Seife kochen ist nicht schwer

Ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu mehr Unabhängigkeit vom System und einem nachhaltigeren Leben ist die Herstellung von diversen Alltagsgütern. So hatten wir vor Beginn unserer großen Reise bereits einige Dinge im Heimlabor produziert. Und das, was wir an Wissen und Erfahrungen beim Seifekochen gesammelt haben, konnten wir nun erfreulicherweise an unsere letzte Gastgeberin weiter geben.

Die meisten Anleitungen sind nicht wirklich schwer umzusetzen, wenn man alle Inhaltsstoffe zur Hand hat. Auf dieser tollen Website kann man übrigens viele nützliche Informationen finden und sich bei der Berechnung der genauen Zutaten helfen lassen.

So suchten wir an unserem letzten Tag in Els Arcs die benötigten Sachen zusammen und kochten gemeinsam eine ganz einfache Seife im Garten.

Wir brauchten nur Olivenöl, Wasser und Natriumhydroxit (NaOH) für dieses Basisrezept. Die Seife duftet dann natürlich nicht besonders, dafür braucht es schließlich die entsprechenden ätherischen Öle als Geruchsstoffe.

Wir filterten das Öl durch einen feinen Filtertrichter und wogen dann die Zutaten grammgenau ab.

Wasser und NaOH mischten wir direkt zusammen in einen Topf. Vorsicht,  denn dies ist der toxische Teil der Arbeit!

Es empfiehlt sich eigentlich, mit Schutzbrille und Handschuhen zu arbeiten. 

Dann erwärmten wir das Öl auf dem kleinen E-Kocher und vermixten nach Erreichen der richtigen Temperatur (in unserem Fall 38-50 Grad) beide Flüssigkeiten ganz langsam miteinander.

Dann kam auch noch der Stabmixer zum Einsatz, der das Eindicken beschleunigt, bevor die Seifenmasse letztlich in die bereit gestellten Silikonformen gegossen wurde.

In den Formen muss die Seife nun ca. 4-6 Wochen reifen, bevor sie zerteilt und bedenkenlos angewendet werden kann.

Wenn wir wieder ein richtiges Zuhause haben, werde ich ganz bestimmt der Herstellung von Seifen wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Da hatten wir für Haare und Haut ja schon mal echt gute Ergebnisse erzielt. Auch bei Wasch- und Reinigungsmitteln waren wir teilweise schon auf einem ganz guten Stand, da will ich unbedingt anknüpfen.

Und es ist einfach toll, die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe zu haben und durch die Eigenproduktion wieder ein Stück unabhängiger zu sein.

3 Kommentare bei „Seife kochen ist nicht schwer“

  1. Liebe Jitka,
    hast du für die Haare eine echte Haarseife benutzt? Ich habe damit nämlich ziemlich Probleme mit der Kalkseife und benutze deshalb gerade festes Shampoo.

    Viele Grüße Anne

  2. Liebe Anne. Ja es war selbst gemachte (Haar)Seife. Ich weiß nur gerade nicht mehr aus dem Kopf, wie da die Zusammensetzung und Überfettung genau aussah. Gegen die Kalk -Rückstände halfen bei mir Spülungen mit Essiglösung ziemlich gut. Von Trockenshampoo habe ich auch schon gehört, aber noch keine Erfahrungen damit gemacht. LG Jitka

  3. Nein kein Trockenshampoo, sondern ein festes Shampoo aus 45g Kakaobutter, 100g Slsa und 100g Stärke. Das hat die Form einer Seife und schäumt toll!

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