Vorgeburtstagsfest mit Schatzsuche

Wir haben sie nun hinter uns: die erste richtige Kindergeburtstagsfeier unseres Elterndaseins. Und das gleich mit 7 Rabauken im Vorschulalter. Ich würde sagen, Feuerprobe bestanden! Hier nehme ich euch noch einmal mit durch den turbulenten Tag und zeige euch, wie unsere Schnitzeljagd ihren Lauf nahm…

Gute Planung und Vorbereitung kann – wie so oft im Leben – eine riesige Erleichterung sein. Darum begann ich diesmal schon einen guten Monat vor der Party mit meinen Überlegungen. Nicht zuletzt, weil ich durch meinen wachsenden Bauch gar nicht mehr so viel auf einmal bewältigen konnte, aber es gab mir auch die innere Ruhe, dass im Falle eines Falles (ungeplante Schwangerschaftskomplikationen, Frühgeburt oder dergleichen) mein Liebster einfach übernehmen könnte.

Also machte ich einen detaillierten Masterplan, welcher folgende Dinge enthielt:

  • Gästeliste
  • Essen & Getränke mit Einkaufsliste
  • Planung der Stationen für die Schatzsuche (Rätsel und Spiele)
  • Liste der Süßigkeiten und Schatz
  • Spielanleitungen für alternative Spiele drinnen (Regenwetter)

Da unser Junge jetzt wirklich genug Geburtstage (5 an der Zahl) mit experimentellen veganen Kuchenkreationen über sich ergehen lassen musste und das schon im letzten Jahr (und ehrlich gesagt auch im Jahr davor) nicht mehr wirklich zu seiner Freude gereicht hat, entschied ich, diesmal einen „echten“ Kinderkuchen zu backen. Wenn schon nicht am Geburtstag – wann soll er dann in den Genuss einer solchen Besonderheit kommen?

G half auch wunderbar mit, sowohl beim Kuchen backen, als auch bei der Dekoration des Piratenschiffs und des Tisches mit allerlei Muscheln und Meeresschnecken.

Pünktlich trafen die Gäste ein und nach der ersten Begrüßung durfte G seine Geschenke auspacken. Wir spielten dabei das Sechserspiel. Reihum warf immer ein Kind den Würfel und bei einer 6 kam das nächste Geschenk dran. Ich fand es ja sehr süß, dass G auch ab und zu ein Geschenk von einem seiner Freunde auspacken ließ. Die Stimmung war jedenfalls schon mal fröhlich und kameradschaftlich. Gute Voraussetzungen für den Start zu unserer Schatzsuche…

Jedes Kind bekam ein kleines Schatzbeutelchen aus Baumwolle zum Sammeln seiner Preise und Schätze und dann gab es auch schon das erste Rätsel zu lösen:

Das erste Ziel, zu dem ihr geht, direkt vor unsrem Hause steht: Diese Uhr ist gut gemacht, aber nutzt nicht in der Nacht!

DIE SONNENUHR

Die Aufgabe, die dort auf die Kinder wartete, wurde auch sofort mit viel Eifer erfüllt: eine große Sonne mit Kreide auf die Steine vor der Sonnenuhr zu malen.

Und dann ging es mit dem nächsten Rätsel weiter …

Wenn ihr die Straße überquert, seid ihr schon am rechten Fleck: Unter Apfelbäumen findet ihr den nächsten Hinweis gut versteckt!

DIE WIESE VOR DEM GEMEINDEHAUS

In Zweierreihe aufgestellt ging es also über die kleine Straße und rüber zur Gemeindewiese. Hier angekommen und schnell den nächsten Hinweis aufgespürt, wurde dann ein Kartoffel-Staffellaufen veranstaltet. Ich freute mich über den Spaß, den die Kinder hatten beim Anfeuern ihrer Kameraden. Ein Anwohner aus dem Häuserblock neben der Wiese teilte diese Freude leider nicht. Als wir einige Minuten später schon dabei waren, zur nächsten Station aufzubrechen, kam er aus dem Haus und bat uns um Rücksichtnahme und Ruhe. Naja.

Weiter führte unsere Truppe dann jedenfalls dieser Hinweis:

Hier steigt man ein, hier steigt man aus. Das Fahrzeug ist sehr groß. Es fährt bis in die nächste Stadt. Sagt mir, was ist das bloß?

DIE BUSHALTESTELLE

Beim Vorbereiten der Strecke war ich hier beim Aufmalen der Hüpfschnecke ganz schön ins Schwitzen geraten mit meinem dicken Bauch. Aber die Mühe hat sich gelohnt, denn auch dieses Bewegungsspiel wurde gut angenommen. Und für ein leckeres Bonbon in der Mitte des Schneckenhauses wurde mit viel Enthusiasmus hinein und auch heraus gehüpft.

