Erbsengitter und Gewächshausliebe

Der Mai schreitet voran und da wir zur Zeit viele Wolken und Regengüsse geschickt kriegen (vom himmlischen Vater gesendet oder mit Absicht künstlich erschaffen sei jetzt mal dahin gestellt), hält sich mein Garteneifer gerade etwas in Grenzen. Mit zwei mauligen Kindern im Regen Unkraut jäten ist jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung!

Aber wenn die Sonne doch mal raus kommt, dann fahr ich natürlich sofort rüber, so wie letzten Samstag. Da war es nämlich wirklich allerhöchste Zeit, den Erbsen und Zuckerschoten eine Rankhilfe zu bauen. Die Stecken, die ich gesammelt habe, waren von der Menge her eine absolute Punktlandung.

Zuhause habe ich aber auch immer was zu tun mit den jungen Pflänzchen. Die Tomaten, insgesamt 20 Stück an der Zahl, haben einen wahren Schub gemacht. Allerdings wachsen sie sehr unterschiedlich, manche klein gedrungen, andere höher und schlank. Es sind ja auch vier verschiedene Sorten, von der Ananastomate, über die Pflaumentomate bis zu den kleinen Rispen.

Diese hübschen Grünen dürfen tagsüber jetzt schon auf dem Balkon im Schatten abhärten, damit sie nächste Woche den Umzug gut überstehen.

Dasselbe gilt auch für die Paprikapflanzen, zumindest die größten drei. Die anderen fünf lasse ich noch etwas mehr Licht unter der Pflanzenlampe tanken.

Ebenfalls ausgewildert werden hier die größeren Kürbis- und Zucchinipflanzen. Diese werden wahrscheinlich schon Ende der Woche ins Freiland am Standort „Permakultur“ umziehen.

Und dort war ich gestern auch und habe das Gewächshaus bestaunt und bewundert. 5,5 mal 2,5 Meter, da kann schon einiges gezogen werden, denke ich.

Der Boden wirkt gut erdig, aber hat noch einige Steine drin. Die habe ich – zumindest so lange die Geduld der kleinen Dame ausreichte – heraus geholt. Jetzt fehlt noch die automatische Bewässerungsanlage und eine Portion Kompost, dann ist das Häusle einzugsbereit für unsere vielen Nachtschattengewächse und für die Gurken und Melonen.

Die Flächen zuhause leeren sich also langsam, auf dem Balkon ziehe ich in zwei Töpfen Radieschen und im Bad gedeihen meine Basilikumpflanzen prächtig. Eine erste mini Pestoportion gab es auch schon auf den Teller. Und die selbst gezogenen Pflanzen habe ich jetzt auch gekürzt und neue Stecklinge ins Wasser gepackt. Das hat ja schon beim ersten Mal so super geklappt!

Meine Freude am Gärtnern wächst und die Zuversicht in meine Fähigkeiten genau so. Wenn ich die stolzen Tomatenpflanzen, Physalis und Paprika anschaue und mir vergegenwärtige, dass ich sie aus diesen winzigen Samen gelockt habe, geht mir so richtig das Herz auf. Noch ein paar Wochen, dann geht es auch schon mit Radieschen, Salat und Zuckerschoten zur allerersten Ernte. Ich kann es kaum erwarten!

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