Da waren sie wieder meine drei Probleme: Wo sollen wir leben? Was soll ich arbeiten? Wie bauen wir uns etwas für die Zukunft auf? Und dann, ganz plötzlich, beim Aushelfen für einen größeren Reinigungsjob, als Migrantin auf Zeit am Wischmopp, da hatte ich meine erste wirkliche Mini-Erleuchtung.

Da hatte ich das Gefühl, dass sich meine Eindrücke der letzten Wochen irgendwie zu einem großen Bild zusammen setzen ließen. Ich bekam einen Hauch davon zu spüren, wie ich leben und arbeiten dauerhaft miteinander verbinden möchte.
Ich erkannte, wie all die banalen Tätigkeiten des Alltags -wie zum Beispiel putzen oder kochen- mich erfüllen und dass ich meine (Arbeits-)Kraft auch gerne über meinen Einfamilienhaushalt hinaus erweitern könnte. Um andere zu entlasten, um ein nachhaltiges soziales Netzwerk aufzubauen und meinen Traum von einer lebendigen Gemeinschaft und Begegnungsstätte weiter zu nähren.

Unsere ursprüngliche Vision von der autarken Großkommune konnten wir bislang nicht erhellen. Die Motivation, weiter im Ungewissen danach zu suchen, ist augenblicklich nicht mehr so wirklich vorhanden.
Im Moment tendiere ich echt dazu, das ganze Kapitel Gemeinschaftssuche zu beenden und einfach dorthin zurück zu kehren und Wurzeln zu schlagen, wo T und ich beide in der Lage sind, uns unseren eigenen Ort der Begegnung und des Miteinanders zu schaffen.
In Deutschland.
Sollte es am Ende wirklich so simpel sein?
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