Nicht weit von diesem Standort wartete danach auf der Kirchenwiese ein Korb mit großen Dosen und Bällen auf unsere Schar. Diese hatte ich zuvor in G´s Kindergarten ausgeliehen, da ich vom Sommerfest dort wusste, dass sie so ein Spiel im Hause haben.

Auch das Rätsel, dass uns hierher führte, lösten die Jungs natürlich in Windeseile:

An der Kirche steht ein Baum: die Früchte noch grün, aber bald schon braun. Harte Schale, leckerer Kern – wer sie knackt, der isst sie gern!

DER WALNUSSBAUM

Da die Kids so einen Spaß am Dosenwerfen hatten, machten wir hier etwas länger Rast und genossen den kühlen Schattenplatz, während die Kinder sich austobten. Danach machten wir uns – natürlich wieder von dem Hinweis auf dem Kärtchen geleitet – auf zum Spielplatz…

Noch einmal müsst ihr rennen und dürft jetzt nicht verpennen, dass unter dem Rutschturm hier um die Ecke, ein weiterer Tipp für den Schatz sich verstecke.

DER SPIELPLATZ

Das Spiel, das wir hier vorbereitet hatten, kam besonders gut an. Bereits als kleiner Vorgeschmack auf den eigentlichen Schatz am Ende der Suche, gab es jetzt mal was anderes als Süßigkeiten für die kleinen Entdecker: In einer großen Schüssel hatten wir Sand und Wasser vermischt und je Kind zwei Murmeln und ein Meerestier versteckt. Es gab ein herrliches Matschen, Fühlen und Suchen. Während ich das Suchen begleitete, half T anschließend den Jungs beim Abspülen der matschigen Hände und gehobenen Schätze.

Und dann kam auch schon der letzte Rätselvers des Tages:

Wie schön sich zu wiegen, die Luft zu durchfliegen. Die Ohren, sie brausen. Die Haare, sie sausen. Ich schwebe und steige, bis hoch in die Zweige. Ich fühle mich frei und lache dabei!

DIE SCHAUKEL

Unter dem Kastanienbaum spielten wir dann den Geburtstags-Klassiker: Topfschlagen.

Allerdings gab es auch hier diesmal keine Süßigkeiten zu erbeuten, sondern ein Puzzleteil der Schatzkarte und eine kleine Schaufel für jedes Kind. Ein kleiner Streit mit Tränchen beim Anstellen konnte rasch geschlichtet werden und nachdem alle dran waren, wurde gemeinsam die Karte für den Piratenschatz zusammen gesetzt. Dann stürmten die Schatzsucher los und buddelten im Sandkasten, was das Zeug hielt. Der Liebste hatte echt gut tief gegraben, so dauerte das Bergen der Schatzkiste dann auch entsprechend eine ganze Weile. Aber am Ende waren alle selig und teilten die Golddukaten gerecht untereinander auf.

Im Anschluss an die Schnitzeljagd folgte das obligatorische Kuchenessen, welches mein Menne komplett übernahm, während ich die Füße hoch legen durfte. Das Partyspiel “ Wir essen wie ein …“ (Räuber, feine Dame, Löwe, ohne Hände etc.) sorgte nochmal für viel Gelächter am Tisch. Ich hatte den Eindruck, so etwas kannten die Lütten noch nicht.

Da das Wetter so herrlich war und drinnen der Platz doch etwas eng wurde, ließen wir die wilde Bande sich dann noch auf dem Platz vor unserem Haus austoben, wo sie nach und nach von ihren Eltern wieder abgeholt wurden.

Puuuh, jetzt wissen wir also auch, wie anstrengend so ein Kindergeburtstag sein kann, vor allem im kugelrunden Zustand! Und ich bin froh, dass wir erst in einem Jahr wieder das Vergnügen haben werden.

So und jetzt wünsche ich euch eine tolle Woche, denn wir fahren gleich los zu unserem 10-tägigen Gemeinschaftstreffen, juhuuuh!

2 Kommentare bei „Vorgeburtstagsfest mit Schatzsuche“

  1. Das klingt nach einem ganz tollen und gelungenen Geburtstag 🙂 sehr schön 🙂

    Ich freu mich schon, wenn unsere Motte so weit ist 😀 aber das dauert ja noch ein bisschen…

    Liebe Grüße,
    EsistJuli

  2. Ja, es hat echt Spaß gemacht mit den Rabauken. Und morgen feiern wir dann noch den „echten“ Geburtstag mit Geschenken und Pfannkuchenfrühstück. Aber da jetzt Ferien sind und alle Freunde verreist, haben wir das in diesem Jahr so gesplittet. Morgen fahren wir zu einem nahe gelegenen Familienbauernhof mit Maislabyrinth und Abenteuerspielplatz, bin schon sehr gespannt. Das Wetter soll hervorragend werden 😀

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