Immerwährender Kalender

Bald beginnt für uns ein großer, neuer Lebensabschnitt: G kommt in wenigen Tagen in den Kinderladen. Dies wird unseren Alltag völlig neu strukturieren und mir spukte schon lange ein DIY-Projekt durch den Kopf, welches ich nun endlich auch in die Tat umgesetzt habe.

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Da ich noch eine alte Laminiermaschine besitze und auch einen Stapel Laminierfolien, habe ich entschieden, dass es niemandem etwas nützt, wenn ich diese in den Müll werfe. Neu gekauft hätte ich sie in der Tat heute nicht mehr, dann wären es einfache Pappkärtchen geworden. Aber so bin ich jetzt auch nicht traurig, dass die Mondphasen und Wetterkarten etwas geschützt worden sind.

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Am liebsten wäre mir eigentlich eine große Magnettafel gewesen. Da ich aber noch zwei Pinnwände und einen Haufen Pinn-Nadeln im Keller hatte, habe ich diese benutzt. Ihr wisst schon: weniger stuff, mehr Reduce-Reuse-Recycle.

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Allerdings habe ich doch etwas Respekt vor den Nadeln und um G´s Entdeckerdrang ein wenig abzulenken, habe ich ihm an seinem Arbeitsplatz ein Übungstablett mit Pinn-Nadel und Korkplatte her gerichtet. Die Regeln sind in diesem Falle recht streng: Es wird mit der Nadel nur am Platz gearbeitet, nur mit mir zusammen und auch nur in den Kork gestochen. Aus dem Glas muss er die Nadel heraus schütten und darf nicht hinein greifen. Es klappt einigermaßen gut, aber ich fürchte, wenn die Pinnwände in erreichbarer Höhe hängen, ist die Verlockung, daran zu forschen, doch zu groß. Deshalb gibt es in diesem Falle einen unmontessorischen Platz außerhalb seiner Reichweite; das heißt er müsste sich seinen Hocker daran schieben und das bekomme ich mit und kann dann mit ihm zusammen am Kalender hantieren.

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Die Wochentage sind farblich den entsprechenden Chakren zugeordnet, hier wird es in Kürze auch noch eine Erweiterung geben, aber ich will nicht zuviel verraten. Die Farbe der Tage, des Monats, der Jahreszahl und des Jahreszeitenkärtchens wechselt alle drei Monate. Der Sommer ist goldgelb, der Herbst orange, der Winter blau und der Frühling grün. Die Tageskärtchen können perspektivisch jeden Monat neu von uns gestaltet werden, da sie zweiteilig sind und das Transparentpapier nur der Dekoration dient.

Ich freue mich schon sehr auf den ersten Einsatz und hoffe, dass wir es schaffen, das Kalenderritual jeden Tag am Morgen durchzuführen. Was noch fehlt, aber auch erst etwas später nachfolgen darf, sind extra „Karten des Tages“. Darauf möchte ich entweder einen Spruch, ein Gedicht oder eine kleine Aufgabe für den Tag notieren. Allerdings ist alles so neu und G noch so klein, dass ich ihn auch nicht gleich überfordern möchte.

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Ich denke, es wird also reichen, gemeinsam den Tag zu markieren und das Wetter zu bestimmen. Die Beobachtung des Mondes kommt dann automatisch hinzu, da wir aus unserer Dachgeschosswohnung sehr gut den Mond sehen können und G diesen auch immer ganz spannend findet und darauf zeigt.

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Es macht Spaß, die eigene Kreativität fließen zu lassen, mit den Händen etwas zu schaffen. Nah am Küchenbereich, gleich neben der Eingangstür haben wir jetzt also einen bunten Blickfang, an dem wir jeden Morgen ein wenig verweilen können.

Ein Kommentar bei „Immerwährender Kalender“

  1. Wie schön!!!!!
    Schon länger würde ich gerne einen solchen Kalender für J und später auch für H nutzen. Nun war ich kurz davor einen zu kaufen. Danke, du hast mich wieder motiviert, selbst aktiv unbd kreativ zu werden 🙂

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