Ich kann es noch nicht so ganz glauben, dass wir diesen Wahnsinnstag hinter uns haben. Bis ca. 9 Uhr lief eigentlich alles wie geplant, doch dann kam eins zum andern und die Nacht verbrachten wir nicht wie geplant im eigenen WoMo, sondern in einem günstigen Hotelzimmer.

Aber noch mal von vorne. Die allerletzten Tage vor dem Auszug waren ziemlich anstrengend. Der kleine G drehte völlig am Rad, vor allem Zuhause. Kein Wunder, da brach ja gerade seine ganze Welt zusammen, sein sicherer Hafen, alles Vertraute und Bekannte.

Aber irgendwie schafften wir es doch noch gestern früh umzugsfertig zu sein und gingen optimistisch in den Tag.
Leider sagten die drei Freunde, die uns Unterstützung zugesagt hatten, kurzfristig noch ab und so musste T mit den 4 professionellen Umzugshelfern das meiste allein stemmen.

Pünktlich um acht kamen die dann auch und leisteten wirklich gute Arbeit. Aber die drei paar Hände fehlten doch irgendwann und so kamen wir statt um 11 erst gegen 12:30 Uhr in Spandau los.

Der leichte Stau auf der Autobahn legte zu unserer ursprünglichen Verspätung noch einen drauf. Unser großes Glück war, dass die Helfer in Dessau uns trotzdem nicht hängen ließen.

Der Junge war zwar durch das Schläfchen im LKW einigermaßen fit, aber der Tag begann doch langsam seine Spuren zu hinterlassen. Das hieß, er machte zwar noch gut mit, brauchte aber meine volle Aufmerksamkeit.

Zu dritt buckelten T und die Helfer nochmal über drei Stunden und am Ende war das Lager gerammelt voll und jedermann, -frau und Kind völlig erschöpft.
Zu diesem Zeitpunkt war schon länger klar, dass wir es abends weder in die Pizzeria, geschweige denn noch auf einen Campingplatz schaffen würden. Wir hatten den Arbeitsaufwand doch etwas unterschätzt.

Und ohne Campingplatz hatten wir weder Wasser noch Strom im WoMo und das Gas war auch noch nicht angeschlossen. Also richtig praktikabel erschien uns diese Lage nicht. Und nach dem Mega Tag wünschten wir uns in erster Linie eine warme Dusche und einen kleinen Rest Comfort.

Also begannen wir den ersten Abend unseres neuen Lebens mit einem unveganen Besuch beim Fastfoodriesen (G war gar nicht mehr von der Rutsche loszueisen, was mein schlechtes Gewissen ein wenig abmilderte) und übernachteten in einem Hotel gegenüber der Autovermietung.

Der Inhalt unserer Rucksäcke war solala hilfreich. Für G hatte ich zumindest alles nötige dabei, aber weder T noch ich hatten Wechselklamotten mit. So machten wir das beste aus zwei Einzelbetten (um den fest montierten Nachttisch herum zusammen geschoben, ich in der Besucherritze) oder nur einem Set Handtücher (gewöhn dich lieber dran, Outdoor Woman!).

Doch trotz vieler zu machender Abstriche, fühlte ich mich abends einfach nur erleichtert und glücklich und heute geht es erst mal raus ins Grüne: Durchatmen, Erholen, und unser WoMo startklar kriegen!

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