Pflanzaktion in der SoLaWi

Das Schöne am Gemeinschaftsleben ist ja, dass immer irgendwas los ist. Es wird nicht langweilig. Und so hatten wir heute spontan die Gelegenheit, die nahe gelegene SoLaWi-Gruppe (Solidarische Landwirtschaft) zu unterstützen.

70 Zucchini-Jungpflanzen mussten in die Erde gebracht werden. Zum Glück hatten wir herrlichstes Frühsommerwetter an diesem Tag.

Ich genoss das Arbeiten Hand in Hand sehr. Zwei harken den Boden durch, einer sticht die Löcher vor und zwei weitere können entspannt die Jungpflanzen einsetzen. Da ist das Arbeitsziel in kürzester Zeit erreicht und keiner fühlt sich überarbeitet.

Für G war der Ausflug auf den Acker auch eine tolle Abwechslung. Erde in den Händen spüren. Graben, hacken, zerkrümeln.
Ein Fest für die Sinne und eine Verbindung mit unserer Lebensgrundlage, die ich jedem Kind wünschen würde.

Auch die Tiere auf der Nachbarsweide waren einen näheren Blick wert. G fragt in letzter Zeit oft, ob es diesem oder jenem Tier (in Gefangenschaft) ganz gut gehen würde? Ich glaube, er möchte nicht, dass die Tiere leiden müssen. Ich versuche so ehrlich und kindgerecht wie nur möglich zu antworten.

Da unser derzeitiges „Zuhause auf Zeit“ in direkter Nachbarschaft zu einer Schweinefabrik und zwei Putenzuchthallen liegt, muss ich selbst auch wieder vermehrt an diese armen, gequälten Lebewesen denken.

Dagegen ist so ein gemeinschaftlich selbst angebauter Salat und Kohl doch eine völlig andere Welt, oder? Keine Chemie, kein Tierleid, keine Dumpinglohnarbeit, kaum Transportwege. Alles passiert mit viel Liebe, Zeit und nur durch der eigenen Hände Kraft.

In meinem eigenen Utopia käme unser Essen ausschließlich aus dieser Art des Anbaus auf den Teller!

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