Natur entdecken im Frühjahr

Die Sonne tut sich dieses Jahr echt schwer, im Allgäu anzukommen. So viel bedeckter Himmel, so viele kühle, feuchte Vorfrühlings- und Frühlingstage. Ist das jetzt völlig normal, von Menschen beeinflusst oder ein Vorbote des Grand Solar Minimums?

Nichtsdestotrotz ist die Sehnsucht nach frischer Luft und Natur nach dem langen Winter und der ewigen Erkältungszeit immens. Also versuche ich, so oft wie möglich wenigstens kleine Abenteuer zu unternehmen. Der Große bekommt in seiner Schule ausreichend Bewegung, Draußenspielmöglichkeiten und regelmäßige Naturtage. Und Mutti mit kleiner Schwester im Schlepptau ist bei ihm eh nicht mehr so angesagt, wenn es um gemeinsame Unternehmungen geht. Ohne Gleichaltrige sind Ausflüge um des Rauskommens willen inzwischen nur noch wenig verlockend. Klein-M schwingt da zum Glück noch mit mir auf einer eng verbundenen Welle, denn alles, für das ich mich begeistern kann, steckt auch sie in der Regel schnell an.

So manchen Impuls zum Entdecken und Erforschen kann ich ihr sicherlich mitgeben, aber bei ihr ist grundsätzlich weniger mehr. Die kleine Dame hat ihre ganz eigene Art mit der Welt in Kontakt zu treten und braucht da insgesamt enorm wenig Input von mir. Ihr dabei zuzusehen, wie sie sich selbst und ihre Lebenswelt entdeckt und mit ihr kreativ wird, ist einfach herzerwärmend.

Mit unserer Spielgruppe waren wir kürzlich auf Schatzsuche in Wald und Wiesen unterwegs. Dazu braucht es nicht viel, in unserem Falle ein paar vorbereitete Eierkartons und schon konnte es losgehen.

Aber auch ohne besondere Vorbereitung haben wir dieses Jahr bereits schöne Plätze erkundet. Mit den Kindern von anderen Freunden ging es zum Beispiel spontan ins Moor, wo Flora und Fauna sehr interessant und abwechslungsreich sind. G hat mit seiner Leidenschaft für fleischfressende Pflanzen da immer genug zu tun.

Aber auch für die kleinen Mädels war reichlich zu sehen und zu erleben. Meine kleine Pflanzenpresse nehme ich jetzt routinemäßig fast immer mit, wenn wir in der Natur unterwegs sind. Klein-M freut sich sehr, die Blätter hinterher in ihr “Abenteuerbuch” einzukleben und selbst noch etwas dazu zu malen.

Blüten sammeln und hinterher “verarbeiten” steht hier auch sehr hoch im Kurs. Aber Vorsicht: das Aufräumen hinterher muss man da schon als gewissen Aufwand einkalkulieren. Mir macht das selten etwas aus, aber das Material verteilt sich halt gerne ziemlich schnell.

Ein Highlight ist es natürlich immer, wenn wir nicht nur Pflanzen, sondern auch Tieren zu sehen oder sogar zu fassen kriegen.

Und dann ist da noch mein heiß geliebtes Lastenrad, mit dem ich im April zumindest schon einmal einen kleinen Waldausflug gewagt habe, als die Sonne uns einen Tag lang mit ihren Strahlen beschenkt hat.

Ich hoffe, die warme Jahreszeit bricht nun bald mal so richtig an, der Wald ruft!

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