Slipeinlagen tragen, sonst wäre mein Slip immer feucht oder fleckig. Aufgrund des vielen Mülls habe ich mich gefragt, was man dagegen machen kann und bin irgendwie auf deine Seite gestoßen.
    Ich habe schon meine Kinder mit Stoffwindeln gewickelt, aber dass man daraus auch Slipeinlagen machen kann, darauf bin ich bis jetzt noch nicht gekommen🙈😂. Werde jetzt aus den übrigen Windeln mal versuchen Slipeinlagen zu machen.

  6. Pingback: Kann Frau Tampons auch nachts Tragen? - Antworten & Alternativen

  7. Anja on 5. Juli 2016 at 6:17 said:

    Hallo Jitka,

    wie Angekündigt habe ich deine Anleitung für Slipeinlagen umgesetzt.
    Der Prototyp mit vier Lagen Mull war mir zu hart und sperrig. Ich habe zwei lagen Mull verwendet und die Einlage von 7 cm auf 6 cm verschmälert.
    Um Zeit beim Zuschnitt und Nähen zu sparen, habe ich auf die Rundungen der Mulleinlagen verzichtet und Dreiecke an den Ecken abgeschnitten. Beim aufblähen auf den Außenstoff bin ich der Kontur gefolgt.

    Als Außetstoff habe ich Baumwollbettwäsche verwendet. Alle Materialien wurden schon vielfach gewaschen, das machte es frei von Belastungen und da läuft auch nichts mehr ein.
    10 Stück habe ich direkt genäht. Jetzt kommen die nächsten 15-20 … für den Urlaub.

    Ich bin sehr zufrieden und fühle mich wohlig verpackt und sauber.

    Tipp: Keine Angst von Blutflecken.
    In kaltem Wasser mit Salz, über Nacht eingeweicht, verschwinden selbst eingetrocknete Blutflecken.
    Ich leide seit meiner Kindheit an Nasenbluten, kaltes Salzwasser ist das Beste Mittel.
    Evtl. 48 Stunden einweichen und dann normal Waschen.

    Ich hoffe, dass deine Nähanleirung vielfach umgesetzt wird und sich herumspricht. Du hattest eine sehr gute Idee auf die ich und viele ander schon lange gewartet habe, ohne es zu wissen.

    Liebe Grüße Anja

  8. Meggi on 23. Juli 2016 at 17:09 said:

    Hey,
    Total cool dein Beitrag! Ich werde es demnächst auch mal ausprobieren!:-)
    Lg Meggi

    • Meggi on 27. Juli 2016 at 16:57 said:

      Hey!
      Gestern Abend habe ich mich an die Nähmaschine gesetzt und meine erste Stoffbinde nach deiner Anleitung genäht. Von Ergebnis her bin ich sehr zufrieden und bin gespannt wie die Binde sich im Alltag als Alltagstauglich erweist. Vielen Dank für deine Anregung! 🙂

      • Das freut mich! Meine Binden sind immer noch einwandfrei und monatlich im Einsatz. Ich hoffe, dir und allen Vorschreiberinnen ergeht es da genauso! LG Jitka

  9. Antonia on 20. August 2016 at 12:00 said:

    Huhu, gerade ist meine Lieferung mit dem Material für mein „Binden-projekt“ gekommen und ich freue mich schon darauf, sie zu nähen. Bin gespannt, ob sie gut werden!!! Ich berichte dann 🙂

  10. Ich finde deinen Artikel toll und einen super Beitrag zur Nachhaltigkeit.
    Auch ich verwende täglich Slipeinlagen – weil meine Narben zu schmerzen beginnen, wenn es nicht warm genug ist. Da wären so kuschelige Einlagen aus alter Bettwäsche genau ideal!

