Objektsuche, nächste Runde

Es bewegt sich was. Leise, sanft, fast unbemerkt bin ich von einer friedlichen Zuversicht durchdrungen worden. Die düsteren Zukunftsaussichten haben sich geglättet, die glühende Vision ist wieder spürbar in meinem Inneren. Und passend dazu sind zwei Immobilien „aufgetaucht“. Zufall?

Unsere Gruppe hat die harte Zeit der Isolation und Abgeschnittenheit endlich überwunden. Die Arbeit an unserer Genossenschaft kommt langsam wieder in Schwung. Und neben der Satzung ist auch das Thema Finanzierung natürlich weiterhin ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt.

Während wir vorläufig die Idee einer „gemeinsamen Ökonomie von Anfang an“ in den Hintergrund geschoben haben, und diese lieber in kleinen Schritten im Zusammenleben erproben werden, nimmt die Ausarbeitung unserer Planung mehr Form an.

Zwei Objekte stehen derzeit in der Region zum Verkauf, beide auf ihre Weise sehr interessant für uns und doch auch sehr verschieden. Der eine Hof ist „zu uns gekommen“, nachdem wir eine Suchanzeige in mehreren Gemeindeblättern inseriert hatten. Er ist in wunderschöner Alleinlage nicht weit von uns gelegen, die Gebäude sind ziemlich herunter gewirtschaftet, die 12 Hektar Grundstück mit vielen Kirschbäumen und Wäldchen geradezu einladend.

Wir könnten hier vielleicht einen guten Preis erzielen und den Rest unserer finanziellen Möglichkeiten in einen individuellen Umbau stecken. Dies würde unserem Budget schon entgegen kommen und auch der Einzug wäre nacheinander planbar.

Allerdings ist bei diesem Hof bei den Formalitäten noch vieles sehr unklar und wir werden wohl erst mal etwas Vorarbeit leisten müssen, um abschätzen zu können, ob die Übernahme realistisch wäre.

Die zweite Option ist ein sehr großes Anwesen, ebenfalls nur einen Katzensprung entfernt, welches bereits viel ausgebaute Wohnfläche bietet. Der Kauf kommt nur in Frage, wenn unser Gruppenzuwachs tatsächlich verbindlich wird, da es sonst wahrscheinlich am Eigenkapital scheitern würde.

Ich kann mir beide Höfe wirklich gut vorstellen, wobei der größere mit mehr Räumlichkeiten natürlich hammermäßig gut für unsere Projektideen passen würde.

Das Gute an der Objektsuche ist, dass ich weiß, ich kann es nicht erzwingen. Ich habe diese wirklich dem Universum anvertraut und weiß, es wird das Richtige zu uns kommen. Wenn es sich leicht anfühlt, wenn es fluppt, dann ist es auch so bestimmt.

Seit der ganzen Coronakacke fühle ich mich mehr denn je wie ein Alien in einer fremden, geradezu lebensfeindlichen Gesellschaft. Das war vorher auch schon so, aber jetzt ist es noch tausend mal krasser. Umso mehr hoffe ich, dass unsere Energie das ist, was die Welt gerade braucht, denn dann wird die Welt uns bei der Umsetzung sicher wohlgesonnen sein.

So viele wichtige Aspekte wären auf einen Schlag gelöst, wenn wir endlich gemeinsam einen schönen Hof hätten und dort das Gemeinschaftsleben unserer Träume verwirklichen könnten.

Die Sehnsucht, nach den Jahren des Suchens und Strebens, endlich richtig anzukommen, sitzt schmerzlich in meinem Herzen. Ich hoffe das beste!

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