Start auf dem „Klassiker“

Die letzte volle Märzwoche schenkte uns recht milde Tage und viel Sonnenschein. Neben zwei Besuchen mit Beetpflege und kleineren Aussaaten bei meinem „Experiment“ hieß das auch endlich Loslegen auf dem „Klassiker“. Die Arbeit an der frischen Luft tut uns allen extrem gut.

Die Planung für die Beete im Kopf und das Pflanzmaterial in der Kiste fuhr ich mit den Kindern zu unserem zweiten Standort. Wir wollten die Beete anlegen und direkt Steckzwiebeln, Knoblauch, Radieschen, Spinat, Salate und Erbsen in den Boden bringen.

G hatte zwar zuerst nicht so große Lust, aber die Aussicht auf ein eigenes kleines Beet erweckte dann doch seinen Tatendrang. Klein-M ist eh meistens glücklich, wenn wir uns draußen aufhalten. In dem Alter ist es ja noch wirklich einfach, eine anregende Umgebung anzubieten.

Das Beet beim „Klassiker“ ist knapp 3 mal 10,5 Meter groß und hatte am Vortag eine ordentliche Portion Kompost erhalten. Nun konnte also losgestartet werden mit den Pflanzungen und Direktsaaten.

Der Salat, Roter Eichblatt und Romanasalat, kam mit Abständen von 25 mal 25 cm ins Beet. Wenn man ihn versetzt pflanzt, wird der Platz optimal ausgenutzt.

G bekam seinen Platz gezeigt, den er eifrig mit Trampelpfaden absteckte und dann packte er auch gleich an. Bienenfreuden fanden ihren Platz ebenso wie von jeder Sorte Gemüsesaat etwas.

Jetzt bin ich gespannt, wie diesen ersten Kulturen das Wetter bekommt und ob wir in ein paar Wochen schon erkennen werden, wo was ausgesät wurde.

Zuhause nimmt der Umfang an Jungpflanzen immer weiter zu. Im Keller war der Salatplatz schnell wieder belegt, auch die nächste Runde Salate sprießt dort unten vor sich hin. Mein Kohlrabi steht ganz gut, es sind noch 8 oder 9 Pflanzen in den Töpfen übrig geblieben. Leider sind von den mindestens 40 Samen der zweiten Aussaat gerade mal 10 aufgegangen. Vielleicht kommen ja noch ein paar Nachzügler? Kohlrabi ist wirklich kein Anfängergemüse!

Die Physalis hingegen macht sich echt gut mittlerweile. Fünf Pflanzen habe ich pikiert und hoffe, dass diese auch weiterhin alles haben, was sie zum Größerwerden brauchen.

Die Zwiebeln, die ich direkt vorziehe, sind auch gut aufgekeimt. Mal schauen, wie sie sich im Gegensatz zu den Steckkameraden machen werden.

Und dann habe ich ja auch noch die Tomaten zum Keimen gebracht. Die Methode mit feuchtem Küchenpapier im Plastiktütchen an der Heizung hat super klasse funktioniert. Nach drei Tagen hatten drei von vier Sorten eine Keimquote von annähernd 100%. Die vierte Sorte war auch schon kurz davor, heraus zu schauen, drum habe ich jetzt allesamt immer zu zweit in die kleinen Töpfchen gesetzt.

Passend zu den Tomaten ist auch mein Basilikum jetzt ganz gut aufgegangen. Ich habe es ebenfalls pikiert und hoffe, ich habe die zarten Würzelchen nicht zu sehr stapaziert.

Die Arbeit mit den Pflanzen und im Garten erfüllt mich nach wie vor mit innerer Ruhe und Hoffnung. Körperlich fühle ich mich momentan auch super, das weniger Stillen /Abstillen empfinde ich als Erleichterung. Psychisch habe ich gerade wieder eine kleine Durststecke, das liegt vor allem daran, dass der äußere Druck auf uns persönlich noch einmal stärker geworden ist und ich aufgefordert bin outside-the-box zu denken, um meine Kinder stabil durch den Wandel zu führen. Zum Glück bin ich nicht allein mit diesen Herausforderungen und weiß das sehr zu schätzen.

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