  11. Laura Büttner on 4. September 2016 at 6:48 said:

    Zum Thema Nachhaltigkeit kann ich dir nur die Menstruationstasse empfehlen!!!!! Liebe Grüße

    • Liebe Laura, danke die habe ich tatsächlich schon hinter mir. Erstens habe ich keine gefunden, die mir a) gut gesessen und b) gleichzeitig dicht gehalten hat (entweder zu groß = unangenehmes Fremdkörpergefühl oder zu klein = undicht. Ich hatte insgesamt 4 Stück von zwei verschiedenen Firmen bestellt. Außerdem mag ich Gummi und Silikon grundsätzlich nicht so gerne auf oder an bzw. in mir und bin deshalb nach einigen Testzyklen wieder zu Binden zurück gekehrt…

  12. Lucia on 1. Oktober 2016 at 18:02 said:

    Super Anleitung 🙂 Danke!!!
    Mir ist nur noch nicht ganz klar wie der PUL Stoff zum Einsatz kommt.
    Hab ich da was überlesen?
    Und ist er auch noch dicht wenn man den abschließenden Topstich ringsum macht?

    Viele Grüße
    Lucia

  13. Hallo Lucia,
    der PUL ist in der Anleitung der unifarbene hellblaue Stoff für die Bindenunterseite. Über fehlende Dichtheit kann ich mich nicht beschweren, da der Stoff ja tatsächlich nur außen abgesteppt ist, aber nicht in der Mitte so wie der Oberstoff (der wird ja mit den Einlagen direkt verbunden, wohingegen der PUL nur am Rand genäht wird.) Ich hoffe, das ist jetzt einigermaßen verständlich so… VLG Jitka

    • Lucia on 2. Oktober 2016 at 12:39 said:

      Vielen lieben Dank. Dann setz ich mich mal an die Nähmaschine 🙂

      • Hm…irgendwas scheine ich falsch zu machen :-/
        Bei mir ist die Binde nicht dicht und wird nach 4 Teelöffeln Wasser nass. Sieht so aus als ob die Nässe bei den Nähten startet.

        Ich hab folgendes verwendet:
        Topping – Microfleece
        Kern – 2 Lagen Zorb + 1 Lage Bambusfleece
        Unterseite – PUL ein Baumwollstoff mit Print wegen der Optik

        Die Nässe scheint bei dem Baumwollstoff von den Rändern von aussen nach innen zu gehen?!

        Hilfe wo liegt mein Fehler?

        • Nadine W. on 16. Oktober 2016 at 18:18 said:

          Ich bin mir nicht sicher. Kann aber daran liegen, falls du 100% Poly-Microfleece genommen hast. Synthetikfasern saugen ja gar nichts auf und ich kann mir vorstellen, dass bei BW-Topping eben schon etwas vorgesaugt wird und es so gebündelter in den Kern dringt. Aber ob das so ist, weiß ich nicht. LG Nadine

          • Monica on 1. November 2016 at 5:08 said:

            Ja, genau. Der topper muss die flüssigkeit aufnehmen damit es zu dem Kern kommt. Microfleece wird ganz unten verwendet, erstens weill es auch etwas abdichtet, zweitens damit die binde nicht rum rutscht. Mit dem Kern – würde ich sagen das 2 schichten zorb nicht ausreichen, es sei denn es gibt auch zusätzlich weitere Kern-schichten. Mit Bambus kenne ich mich nicht so aus, aber ich schätze das geht. Es kann aber was ausmachen in welcher reihen folge diese Kernschichten kommen. Mit zorb kann die Flüssigkeit vom druck rausgedrückt werden. Das hätte der Grund sein können warum es von den Seiten raus kam. Lag die Bambusschicht zuerst, dann die zorb schichten nach unten?

            Als beispiel kann ich mitteilen, dass ich selbst von unten durch eine gekaufte binde gebluttet habe, die von einer Firma hergestellt wird – keine kleine etsy-shop. Die hat 5 lagen zorb als kern drin – und ich verwende sie nur an meine leichteren tage, obwohl die als Nacht binde (und für nach der entbindung – sorry, weiss nicht wie man das auf deutsch ausdrückt). Wie sich die anfühlt, ist da sonst nichts drin.

            Es gibt auch mehrere Varianten von zorb – erste generation, zweite usw – ich glaub die machen schon eine vierte und fünfte generation davon. Ich weiss nur die zweite saugt mehr auf als die erste – bei den anderen gibt’s dieses diamanten muster drin und weiss nicht ganz so was bei jedem so anders ist.

            Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt, hoffentlch sind meine deutsch Fehler nicht so schlimm und dass man dabei ein äuglein zudrücken kann. Wer mag darf mir gerne eine email schreiben auf monica.l.wilson (at) gmail punkt com.

            Ich fand die Anleitung super – die Bilder sehr sehr schön und die fertigen Binden sehen klasse aus.

            Viel Glück und hoffe dass es auch alle Besucher der Seite ausprobieren werden. Es gibt wirklich nichts schöneres als so eine Stoffbinde.

            Mfg

            Monica

  14. Nicole Fischedick on 15. Oktober 2016 at 20:11 said:

    Ich würde diese Binden auch gerne selber nähen aber wo bekomme ich Molton her? Oder kann man auch ein anderes Material verwenden was vielleicht etwas dichter ist und nicht so viel Nässe durchläßt.

  15. Stefanie on 1. November 2016 at 13:24 said:

    Huhu,

    Danke für die tolle Anleitung. Ich bin auch leidgeplagt, was die herkömmlichen Binden und Slipeinlagen angeht und wollte nun nach deiner Anleitung nähen. Welchen Molton hast du da verwendet? gehen da diese Moltontücher, die man als Spucktücher für Babys verwendet? Und gibt es bei dem PUL Stoff etwas zu beachten?

    LG Steffi

    • Hallo Stefanie und Nicole,
      als Moltoneinlage kann man tatsächlich alte Spucktücher verwenden, wenn man sowieso welche da hat. Ansonsten findet Ihr aber sicher auch Meterware online zu kaufen, einfach mal nach „Bio Molton Meterware“ suchen, da werdet Ihr auf jeden Fall fündig! LG Jitka

  16. Olga on 4. November 2016 at 8:57 said:

    Tolle Anleitung, danke! Ich versuche auch gerade weniger (Plastik)Müll zu produzieren und würde das mit den stoffbinden an sich gerne mal ausprobieren. Allerdings frage ich mich wie das mit der alltagstauglichkeit ist. Unterwegs zum Beispiel, ist das Waschbecken ja meist „öffentlich“, also nicht separat auf dem WC. Wäscht ihr da wirklich eure blutigen binden aus, während eventuell andere Damen dabei sind, die sich gerade ihr Näschen pudern? Und schmeißt ihr dann täglich die Waschmaschine mit kochwäsche an, oder wie und wo lagert ihr die benutzten binden, bis ihr das nächste mal wascht?

    • Also ich habs unterwegs noch nicht gewechselt, weil ich dafür ganz dicke nehme bzw. sowieso noch nicht viele Stoffbinden hab, aber ich würde sie dann eben in einen oder zwei dichte Beutel tun und zuhause auswaschen, wenn es nicht so lang bis dahin dauert.
      Ansonsten weiche ich die Binden nach dem Auswaschen bis zum gemeinsamen Waschen in der Maschine ein, und wechsle mind. 1x täglich das Wasser..

  17. Nadine on 13. November 2016 at 18:12 said:

    Danke für die tolle Anleitung. Seit der Geburten meiner Kinder vertrage ich weder tampons noch binden/slipeinlagen. Hab schon überlegt eine Tasse zu holen aber vorher werden selbstgemachte getestet😊

  18. Anett on 1. Februar 2017 at 21:23 said:

    Wenn man für Slipeinlagen Molton direkt als Oberseite benutzt, sollte man ihn dann auch in der Flügelform zuschneiden oder reicht es, wenn man ihn quasi nur als Steg auf die Unterseite näht?

    • Liebe Anett, da ich die ganze Binde ja gewendet habe, habe ich auch den Molton in Flügelform geschnitten. So sind die Kanten schön sauber abgeschlossen. Falls die Unterschicht PUL ist, wäre mir das an den Übergängen etwas zu unangenehm auf der Haut. Als Steg, so wie du beschreibst, wäre es eher eine Sparvariante, die evtl. auch leichter ausfranst, denke ich.

  19. Isabelle on 6. Februar 2017 at 9:45 said:

    Vielen Dank für die gute Anleitung. Selbst für Nähanfänger leicht zu bewerkstelligen. Es lassen sich auch gut Stoffreste und „Altkleider“ verwerten.

