Festgefahren

Gerade mal eine gute Woche hat es gedauert, bis wir mit unserem WoMo das erste Mal stecken geblieben sind. Der Campingplatz war uns eigentlich schon vertraut, doch als wir abends nach einer Familienfeier bei guten Freunden aus Potsdam zurückkehrten, fuhr T über die einzig sandige Stelle auf der ganzen Wiese.

Zuerst dachten wir noch, wir kämen da irgendwie selber wieder raus. Erst grub T eine Rinne, die legten wir mit Zweigen aus. Leider steckte der Reifen nach dieser Aktion noch tiefer im Sand als zuvor.

Auch Befeuchten des Sandes brachte uns nicht weiter, ebenso wenig die untergeschobene Plane.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon leicht verzweifelt und wandten uns an die gerade eingetroffenen Nachbarcamper. Die waren -wie bislang alle Leute, denen wir auf unserer Tour begegnet waren- supernett und hilfsbereit.

Wir versuchten es gemeinsam mit den Unterlegkeilen, doch das brachte immer noch nicht den erhofften Erfolg.

Also hieß es schlussendlich doch, motorisierte Hilfe zu organisieren. Zu unserem großen Glück war der Platzbesitzer noch vor Ort und kam direkt mit seinem Wahnsinnsgefährt samt Winde zu unserer Rettung geeilt. Jetzt weiß ich, was ein Unimog ist.

Alles in allem hatten wir an diesem Abend ein nervenaufreibendes Erlebnis mit glimpflichem Ausgang. Der Umgang untereinander in der großen Gemeinschaft der Camper hat uns froh gestimmt und ist vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf ein Leben Hand in Hand mit Menschen, die für eine gemeinsame Sache leben und arbeiten.

Und für alle, die mit uns mitfiebern und wissen möchten, wie es bei uns jetzt weiter geht: eine Woche verbringen wir nun bei meinen Schwiegereltern, kümmern uns um die letzten Handgriffe am WoMo und erledigen den deutschen Bürokratiekrams.

Und am ersten Juliwochenende sind wir zum Infotag der Gemeinschaft am Schloss Tempelhof angemeldet und sind sehr neugierig, was uns dort erwartet bzw. wie man uns dort aufnehmen wird und was sich weiterhin daraus ergibt.

Loading

Schreibe einen Kommentar

*