Übungen des täglichen Lebens: Gemüse putzen

Ein wichtiger Aspekt im Umgang mit unserem Kind, ist die Einbeziehung in die alltäglichen Tätigkeiten. Je kleiner unser Junge war, desto schwieriger fand ich es, die Umgebung angemessen vorzubereiten und das Equipment auszusuchen, so dass G wirklich auch etwas damit anfangen konnte und nicht nur ein riesiges Chaos veranstaltete (was für ihn selbst sicherlich immer ein riesiger Zugewinn an Erfahrung war/ist, aber für mich natürlich den Arbeitsaufwand verdoppelt oder potenziert).

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So langsam erreicht er aber einen Entwicklungsstand, der es mir ermöglicht, ihn immer mehr in unsere realen Arbeiten einzubinden. Manchmal sucht er sich zwar sein eigenes Tätigkeitsfeld und interessiert sich gar nicht für meine gezielten Angebote, doch immer häufiger kommt es vor, dass wir Arbeiten nun gemeinsam verrichten können. Und das macht wirklich richtig Spaß.

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So konnten wir kürzlich endlich mal die Gemüsebürste zweckmäßig einsetzen und das Gemüse von unserem Ackerstück säubern, bevor es geschält und geschnitten wurde.

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Ich sollte der Vollständigkeit halber sagen, dass das Bürsten schnell ein Ende hatte und G dann noch eine ganze Weile darin versunken war, die Kartoffeln von einem Gefäß ins andere zu legen und immer wieder ins Wasser einzutauchen.

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Der Tast- und Temperatursinn wurden also ganz besonders angesprochen. Und ein nettes Nebenergebnis war, dass die „Übung des täglichen Lebens“ zu einer „Sortierübung“ wurde. Denn diese zwei kleinen verkümmerten Knollen wurden samt Grashalm nicht zu den Kartoffeln gezählt und gnadenlos aussortiert.

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Ich finde, die Küche ist ein dankbarer Ort, um auch schon die Kleinsten teilhaben zu lassen. Hier werden Sinneseindrücke gesammelt: es kann viel Neues gesehen, getastet, gerochen und geschmeckt werden. Die Koordination und Feinmotorik werden auf ganz natürliche Weise gefördert. Und das Beste: am Ende gibt es ein leckeres Ergebnis, dass wir dann gemeinsam verzehren können. Spielzeug ist out, Küchengeräte in Kindergröße sind total in!

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