  20. Hallo,ich finde diese Anleitung einfach genial und ich werde mich noch diesen Monat an das Projekt wagen…
    Ich bin seit kurzem Tassen-Benutzerin und möchte aber auf ein Backup nicht verzichten. Sprich eine Binde falls die Tasse nicht perfekt sitzt…
    Bei normalen Binden und Slipeinlagen juckt es mich ständig…
    Nun hab ich von Stoffbinden gelesen und würde gerne mal den Versuch wagen…

    Nur eine kleine Frage hab ich… Wo bekommt man PUL her?

    Ich wäre dankbar für jeden Tipp.

    LG Agi

  21. Chris on 21. Februar 2017 at 21:15 said:

    Hallo!

    Gibt es eigentlich eine plastikfreie PUL Alternative?
    Ich hab mal eine Windel daraus genäht und mir stellen sich beim Anfassen die Nackenhaare hoch. Außerdem möchte ich gerne zukünftig Plastik vermeiden…

    Das Projekt steht bei mir schon seit längerem auf der to-do-Liste. Ich hoffe mal, dass ich es bald umsetzte 🙂

    Gerade kam mir ein Gedanke für die normale tägliche Slipeinlage, wenn man sie denn trägt. Hat schon mal jemand versucht sich eine Büx zu nähen und den Zwickel größentechnisch an eine Slipeinlage angepasst? Dann könnte man doch gleich Büx mit Einlage nähen.

    Vielen Dank für die tolle Anleitung!

  22. Hi,
    danke für die Anleitung, ich hoffe ich hab als Nähanfängerin alles verstanden.

    Wichtig ist für mich auch, Stoffreste oder Bio-Baumwolle zu nehmen. Ich gucke auch in DRK-Läden, Gerbauchtwarenläden etc. nach günstigen alten Baumwoll-/Naturstoffen, alten Handtüchern als Einlage innen etc.

    Über eine Plastikalternative denke ich auch noch nach. Vielleicht mit flüssigem Latex bestreichen? Habe aber noch nicht recherchiert, ob und wie heiß man das waschen kann.
    Oder eben alte Duschvorhänge, alte Babywindelhosen, alte Textilwachstischdecken verwenden, wenn man die hat/findet…

    Liebe Grüße Alex

  23. PS. Meinst du mit Büx Unterhose?? Man könnte ja auch in alte, nicht mehr so hübsche Unterhosen ne Slipeinlage einnähen…für leichte/Rest-Blutungen.

  24. Steffi on 5. April 2017 at 21:45 said:

    Ich überlege mir auch Slipeinlagen selbst zu nähen. Aber irgendwie stehe ich auf dem Schlauch 🙃 Reicht hierfür nur ein Ober und ein Unterstoff und fertig? Oder brauche ich für eine Slipeinlage auch Molton oder PUL?

    • Hallo Steffi, bei „normaler“ Feuchtigkeitsmenge reicht sicher ein dünner Baumwollstoff. Ich habe beides probiert (Baumwolle / Baumwolle und Baumwolle / Molton) und bin mit beidem zufrieden. Persönlich mag ich Molton lieber auf der Haut, aber der normale Baumwollstoff tut es auf jeden Fall auch. LG und viel Erfolg beim Ausprobieren, Jitka

  25. Siwu on 6. April 2017 at 18:22 said:

    Könnte man das auch als „Windel“ nutzen?

    Danke

    • Liebe Siwu, ich denke nicht. Du würdest ja auch keine Monatsbinden aus der Drogerie als Windeln benutzen, oder? Die Form ist ziemlich ähnlich wie bei der Plastikvariante, das gibt keinen ausreichenden Auslaufschutz für kindliche Ausscheidungen. LG Jitka

  26. Mona on 16. April 2017 at 23:03 said:

    Danke für die tolle und verständliche Anleitung. Bisher hab ich immer nur englischsprachige Seiten gefunden.
    Habe gerade meine erste Slipeinlage genäht, aus Baumwolle und einem Kern aus einer Schicht Molton. Sitzt gut, bin gespannt wie es sich dann im Alltag bewährt.
    Ich bin kein Nähprofi, ist alles etwas krumm, aber Übung wird den Meister machen.
    Aus welchem Grund wird die gesamte Einlage mit Zickzackstich umnäht? würde es auch reichen, nur die Wendenaht zu schließen? Empfinde so viel Naht eher als unbequem…
    LG

