3 oder mehr schöne Dinge durch Coronoia

Gemeinsam können wir mehr erreichen, warum also nicht die positive Energie nutzen, und an einer Blogparade teilnehmen?

Die Welt dreht und dreht sich, mein Herz pocht und pocht. Die letzte Zeit war emotional betrachtet wirklich anstrengend für mich, geradezu Kräfte zehrend. Doch so langsam tauche ich wieder an die Oberfläche.

Unten im tiefen, schwarzen Loch warten bayrische Überwachungsdrohnen und sächsische Psychiatrie-Coronalager, da lauern globaler Impfzwang, #Covid1984 und Gates’sche Chip-Tracker. Faschistischer Polizeistaat, Pharmadiktatur und Finanzcrash wollen mich zu sich hinunter ziehen und mir meine Lebenskraft aussaugen. Lügenpresse und Lobbyisten gieren nach meiner Energie genauso wie Denunziantentum, Kritikerzensur, Verlust von Opposition und Verfassungssterben.

Aber hier oben ist es erstaunlicherweise immer noch hell. Wer hätte das gedacht?

Hier scheint die Sonne voller Kraft, vielleicht sogar strahlender als sonst? Die Vögel zwitschern fröhlich, die brütenden Störche klappern auf der Schlossturmspitze und der Bach, ja der Bach, der plätschert und rauscht zu unser aller Beruhigung vor sich hin.

Oben an der Oberfläche gibt es Leichtigkeit zu spüren, hier sprudelt das Lachen, hier kann ich die turbulente Inszenierung wieder als solche erkennen, bin nicht mehr Teil der Show, sondern sitze staunend im Publikum. Die Rollen sind klar verteilt, mein Denkapparat klappert und rasselt beim ständigen Kategorisieren in Gut und Schlecht. Und ihn zu beobachten ist fast schon wieder amüsant.

An der Oberfläche nehme ich doch tatsächlich seit Jahren zum ersten Mal wieder meine Gitarre in die Hand und lasse die Akkorde frei erklingen. So frei, wie ich mich gerne wieder fühlen möchte, die Töne machen es mir vor, wie das geht, nehmen mich mit auf die Reise hinaus und hinein zugleich.

Jetzt, wo das Handy mich nur immer noch mehr zurück in die Tiefe zieht, fällt der Digital Detox mir leichter als in all der Zeit zuvor. Endlich kommt die gute Kamera wieder zum Einsatz. Ich hatte beinahe vergessen, wie schön die Fotos mit der werden.

Und Worte habe ich über. So viele ungesprochene, ungeteilte, angestaute Worte. Die wollen raus, ich kann gar nichts dagegen tun. Sie sind da und sie wollen hinaus in die Welt. Mal hier im Blog und mal in Form von Mails oder Nachrichten. Manchmal auch in Selbstgesprächen.

Jetzt, wo der Spielplatz abgesperrt, verboten, strafbar geworden ist, entdecken wir den heimischen Bachlauf intensiver denn je zuvor. Wasserläufer, Froschlaich, Kaulquappen, Fische und sogar ein Molch begegnen den unermüdlichen Forschern im Laufe der vielen Stunden an der frischen Luft. Ich hatte nicht geahnt, wieviel Leben hier unterwegs ist! Drum herum so viel Straße und Wohnsiedlung und Supermarkt und Kreisverkehr. Aber unten am Bach, besser gesagt am Bächlein, da erwartet uns ein zauberhaftes Biotop. Dort ist die Natur unsere Verbündete, haben wir ein zweites Zuhause im Grünen, ein unbezahlbares Geschenk.

Unser Balkon war seit der Sache mit dem Wurmkomposter ja nicht mehr zu gebrauchen. Das ist jetzt passé. Die Würmer haben wir weiter verschenkt. An eine freundliche Person, dort geht es ihnen bestimmt besser als bei uns. Der Balkon kann wieder von uns zweibeinigen Säugern ohne Flügel genutzt werden, die Fruchtfliegen müssen diesen Sommer woanders ihr Glück versuchen.

Das Baby genießt den schattigen Spielbereich immer mehr und ich die frische Luft, wenn ich mich voll Präsenz und Aufmerksamkeit auf den Matten zu der kleinen Turnerin nieder lasse.

An der Oberfläche ist der Himmel immer noch blau, sind die Ostereier immer noch bunt, ist der Kühlschrank voll, die Wäsche sauber, das Bett warm und das Herz ganz weich. Hier sind meine Lieblingsmenschen gesund, die erweiterte Wahlfamilie in Verbundenheit zu spüren, auch wenn mensch sich nicht treffen darf.

Ich wünsche mir, eine Weile hier bleiben zu können. Und die Herausforderungen unten in der Tiefe will ich mit Liebe im Herzen und Sonne im Bauch und Lachen im Geiste annehmen.

Alles ist gut. Ja, es ist wohl die bestmögliche Gesamtheit allen Seins, die wir gerade haben können. Der Organismus lebt und arbeitet, verändert sich selbst und alle Teile müssen sich mit ihm ändern. Oder ist es genau anders herum?

Mit diesem Text nehme ich an der Blogparade „Corona – mal anders“ teil.

3 Kommentare bei „3 oder mehr schöne Dinge durch Coronoia“

  1. Danke für den Artikel, der macht trotz Corona richtig gute Laune …

    1. Danke Petra, für dein Feedback! Alles Gute und frohe Ostern wünsche ich dir! ❤

Schreibe einen Kommentar

*