Lebensmittelpunkt: Selbstversorgung

In diesem Jahr habe ich viel Veränderung und Umwandlung gespürt. Es war immer wieder sehr anstrengend für mich, den Überblick zu behalten und mich nicht zu verzetteln. Mit fortschreitendem Herbst, welcher schon immer irgendwie die Zeit der Erdung und des Sortierens für mich war – komme ich in meinem momentanen Lebensrhythmus mehr und mehr an. Und das tut so gut!

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Es ist immens wichtig für mich, meine Prioritäten klar vor Augen zu haben, das merke ich immer wieder. Und das habe ich nun über Wochen der Auseinandersetzung mit meinen neuen Lebensinhalten endlich ein Stückchen mehr geschafft. Dadurch, dass G nun richtig gut im Kinderladen angekommen ist, habe ich tatsächlich einen gleichbleibenden Tagesrhythmus gefunden und so finde ich endlich die dringend benötigte Zeit, meine eigene Arbeit voran zu bringen. Mutter sein ist wirklich eine wundervolle Aufgabe, aber ich brauche auch inzwischen wieder größere Zeiteinheiten, in denen ich in Sachen Erwachsenenkram denken, arbeiten, wirken kann. Es kristallisiert sich für mich deutlich heraus, dass ich mein Tun auf die existentiellen Tätigkeiten des täglichen Lebens fokussieren möchte.

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Als zukünftige Selbstversorgerin brauche ich bestimmte Fähigkeiten, von denen ich einige schon erlernt habe, viele andere aber noch fehlen. Dazu gehören für mich folgende Aufgabenbereiche:


Haushaltsführung im weiteren Sinne
:
* Ordnung halten und Überflüssiges aussortieren, dadurch mehr Freiheit = Lebensqualität genießen
* Eigene Wasch- und Renigungsmittel herstellen
* Kosmetika wie Seife und Shampoo selbst herstellen
* Ackerbau, das heißt Anbauen von möglichst viel Obst und Gemüse auf eigenem Land (Permakultur)
* Anbau in Hochbeeten
* Sammeln von passenden Rezepten für ein überwiegend veganes Leben aus eigenem Anbau und eigener Verarbeitung
* Konservieren von Lebensmitteln, Herstellen eigener Süßigkeiten, Backwaren usw.

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Handwerk:
* Arbeiten mit Wolle: Stricken und Filzen
* Arbeiten mit Stoff: Nähen, Stopfen und Sticken
* Arbeiten mit Holz, Metall, Stein, Lehm etc. und dem entsprechenden Werkzeug (in erster Linie T´s Gebiet, aber ich lerne auch hier mit erhöhter Aufmerksamkeit dazu, wenn er irgendetwas baut)

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Energiegewinnung (ebenfalls eher T´s Ressort, aber extrem wichtig für uns alle):
* Solarenergie
* Wasserkreisläufe, Trinkwasser
* Hausbau (klimaneutral, giftfrei, nachhaltig)
* natürliche Kühlungsmöglichkeiten

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Organisation:
* Routine entwickeln für einen funktionierenden Kochplan und Einkaufsplan
* Tagesrhythmen etablieren – was erledige ich wann?
* To-Do-Listen mit erreichbaren Zielen anfertigen und das Abhaken genießen
* Finanzen überwachen

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Wichtige Richtwerte für meinen Alltag sehen so aus:

1. Plastik in jeder Form vermeiden, wo es möglich ist. Praktikable
Alternativen finden.
2. Müll vermeiden, weniger und gezielter Einkaufen (wenn möglich Second Hand), Resteverwertung planen.
3. Das Kind altersentsprechend in möglichst viele Tätigkeiten einbeziehen.

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Schön, das alles mal so aufgelistet vor mir zu sehen. Ich glaube, ich habe tatsächlich meine neue Ausrichtung definiert. Jetzt fehlen nur noch die vielen kleinen und großen Schritte zur Verwirklichung samt Auswanderung ins Land unserer Träume. Daher verbrauche ich momentan relativ viel Zeit mit dem Englischlernen, aber das ist ein unvermeidbarer Schritt und ein Ende ist (hoffentlich) bald absehbar.

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