Bewusstsein im Wandel

Also die letzte Woche war ich wirklich so richtig depressiv. Ohne Scheiß. So krass Ich-heule-den-ganzen-Tag-depressiv. Ich- suche-mir-jetzt-einen- Psychotherapeuten-depressiv. Am Ende half nur weinen, weinen, weinen und radikale Mediendiät. Ach, und Baldrian.

Langsam kam ich wieder zur Besinnung. Die Panik, mit meiner kritischen Andersmeinung, auf Neu-Sprech: „Fakenews“ nun als „Coronaleugner“ oder „Verschwörungstheoretikerin“ im „Coronalager“ zu landen, ließ auch wieder nach. Ich schaffte es, mich den heftigst getriggerten Anteilen in mir zuzuwenden und ihnen zu geben, was sie brauchten.

Die verzweifelte Angst brachte ich ins Bett, den Druck und die Schuldgefühle meiner Familie gegenüber ließ ich in der Hängematte baumeln, die Scham nahm ich auf den Schoß und sang ihr etwas vor.

Das tat gut und aus einem neuen Gefühl der Kraft heraus startete ich wenige Tage später nochmal eine zweite Flugblattaktion. In der Hoffnung, vielleicht irgendjemanden zum selber Denken und zum Hinterfragen des momentanen Regimes Ist-Zustandes und seines Fundamentes anzuregen.

Denn eines ist mir klar geworden (danke, Charles): Es hat keinen Wert, gegen jemanden oder gegen etwas zu kämpfen. Der Hass, die Wut, Abscheu und Verachtung gehören zum alten Narrativ des getrennten Selbst und zementieren bloß den ausgedienten Weg, den ich zu verlassen vor langer Zeit doch schon beschlossen habe.

Nein, ich muss statt dessen positiv aktiv werden, konstruktiv mitgestalten, in Beziehung zu der Welt, zu meinen Mitmenschen gehen. Ich verteile also fleißig meine Flugblätter, spreche Menschen an, frage nach ihren Ängsten, biete Umarmungen an (leider hat noch niemand darauf reagiert, aber ich versuche es weiter).
Mache Yoga auf der Wiese, höre Musik aus den Achtzigern, formuliere im Geiste Briefe an Politiker*innen, bestelle Grundgesetze, schreibe Hass-Wut-Kackmist-Tagebuch, spüre danach mein Herz wieder besser. Laufe barfuß durch den Supermarkt. Fühle mich von Tag zu Tag hemmungsloser, freier, bin Teil des Wandels, den ich sehen möchte…

Wie lebt mensch denn aber den Wandel? So ganz konkret jetzt? Am besten, man beginnt mit einer Frage…

In was für einer Welt möchte ich leben?

Diese Frage darf sich ein jeder Mensch in diesen Tagen ruhig noch einmal ganz bewusst stellen – und dann entsprechend handeln!

Vielleicht lautet deine Antwort ja so:

In einer Welt der Gesundheitsdiktatur? Beherrscht von dubiosen, nicht haltbaren Krisenszenarien, die jede Evidenz vermissen? Wo nur die absolute Anzahl messbar geretteter Leben etwas Wert ist, die nicht messbaren aber nicht? Koste es, was wolle? Unsere Würde zum Beispiel? Unsere Grundrechte? Unsere Meinungsfreiheit? Lernen, Entwicklung, Lebensfreude?

In einer Welt, wo selbsternannte Blockwarte die Spielplätze überwachen und Drohnen dich nach 10 Minuten von der Parkbank scheuchen? In der Polizisten Warnschüsse abgeben, wenn man zu dritt im Wald spazieren geht? Wo man keine Lebensmittel kaufen kann, wenn man sich keinen Gesslerhut Maulkorb Mundschutz übers Gesicht zieht? In der arme, alte, pflegebedürftige Menschen einsam und allein in den Heimen sterben? In der Kinder aus gewaltvollen Elternhäusern 24/7 mit ihren Eltern drinnen hocken – ohne Freunde, ohne Schule, ohne Kontakt zu anderen Menschen? Eine Welt, in der Erstrettern geraten wird, Kinder oder andere Hilfsbedüftige nicht mehr zu beatmen und in der einstige Grundrechte zu Straftaten mutiert sind?

Wollt ihr das????

Dann braucht ihr, glaube ich, nichts zu tun. Einfach abwarten. Das ist nämlich bereits Realität, diese Dinge passieren schon und durch Zuwarten werden sie immer mehr zur Normalität. The New Normal.

Oder träumt auch ihr so wie ich von einer freien Welt, in der Herzlichkeit, Liebe, Freundschaft, Nähe und gemeinsames Singen genauso dazu gehören wie Kinderlachen, Spiele auf der Wiese, Geburtstagsfeiern und Kissenschlachten mit Freund*innen? Wo die Großeltern ihre Enkel*innen auf den Schoß nehmen und Musikfreund*innen auf Konzerte gehen und zusammen tanzen können? Wo Geld wieder einen echten Wert besitzt und dem Leben dient anstatt es zu vernichten?

Eine Welt, in der alle gemeinsam daran arbeiten, unnötiges Sterben von Mensch, Tier und Natur auf ein Minimum zu begrenzen? Durch Schutz der letzten unberührten Regionen unser Erde zum Beispiel und durch Wiederaufbau der zerstörteren Teile der Natur. Durch wahrhaftiges, menschliches Miteinander zur Ausbildung und Stärkung einer heilen Psyche, eines gesunden Immunsystems und der Vorbeugung von z.B. Suchterkrankungen, Depressionen, Suiziden und dergleichen mehr. Durch Hilfen für ein lebenswertes Leben, eine gerechte Umverteilung all der vorhandenen Güter und Reichtümer dieser Erde?

Ich könnte die Liste endlos fortführen, um den Weg zu beschreiben, der uns raus aus dem alten Narrativ führt, hin zu einem Neuen. Denn ja: es IST genug für alle da. Es ist nur einfach ungerecht verteilt. Das ist die ganze Wahrheit.

Charles Eisenstein beschreibt den totalitären Überwachungsstaat als das unausweichliche Endstadium des alten Narrativs. Darum habe ich die Hoffnung, dass es in seiner extremen Form dazu beitragen wird, dass exponentiell mehr Menschen aufwachen und den neuen Weg einschlagen werden. Ob ich dies selber erleben darf? Oder meine Kinder? Oder ob wir uns doch vorher selbst zerstören, bevor die Liebe das moderne 1984 aushebeln kann?

Es liegt nun an uns, jedem einzelnen von uns, die Verbundenheit neu zu entfachen und zu leben, verbunden mit unseren Nachbarn, den Vögeln im Baum vor unserem Haus, unseren Kindern, dem Wald – mit uns selbst.

Heile dein Herz und du bist Heilung für die Welt. Denn du BIST die Welt. Du bist Teil der Geschichte, bist Teil des Corona-Irrsinns, Teil der ungerechten Verteilung – solange, bis du dich entscheidest, dass du das nicht mehr bist. Nicht mehr willst. Liebe lebst. Rücksicht. Mitgefühl. Verständnis. Zuerst für dich selbst. Der Rest kommt dann ganz von allein.

Nachhaltigkeit bekommt eine neue Dimension in Zeiten des Bewusstseinswandels. Seid auch ihr Teil der Bewegung? Was tut ihr, um die schönere Welt, die euer Herz kennt, mit zu erschaffen?

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