  27. Tina Eberlei on 26. April 2017 at 16:36 said:

    Super, vielen Dank für die tolle Anleitung. ich benutzue seit Jahren Binden aus Stoff und habe sie bisher immer gekauft. Mein eigener Versuch ging leider daneben, da ich die innenschichten nicht miteinander vernäht habe, sondern nur am Rand genäht habe – ist natürlich alles verrutscht 😉 Aber die werden jetzt auch selber genäht…

    Liebe Grüße
    Tina

  28. Yasmin on 3. Mai 2017 at 0:45 said:

    Hallo Zusammen!

    Ich arbeite zur Zeit an einem Projekt, welches in Afghanistan umgesetzt werden soll. Und zwar soll dort Frauen der Zugang zu Binden erleichtert werden, da aufgrund von Armut vielen Frauen der Kauf von Binden verwehrt bleibt.
    Nun wollte ich mal fragen, wie viele man so für eine Periode etwa bräuchte (also 7 Tage Blutung meine ich jetzt). Da man sie wahrscheinlich vor dem Auswaschen eine gewisse Zeit einweichen muss, kann ich mir vorstellen, dass man so einige davon benötigt, um immer eine parat zu haben 🙂
    Kann mir da jemand weiterhelfen? Bräuchte die Info dringend für die Kalkulation.

    Liebe Grüße,
    Yasmin

    • Hallo Yasmin,
      also bei recht durchschnittlicher Blutungsstärke (2 Tage doller, danach noch 3-4 Tage deutlich geringere Menge) besteht mein Vorrat aus 4 großen und 6 mittelgroßen Binden. Dazu noch 6 Minibinden /Slipeinlagen. Damit komme ich gut hin, allerdings benutze ich am ersten Tag meistens 2-3 Tampons zusätzlich (Ich gebe aber gerade auch der Mondtasse noch eine zweite Chance), an den Tagen danach nur Binden. Ich wasche meist einmal zwischen, wenn ca. 6 Binden verschmutzt sind, und habe so eigentlich immer genug Binden gehabt.
      In heißerem Klima wird evtl. öfter gewechselt? Auch wenn keine Zusatzmittel wie Tampons benutzt werden, würde ich vorschlagen:
      6-8 große Binden (besonders bei stärkerer Blutung)
      4-6 mittelgroße Binden
      6 Slipeinlagen
      Finde dein Projekt klasse! Viel Erfolg dabei! LG Jitka

  29. Nina on 21. Mai 2017 at 19:14 said:

    Hallo, kann man das Wenden auch weglassen und Ober- und Unterseite nur mit einem Zickzack aufeinander nähen? Trau mich an das Wendegefummel nicht ran… LG!

  30. Viktoria on 29. Juni 2017 at 22:29 said:

    Hallo, 🙂
    braucht man für die Slipeinlagen kein Moltonstoff?
    Danke schon mal im vor raus.
    LG Vicky

  31. Pingback: Nähenideen um Müll zu vermeiden - PepperÄnn

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  33. Mokey on 29. August 2017 at 21:49 said:

    Ich habe eine gekaufte Binde. Da würde mich der Overlock einfach einmal rundherum genäht. Ich habe bei meiner Nähmaschine einen pseudo Overlock Stich. Den würde ich dafür nehmen – habe nämlich auch keine Lust aufs wenden. Außerdem möchte ich den Rand möglichst flach haben.

  34. Super Idee! Die Anleitung habe ich mir schon vor einigen Wochen rausgesucht und heute endlich in die Tat umgesetzt! Sieht klasse aus und fasst sich gut an (ich hatte meine Bedenken, dass das ganze Teil zu wuchtig wird). Ich werde sie in allernächster Zukunft auf die Probe stellen und wenn die Binde so gut hält, wie ich denke, werde ich mir einen Vorrat anlegen. Da ich immer sehr starke Blutungen habe, werde ich wohl einen ganzen Haufen brauchen, aber dann muss ich ja kein schlechtes Gewissen mehr haben, weil ich keinen Müll mehr produziere! Einfach toll!

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